Farnheim
15.12.2020, 16:10

Editiert von
Farnheim
15.12.2020, 16:21

+38Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Hallo werte Gemeinde,
manch einer weiß, ich bin ein Stadtmittekind. Von Geburt an. Und als waschechter Ruhrpottler hat man eh noch ein etwas anderes Verhältnis zum Thema Großstadt. So faszinierten mich von Klein auf Autos und der dazugehörige Straßenverkehr. Kein Wunder also, dass ich als LFOL (Lütter Fan of LEGO) auch das Town-Thema so sehr mochte. Nach dem Ende meiner Dark Ages 2009 ist es auch dank der Feuerwehr so geblieben. Und damit schaue ich immer mit großem Interesse auf die City-Neuheiten. Diesmal ermöglichte Dirk mir ein Review über insgesamt fünf der ab Januar erhältlichen City-Sets. Und zwar all die, die sich thematisch mit dem neuen Straßenplattensystem befassen. Wie wir wissen, hatte LEGO kürzlich die alten 32x32er Straßenplatten in Rente geschickt. Da es seit seit Jahren aber keine Sets mit Baseplates mehr gibbt, an deren Kanten man die Straßenplatten hätte ansetzen kšönnen – außer bei den modularen Gebäuden vielleicht – war es nachvollziehbar, sie aus dem Programm zu nehmen. Glücklicherweise schufen die Designer als Ersatz aber ein neues, modulares System.

Wie heißt die alte Heroldsformel so treffend: "Der König ist tot, es lebe der König". So oder ähnlich mag es für die Straßen in LEGO®-City gelten. Solange es damals Sets auf Baseplates gab, machten Straßenplatten, die es immer auch zusätzlich zu kaufen gab, Sinn. Man konnte sie wunderbar an die Baseplates aus den Sets legen und einen großzügigen Straßenplan schaffen. Irgendwann aber schickte TLC die Platten in die Wüste, weil es schlicht nichts mehr gab, was sich daran anlegen ließ. Nun steht ein Nachfolger unmittelbar im Startblock und dann noch als sogenannte "Brickbuilt"-Lösung. Was das bedeutet, und wie das im einzelnen funktioniert, schauen wir uns nachfolgend genauer an. Auch blicken wir ein wenig auf die Möglichkeiten, die die neuen Straßen-Teilstücke bieten, versuchen ältere Gebäude daran anzuflaschen und lassen uns Vor- und Nachteile aufzeigen. Also, nich lang schnacken, Kopp in Nacken und los geht's!

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Verheißenungsvoller Störer auf der Verpackung

#60304 "Road Plates" - 112 Teile, 19,99 Euro
Die neuen Fahrbahnen setzen sich aus Modulen in der Größe 8x16 und 16x16 Noppen zusammen. Um die Teilezahl maximal zu minimieren schufen die Designer zwei neue Plattenbasen in die verschiedene Fliesen bzw. Füllmaterial oder Erhebungen eingearbeitet werden können. Solche Formteile fand man bereits u.a. in einigen Junior-Sets jüngst vergangener Jahre (siehe und siehe). Somit lassen bzw. Teerflicken, Gullideckel, Fahrbahnmarkierungen oder Straßeneinbauten realisieren. Klingt interessant - isses aber auch. Verbunden werden diese einzelnen Module mit 2x4 Fliesen. Um Autos an den Fahrbahnenden sanft auf den Boden der Wirklichkeit zu holen, sorgen Rampen, die hierbei an ihrer 1x4er Ausbuchtung gänzlich ohne Noppen daher kommen. Ebenso besteht die Möglichkeit Gehwege oder Grünzeug an den Wegesrand zu stellen und all dies mit den Straßenmodulen zu verbinden. Soweit so flexibel.

Beim Sichten der Bauteile fällt sofort auf, dass sämtliche Schmuckelemente bedruckt sind. Sehr erfreulich. Das Fußgängerüberweg-Verkehrszeichen bekommt nun auch den Aufdruck als Minifig-Variante spendiert. Dies gab es bekanntermaßen zuvor nur 2009 im Set Nr. 8401, und das als Aufkleber. Die moderne Art der Straßenbeleuchtung, die 2009 Einzug hielt, hat man grundsätzlich beibehalten, nur ließen die Designer sie mit der Zeit gehen und verpassten ihr moderne Soloarpaneele und den Leuchtkörpern einen hübschen "Glow in the Dark"-Effekt. Außerdem kehren die Firststeine in gelb nach längerer Zeit zurück.

3 1/2 mitgelieferte Fahrbahnmodule können auf verschiedenste Weise miteinander kombinert werden. Was aber sofort auffällt ist, dass es keine Kurven mehr gibt. Das ist zunächst mal sehr schade. Auch fällt auf, dass die Fahrbahnen nun wieder schmaler sind - von zuletzt 10 Noppen pro Fahrspur sind es nun wieder nur 8. Und das, obwohl die Speedchampion-Renner gerade erst auf acht Noppen Breite gewachsen sind. So verkehren 4-Noppen-breite Auto wesentlich unproblematischer und nicht ganz so unfallträchtig. Was mich persönlich schon ein wenig erfreut. Aber das ist nur meineMeinung. Allerdings sind die gelben Straßeneinbauten gerade für 6w-Autos funktionell ein Witz, da die Spurbreite dieser Autos zu breit sind, um tatsächlich darüberhoppeln zu müssen. Ihre Reifen rollen schlicht und ergreifend daran vorbei. Augenscheinlichste Merkwürdigkeit ist aber, dass die Fahrbahnen höher sind, als das die angeschlossene Umgebung. Wer mehr Realismus wünscht, auch im Hinblick auf eine Straßenszenerie mit Modulhäusern, muss diese für eine höhere Bürgersteigkante kostspielig aufbocken.

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60290 "Skate Park" - 195 Teile, 29,99 Euro
Die neuen Fahrbahnmodule haben die Designer gleich in verschiedene Stadtszenarien eingearbeitet. Das zweite Set der Reihe ist ein kleiner Skatepark. Dieser umfasst eine Wippe und zwei Quarterpipes mit unterschiedlichen Höhen. Offenbar findet hier gerade eine kleine Outdoor-Sportveranstaltung statt, die von dem seit geraumer Zeit präsenten wie fiktiven Getränkehersteller "Vita Rush" gesponsert wird. Das Stückchen Straße ist natürlich mit den orangen Gittern abgesperrt. Die Obstacles, also die Hindernisse, sind natürlich mit dem Fahrbahngrund befestigt. Noch natürlicher kommt kein Szene-Sponsor ohne Promotion-Showcar aus. Verteilung des fruchtigen Softdrinks auf 2x3 mit 4x4. Aber dennoch hat er eine stimmige Silhouette und eine ordentlich bullige Erscheinung. Ein echter Offroader eben. Neben einigen neuen Farben und Teilen ist sicher der rote Rollstuhl mit seiner limegrünen Bereifung ein echter Hingucker.

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60291 "Family House" - 388 Teile, 49,99 Euro

Ein ganzes Dezennium, also 10 Jahre, hat die City-Sparte kein Wohnhaus mehr hergegeben. Die Verstecke der Ganoven von 2015 lasse ich nicht gelten. Umso erstaunlicher, dass in der City-Welt nun wieder eines in den Handel kommt. Mussten Städtebauer zuvor auf die Creator-Häuserchen, die Friends-Geschäfte oder gar die teuren CC-Häuser zurückgreifen.

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Das neue Stadthaus wird von einer vierköpfigen Familie mitsamt Golden Retriever bewohnt. Die Hundeform ist nigelnagelneu und der eigentliche Star des Sets - meines Erachtens. Das Haus bietet neben einer zeitgemäß modernen Bauweise lichtdurchflutete Räume und ist scheinbar ganz auf Energieeffizienz ausgelegt. Im Wohnzimmer hängt ein modernes Flat-TV an der Wand – auf dem übrigens der Sohnemann ein Ninjago-Game zockt, Solarpaneele sorgen für die Elektrifizierung und der Akku des modernes Minivans wird ganz vorbildgerecht im eigenen Carport aufgeladen. Allerdings ist das Bad so 1970er. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Türkis in Kombination mit azurfarbener Keramik jemals wieder modern werden wird. Schön dafür, dass nun allmählich die Midi-Beinteile (erstmals zu finden in den Harry-Potter-Sammelfiguren) auch in Volumenthemen einfließen. Angeschlossen ist das Wohnhaus an eine dieser neuen Fahrbahnbahnsegmente, wovon diesmal zwei 16x16 Module samt Rampen zur Straße werden. Genauergesagt zur Seiten- bzw. Spielstraße wohlgemerkt, denn dieses Stück Asphaltierung verfügt über keinerlei Straßenmarkierungen.

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60306 "Shopping Street" - 533 Teile, Vermutlich um die 60 Euro
Lange unbekannt war dieses Set, bis es erst kürzlich veröffentlich wurde. Die Einkaufsstraße bietet erneut 3 1/2 Segmente Fahrbahn samt Markierungen und Zebrastreifen. Highlight aber ist der unscheinbar neben der Fahrbahn verlaufene Radweg in Dark Azure. Hier machen sich die neuen 2x6er sowie die 2x4er Fliesen, die mit einem Fahrradsymbol bedruckt (!) sind, ganz hervorragend. Dazu kommen sämtliche Zweiräder in neuen Farben daher. Mein Highlight ist das dunkelpinke Fahrrad (ja, ich weiß, es ist die neue Form. Aber irgendwas ist ja immer). Auch scheint es, als hat man einen neuen Designer mit der Gestaltung der Fahrzeuge betraut. Die letztjährigen waren optisch sprichwörtlich ein Verkehrsunfall. Nun tut die aktuelle Formgebung dem Auge nicht mehr so weh. Überhaupt scheint es so, als wären sämtliche Fahrzeuge des 2021er City-Programms dem Jahr 2010 herum entsprungen - was aber nicht schlecht sein muss.

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Kaum zu Glauben – Das Auto wird mal schwarz/gelb...

60292 "Town Centre" - 790 Teile, 99,99 Euro
Das größte der fünf Straßenmodul-Sets ist wieder mal eines, das das quirlige Zentrum einer Ortschaft verkörpern soll. Von solchen sind in den vergangenen Jahren mittlerweile etliche unterschiedlicher Preiskategorien erschienen; zuletzt die Nummer 60271 (Main Square). Wie immer gibt es von allem etwas. Ein Haus, in das im Erdgeschoss diesmal eine Pizzeria eingezogen ist und im Obergeschoss ein Kendo-Lehrer seine jungen Padawane ausbildet, eine Waschstraße, ein kleiner Park samt Baby-Wippe, eine Wertstoffsammelstelle mit passendem LKW sowie ein Polizist, der auf einem Mountainbike einen Pizzadieb verfolgt sowie eine neu eingekleidete Feuerwehrdame, die auf einem Motorrad zu einem brennden Pizzakartonstapel ausrückt. Highlight ist hier der Blindenhund, der samt Leinengeschirr sein Herrchen sicher durch die Straßen führt. Wer geht wohl hier mit wem Gassi? Man hat hier nochmals die Form des Golden Retrievers aus dem Familienhaus genutzt, um ihn diesem Set statt in Tan in Reddish Brown beizulegen. Mich als LEGO-Tierliebhaber erfreut's! Allerdings ist der Kirschbaum im Dachgarten der Pizzeria ein gen Himmel wachsendes Elend. Zwar hängt er voller Früchte, allerdings sieht er alles andere als propper aus. Düngen würde helfen. Zu erwähnen sei noch, dass LEGO® die Serie mit einer Reihe namentlich bekannter Helden weiterführt. Hierin finden sich derer zwei.

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Best of 5 – Aus zielgruppentechnischer Sicht werden alle fünf Sets zu einer richtig ordentlichen Stadt mit etlichen Spiele- und Umbaumöglichkeiten

Und was kann jetzt das neue System ...für AFOLs?
Unter dem Motto "Connect yor City" bewirbt LEGO (vermutlich nicht nur) in den Bauanleitungen sein neues Straßensystem. Und genau das wollen wir jetzt endlich mal ausprobieren. Keine Frage, dass sich die neuen Häsuser aus den Set problemlos mit den neuen Fahrbahnen verbinden. Etwas komplizierter verhält es sich, wenn wir unsere älteren City-Häuser an das neue System anflanschen möchten. Dazu muss man die Gebäude zunächst um eine Plattenhöhe anheben und oberdrein dafür Sorge tragen, dass zum Fahrbahnrand genügend Raum vorhanden ist, um die 2x4er Befestigungsfliesen in ihren vorgegebenen Abständen zu befestigen. Anders sieht mit modularen Gebäuden aus. Diese sind aufgrund ihres Aufbaus auf gewöhnlichen Baseplates, vergleichen mit dem Fahrbahnniveau um eine halbe Plattenhöhe zu niedrig. Man könnte sie auch (teileintensiv) um eine ganze Plattenhöhe aufbocken, verzöchte auf eine Verbindung mit den Straßenmodulen und schöbe sie nur formschlüssig aneinander. Somit erhielte man einen um eine halbe Plattenhöhe erhöhten Bürgersteig für etwas mehr Wirklichkeitstreue.

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Unterfütterung der alten City-Bank für eine fachgerechte Anflanschung

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Bei den modularen Häusern gestaltet sich das ganze etwas durch die halbe Plattenhöhe schwieriger, aber realistischer

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Was nicht passt, wird passend gemacht – Das Ansetzen geht. Ist aber nix für Ästheten

Den Vogel in Sachen Materialschlacht schießt womöglich nachfolgende Konstruktion ab. Auch hier muss der Bürgersteig zunächst aufwändig unterfüttert werden. Allerdings wurde der Fahrbahn je Straßenseite eine Noppe abgerungen. Somit ließen die unschön auskragenden Verbindungsfliesen mit den Anreiner-Bodenplatten verdecken. Das hieße aber auch, dass die Fahrbahnbreiten somit nur noch sieben Noppen breit sind. Was sie für heutige Speedchamp-Cars gänzlich unpassierbar machen. Für meine Baubreite reichen sie so gerade noch aus.</p>

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Fazit: Durch die Modulbauweise und die Tatsache, dass es zwei verschiedene Fahrbahnplattengrößen gibt, kann man kompakte und vielseitige Straßenszenen zusammensetzen. Noch etwas vielseitiger, als es die alten Straßenplatten möglich machten. Nachteil, es gibt keine Kurven mehr. Dennoch sind auch Sonderlösungen, wie sie alte Straßenplatten mitunter aufwiesen, wie bspw. ein seitlicher Parkplatz oder eine Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte möglich. Denkbar ist auch die Darstellung einer Autobahn mit je zwei (oder vier) Fahrspuren in jede Richtung OHNE allzubreiten Mittelstreifen. Auch ist hiermit eine Flughafenlandebahn problemlos möglich. Da die Straßen eines Sets an ihren Enden jeweils mit Rampen ausgestatten sind, ist natürlich auch eine eine Verbindung mit den alten Straßenplatten (egal welche) machbar. Allerdings mangels fehlender zusätzlicher 2x4er Fliesen ist die feste Verbindung der neuen Straßensegmente aus den verschiedenen neuen Sets untereinander nur mit Teilen aus dem eigenen Bestand möglich. Die simple "Brickbuilt"-Lösung ist gut, vielseitig und durch die Vielzahl an bedruckten Elementen langfristig deutlich einfacher in der (Ersatz-)teilbeschaffung.

Persönlich finde ich, besonders im Hinblick auf den Kreuzungsumbau mit erhöhtem Bürgersteig, dass man Straßenplatten nie realistischer in ein MOC einbauen konnte. Und überhaupt passen sie nach wie vor ins Baseplate-Raster.

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Sie fehlen – Zusätzliche Verbinder in Form von 2x4er Fliesen fehlen allen Sets

Bleibt abzuwarten, ob sich die Designer noch etwas feines zur Erweiterung der Fahrbahngestaltung für die Zukunft aufgehoben haben (Stichwort Kreisverkehr oder Abbiegespuren, Parkplätze oder sogar Brücken oder Parkdecks, etc.), um das neue System weiterhin sinnvoll erweitern und die City dann auch zu einer wahren solchen machen.

Und: Wer von Euch demnächst auch diese Sets sein Eigen nennt wird, da vielleicht dieses Review zur Kaufentscheidung begetragen haben sollte , und weitere coole Ideen hat, was man aus den eneun Straßenpaltten alles zaubern kann, immer her damit!

Herzlichen Dank, Dirk, für die Möglichmachung. Es war mir ein Fest, trotzdem es ein ordentlicher Berg war, den es abzuarbeiten galt. Und nun zurück an die angeschlossenen Funkhäuser. Ich habe fertig!

Bleibt gesund,
Maik


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Carrera124
16.12.2020, 21:37

Als Antwort auf den Beitrag von Mylenium

+1Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Mylenium hat geschrieben:


Mmh, also im Prinzip isses mir ja wurscht, weil ich keine in sich geschlossene Stadt habe, aber für meine paar Modulars und andere Häuser hätte ich mir genau sowas eigentlich immer als richtigen Fußweg/ Straße drumrum gewünscht,

Mylenium

Die anderen, die sich sowas gewünscht haben, haben es sich einfach selbst gebaut.


Grüße an meinen Stalker


Lok24 gefällt das


Seeteddy
16.12.2020, 22:42

Als Antwort auf den Beitrag von Farnheim

+1Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Hallo Maik,

nach dem Like (Achtung Reim! ) noch ein paar Gedanken von mir zum Thema.

Die neuen Fahrbahnplatten haben mich spontan an die Platten für die Fußballfelder erinnert, welche vor 20 Jahren herauskamen.

Die bisherigen Straßenplatten; ich habe sie eigentlich immer gehasst! Das Ganze Gefrickel auf den Grundplatten (halbe Plattenhöhe, passt nicht neben Platten (1/3 hoch), lässt sich nie so richtig gut verbinden. Seit meiner Kindheit konnte ich die Begeisterung für diese Grundplatten und ganz besonders Straßenplatten nie so recht nachvollziehen. Entweder fuhr man auf'm Teppich, oder man baute sich seine Straßen selbst, so wie man sie gerne haben mochte.

Wenn ich heute im Minifigurenmaßstab bauen würde, was ich sehr selten tue, würde ich das neue Straßensystem auf alle Fälle dem Alten vorziehen. Ich habe vor ein paar Jahren einmal Versuche unternommen für die gefloppte Lizenz "TOP GEAR" einige MOCs zu bauen. Mit den Speed Champions hatte ich ganz schnell einen passablen Fuhrpark beieinander. Und, als insider fiel mir sehr schnell auf, dass viele Teile, hauptsächlich in der Reihe der Speed Champions, schon für das Thema "TOP GEAR" passende Fahrzeuge, Figuren und Zubehör enthielten. Aber um die Autos gut in Szene zu setzen brauchte ich ganz schnell ein paar passende Straßenstücke. Nur um einige kurze Abschnitte mit Rennstreckencharakter zu bauen, landete ich sehr schnell in einer gewaltigen Materialschlacht! Da habe ich Becherweise Fliesen gekauft und noch schneller, als sie sie beischaffen konnte, wieder verbaut. Von daher konnte ich über das Wort "Materialschlacht" im Zusammenhang mit den neuen Straßenplatten nur milde lächeln.

Um Autos in 6w in einer Modularhäuserstadt sinnvoll wirken zu lassen, würde ich die Straßen auf jeden Fall noch weiter verbreitern (Bei 8w könnte man die Straßenbreite eigentlich gleich verdoppeln). Mindestens eine doppelreihige Platte würde die Fahrbahn von außen erweitern, wobei sich die Fahrspur um einreihige Fliesen und dann der einreihige Rinnstein anschlösse. Der anschließende Bordstein wäre dann 1 Platte höher, also genau eine Steinhöhe. Ein Glück, dass man die 2x4er Fliesen zum Erweitern, in grau, mittlerweile Eimerweise relativ günstig bekommen kann.

Andererseits zöge ich dann vermutlich sogar die liegende Bauweise für die Straße vor, woraus wiederum eine größere Materialschlacht entstünde, als mit dem neuen Straßensystem. Aber, das sind nur unverbindliche Garniervorschläge für die absoluten Freaks und Perfektionisten unter uns AFOLs. Als Kind, was ich vor rund 50 Jahren war, war ich auch mit dem Tisch oder Teppichboden, neben meinen Bauten, als Fahrbahn zufrieden.

Soweit ungefiltert meine Gedanken zum Thema Legostraßen.

Und an Maik noch einmal ausdrücklich: Vielen Dank für die sehr ausführliche Vorstellung des Themas.

kreative Grüße
Klaus


In Internetforen wimmelt es nur so von fehlerhaften Zitaten.

Johann Wolfgang von Goethe


brickstedt13 gefällt das


Toppi
17.12.2020, 08:32

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

+2Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Dirk1313 hat geschrieben:

Toppi hat geschrieben:
Wenn 3 16x16 und ein Straßenteil 8x16 dabei ist und dies 20€ kostet, wird der Bau einer etwas größeren Stadt verdammt teuer.
Heutzutage bekommt man gebraucht für ~3€ Straßenplatten bei eBay Kleinanzeigen.


Die Preisdiskussion wird hier arg einseitig geführt. Wieviele LEGO Elemente gab es nochmal für den Listenpreis von 10 Euro?
Das waren genau zwei labbrige 32er Baseplates mit Fahrbahnmarkierung.

Wenn man jetzt also eine reine Flächendiskussion führt, ok, dann bekommt man jetzt weniger Fläche fürs Geld.
Dafür bekommt man aber wesentlich mehr Elemente und Vielfalt.

Noch mehr Vielfalt bekomm man, wenn man einfach seine eigenen Straßen baut.
ABER dann kann es durchaus noch teurer werden, denn man benötigt einen ganzen Haufen Fliesen etc.

Billiger wird es wenn man die „Rollstraßen“ verwendet


Hallo Dirk,

ich hatte als Kind ca. 10 Straßenplatten, dazu das Parkhaus mit Tankstelle und die alte Feuerwehrstation aus den 80er Jahren. Damit war ein ganzes Kinderzimmer wunderbar in eine Legowelt umgestaltet.

Das wird mit diesen Straßenplatten für die meisten Kiddis nicht mehr möglich sein. Das find ich schade.

Grüße

Toppi



Carrera124 , tmctiger gefällt das


5N00P1
17.12.2020, 09:03

Als Antwort auf den Beitrag von Toppi

Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Toppi hat geschrieben:


ich hatte als Kind ca. 10 Straßenplatten, dazu das Parkhaus mit Tankstelle und die alte Feuerwehrstation aus den 80er Jahren. Damit war ein ganzes Kinderzimmer wunderbar in eine Legowelt umgestaltet.

Das wird mit diesen Straßenplatten für die meisten Kiddis nicht mehr möglich sein. Das find ich schade.


Ich denke das ist der Punkt für Kinder bzw. Eltern ist die Änderung nicht positiv, weil es auf eine Preiserhöhung hinaus läuft. Für AFOLs ist es eine Verbesserung weil man damit flexiblere Sachen machen kann. Ich denke aber der HdS hat Recht Lego spricht damit nicht mehr die eigentliche Zielgruppe an, die später mal zu AFOLs wird.



Dirk1313
17.12.2020, 12:06

Als Antwort auf den Beitrag von Toppi

+2Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Toppi hat geschrieben:

Dirk1313 hat geschrieben:
Toppi hat geschrieben:
Wenn 3 16x16 und ein Straßenteil 8x16 dabei ist und dies 20€ kostet, wird der Bau einer etwas größeren Stadt verdammt teuer.
Heutzutage bekommt man gebraucht für ~3€ Straßenplatten bei eBay Kleinanzeigen.


Die Preisdiskussion wird hier arg einseitig geführt. Wieviele LEGO Elemente gab es nochmal für den Listenpreis von 10 Euro?
Das waren genau zwei labbrige 32er Baseplates mit Fahrbahnmarkierung.

Wenn man jetzt also eine reine Flächendiskussion führt, ok, dann bekommt man jetzt weniger Fläche fürs Geld.
Dafür bekommt man aber wesentlich mehr Elemente und Vielfalt.

Noch mehr Vielfalt bekomm man, wenn man einfach seine eigenen Straßen baut.
ABER dann kann es durchaus noch teurer werden, denn man benötigt einen ganzen Haufen Fliesen etc.

Billiger wird es wenn man die „Rollstraßen“ verwendet


Hallo Dirk,

ich hatte als Kind ca. 10 Straßenplatten, dazu das Parkhaus mit Tankstelle und die alte Feuerwehrstation aus den 80er Jahren. Damit war ein ganzes Kinderzimmer wunderbar in eine Legowelt umgestaltet.

Das wird mit diesen Straßenplatten für die meisten Kiddis nicht mehr möglich sein. Das find ich schade.

Grüße

Toppi


Und ich bin in den 60er und 70er Jahren mit LEGO aufgewachsen, da gab es garkeine Straßenplatten (jedenfalls hatte ich keine) und ich habe sie auch nicht vermisst.
Da war der gemusterte Teppich im Wohnzimmer auf dem man sich wunderbar Straßen vorstellen konnte.
Und so wird jede Generation mit eigenen Erfahrungen groß werden und sicher werden die Kinder auch mit den neuen Straßen bestens klar kommen. Ich bin sicher es wird mit alten und neuen Platten, Spielteppichen und den Rollstraßen kombiniert werden und das wird dem Spielspaß keinen Abbruch tun.

Es es sehr menschlich dass man die Vergangenheit ganz toll findet, denn man hat ja auch tolle Erinnerungen. Das sollte einem aber nicht den Spaß an Neuem verderben.
Und wie immer bei LEGO: die Straßenplatten werden mindestens gebraucht so schnell nicht ausgehen.


Viele Grüße
Dirk - Mail

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Farnheim
17.12.2020, 15:47

Als Antwort auf den Beitrag von Seeteddy

Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Hallo Klaus,
hab vielen Dank. Es freut mich natürlich sehr zu hören, dass das Review ankommt. Danke Dir auch für Deinen niedergeschriebenen Gedanken.

Ich selbst habe als Kind auch immer die guten, alten Straßenplatten verlegt, wenn ich meine Stadt, äh Town aufgebaut hatte. Ich hatte (und hätte) nicht genug Teile auch eine ausreichend dimensionierte Garagenauffahrt in liegender Darstellung zusammenzuzimmern. Nach dem Zusammenbau all dieser neuen Straßenmodulen spukt mir tatsächlich der Gedannke im Kopf, wie man dieses System am schlauesten für einen MoRaSt-Modulzusammenzimmern könnte, und dass es dann so ausehen lässt, wie auf meinen Eigenbau-Kreuzungsbild.

na, schaunmermal...

Auf bald,
Maik


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Dirk1313
17.12.2020, 15:50

Als Antwort auf den Beitrag von Farnheim

Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

wie man dieses System am schlauesten für einen MoRaSt-Modulzusammenzimmern könnte


Na, da könnteste doch mal eben was nachschieben. Eine Monorail-Straßenbahn neben den neuen Straßenplatten
(Ja, ok, mit den Kurven wirds schwierig)


Viele Grüße
Dirk - Mail

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Farnheim
17.12.2020, 15:51

Als Antwort auf den Beitrag von Navigation

Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Hab Dank, René. Ebenso für den Hinweis. Ist mir gar nicht aufgefallen. Liegt vermutlich daran, dass ich keinen anderen Grüntöne, außer jene aus dem Set selbst, verbaut habe.

Viele Grüße,
Maik


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Farnheim
17.12.2020, 16:09

Als Antwort auf den Beitrag von Turez

Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Hallo Jonas,
ich danke Dir für Deinen Kommentar. Mal abgesehen vom Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich das System auch nicht allzu schlecht. Mittlerweile hat auch newelementary ein Review online, das meine Gedanken der mehrspurigen Autobahn/Schnellstraße illustriert. Ebenso meine Anmerkungen zur Anflanschung an Modular Buildings. Ich denke, wir AFOLs würden das System eh aufbrezeln.

Viele Grüße,
Maik


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Farnheim
17.12.2020, 16:19

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Review: Das neue LEGO®-City-Straßenplattensystem (ACHTUNG ÜPPIG)

Dirk1313 hat geschrieben:

wie man dieses System am schlauesten für einen MoRaSt-Modulzusammenzimmern könnte


Na, da könnteste doch mal eben was nachschieben. Eine Monorail-Straßenbahn neben den neuen Straßenplatten
(Ja, ok, mit den Kurven wirds schwierig)


Probieren könnte man da was. In der Tat. Für Kurven wüsste ich aber noch keine (praktikable) Lösung.


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