Kosmotekt
Dienstag, 15:57

+33Neues vom Mobilkran-Markt

Hallo Klötzchenbauer,
jetzt hab ich die ganze Zeit verzweifelt mit mir gerungen, und es doch nicht geschafft, mich zu wehren – wie scheinbar bei allen männlichen Exemplaren mit unserem Hobby siegt irgendwann doch der Wunsch, jetzt mal einen RICHTIG großen Mobilkran zu bauen… Sei’s drum, und auf geht’s!

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Am Haken war ich wohl zuerst bei dem inzwischen achtjährigen Austausch zum sich in mehreren Versionen entwickelnden Grove GMK-6400 auf Eurobricks von Blakbird (Topic 99748), dann bei Frengi’s achtachsigen Hybrid aus 42009 und Grove auf Doctor-Brick.de von 2015 („Und noch ein 42009-Umbau“) und natürlich dem unerreichbaren Shine Yu’s Giant Crane. Da ich die GMK-6400 MOC-Version Mark 1 von Gerger mit einer Einzelradaufhängung und -federung und offenen Differentialen an allen Achsen trotz der bekannten Problemchen mit dem Spurhalten technisch so herrlich maßlos fand, sollte es das als Grundlage sein... Also besteht der Unterwagen jetzt weitgehend aus dem MOC von Gerger, allerdings erweitert von 6 auf 8 Achsen, 1-7 davon angetrieben mit 2 XL-Motoren und 6 davon gelenkt (1, 2, 5, 6, 7, 8). Gerger’s intelligenter modularer Aufbau der Antriebseinheiten pro Achse und der Stützeneinheiten macht die Erweiterung tatsächlich relativ unkompliziert.

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Da die zusammengesetzten Einheiten sich mit ein paar Verstärkungen schon gut selber tragen, bekam der Unterwagen eine durchgehende homogene Abdeckplatte, die nur an 4 Punkten befestigt ist, quasi nur aufgelegt und fixiert, um darunter nochmal bei Bedarf schnell ranzukommen.

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Die Räder sind gedreht auf den Achsen und machen den Kran so etwa 4 Noppen breiter. Die Schutzbleche sind auch des Zugriff wegen lediglich auf halbe Pins angesteckt, was bei einem ferngesteuerten Modell aber stabil genug ist.

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Das Führerhaus, frei einem Grove-Design nachempfunden und nur mit 4 Pins am Rahmen gehalten, wird deutlich höher, breiter und tiefer als beim Original, das macht Platz für eine anständige (beleuchtete) Inneneinrichtung, Fenster vorn und mitlaufende wuchtige Motornachbildung, trotz der ganzen Kabelage und des Batteriekastens (der auf einer Lochbalken-Führung nur gleitend versenkt ist, wie auch hinten im Kran). Das Dach deutet wie beim Grove die vertiefte Kontur in der Mitte für die Kranarmaufnahme an. Dass die IR-Empfänger optisch verschwinden und nicht völlig frei sitzen, stört im Betrieb kaum.

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Hinter dem Motorraum ist eine Wartungsklappe für die Stützeneinheit, die den Blick auf die Motorraumventilatoren freigibt.

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Also insgesamt eine 2 Achsen längere, völlig neu verkleidete Version, die, finde ich, auch schon ohne Superstructure ziemlich gut aussieht. Die Räder wirken natürlich jetzt einen Tick kleiner. Die Stützen haben zwar kaum Reichweite, fahren aber im Vergleich zum 42009 herrlich unbeeindruckt aus und runter.

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Für den GMK 6400 MOC hatte Cristophe Moittie schon einen passenden Kranarm entworfen. Der ist hier wegen der Achserweiterung (im Effekt vor und nach dem Drehkranz) um ein 11er-Segment erweitert, fährt also noch weiter aus als sowieso schon (etwa 1,60m), und braucht nun etwa 5 Meter (schön metallisch aussehendes) Kabel. (Wie dreht man das Bild hier eigentlich?)

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Das Krangehäuse hinten ist mit Frames ziemlich stabil nach hinten erweitert für einen nun ausreichenden Hebel durch die zwei vollen Batterieboxen (eine für Motoren, eine für Krankabinenlicht und seitliches kräftiges Arbeitslicht), und wird über insgesamt 7 Rädchen auf der in dieser Version gleichmäßig flächigen Abdeckung geführt.

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Jetzt war auch Platz für einen zusätzlichen Motor zum Kippen der Kranfahrerkabine, der mehrfach kräftig untersetzt und 90° umgelenkt an der Seite auf einen Mini-Aktuator wirkt und am gleichen Kanal wie die Hebeaktuatoren des Kranarms hängt, also langsam synchron mit dem Heben des Kranarms mitfährt. Man kann ihn über einen Switch aber auch weg-/ abschalten.

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Auch hinten ist die Gehäuseabdeckung nur von 4 Pins gehalten für bessere Wartung.

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Auf der Oberseite ist ein Wartungsdeckel versteckt, den man mit dem Hilfsaggregatauspuff öffnen kann, um schnell auf die Batterieschalter und den Kippfunktionsschalter zuzugreifen.

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Jetzt noch schnell die meisten Technic-Löcher verkleiden, ein paar Aufkleber aus der Kiste zweckentfremden – würde sagen, fertig!

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Das einzige, was noch vorbereitet für später in der Kiste liegt, ist ein klobigerer Ersatzaktuator nach dem MOC von Motomatt, der den Kranarm weniger mühsam und fast 90° anstellen kann (ist auf dem oberen Puzzlebild zu sehen). Der kommt dann dran, wenn ich zuviel Mitleid bekomme mit den arg ächzenden Aktuatoren. Vorteil ist in jedem Fall schon jetzt der Betrieb mit den Eisenbahnfernbedienungen, die die Motoren sanfter anfahren lassen, für Kranarm-Aktuatoren und die belastete Lenkung und den Vortrieb.
Hoffe, er gefällt etwas und regt an - wenn auch Kräne nun wirklich nicht mehr originell sind und es darüberhinaus auch überhaupt keinen achtachsigen Grove gibt… Egal, weiterhin fröhliches Klötzchenstapeln!


Schönen Gruß, der Kosmotekt


Micha2
Mittwoch, 00:38

Als Antwort auf den Beitrag von Kosmotekt

Re: Neues vom Mobilkran-Markt

Wow - fettes Teil!
Toll gebaut und auch toll beschrieben.

Gibt's ein Video?



Kosmotekt
Mittwoch, 10:13

Als Antwort auf den Beitrag von Kosmotekt

Re: Neues vom Mobilkran-Markt

Danke für die Blumen. Bin ja ziemlicher Videomuffel, muss mal schauen, ob nach der Weihnachtspause nochmal Zeit ist...


Schönen Gruß, der Kosmotekt


Valarian
gestern, 08:31

Als Antwort auf den Beitrag von Kosmotekt

Re: Neues vom Mobilkran-Markt

Seeehr cool, einfach mal hemmungslos nen Kran gebaut. So muss das!

Gruß, Valarian



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