Dirk1313
13.07.2021, 15:00

Editiert von
Dirk1313
14.07.2021, 12:40

+16Set Review: 10279 VW T2 Camper

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10 Jahre nach Erscheinen des VW T1 Bus, erscheint nun die zweite Version des legendären Bulli. Das Set kostet 160 Euro und hat 2207 Teile (beim T1 lag der UVP 100 Euro bei 1332 Teilen). Wieder ist es eine Camper-Version, der T2 „Berlin“ von Westfalia mit Aufstelldach in Zweifarblackierung (Weiß / Medium Azur). Dazu gibt es noch passende Klappstühle die auf dem Dach verstaut werden und ein Surfboard.

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Zwischen beiden Modellen hat sich viel geändert. Wurde der T1 noch weitgehend „Stein auf Stein“ oder „Studs on Top“ gebaut, sind die Bautechniken beim T2 deutlich aufwändiger. Alle Außenwände sind weitgehend gefliest und gesnottet („Studs not on Top). Außerdem wurden einige Funktionen eingebaut: So läßt sich die Vorderachse sowohl über das Lenkrad, als auch durch Drehen am Ersatzreifen lenken. Eine tolle Funktion, nur leider läßt der mögliche Lenkeinschlag zu wünschen übrig.

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Die Schiebetür ist ebenfalls sehr clever gebaut und öffnet durch einen Druck auf einen versteckten Knopf auf der Unterseite. Sie läßt sich dann von Hand nach hinten schieben. Das Aufstelldach wurde mit einem sehr aufwändigen Mechanismus umgesetzt - u.a. ist ein Federelement verbaut.

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Aber nochmal einen Schritt zurück. Die Anleitung des 18+, vormals Creator Expert, Set ist NICHT auf schwarzem Hintergrund gedruckt und vermittelt ein paar Informationen zum Vorbild. Auch die Funtionen bzw. Highlights des Modells werden aufgezeigt: Surfboard, luftgekühlter Boxermotor, klappbare Motor- und Kofferraumdeckel, Stoffgardinen, aufklappbares Campingdach, Campingausstattung (dazu später mehr), Kapptisch, zum Bett umklappbare Rückbank, funktionierende Steuerung, Schiebetür, zu öffnende Fahrerkabinentüren und die Campingstühle.

Designer Sven Frantic stellt sich ebenfalls vor, er ist selbst begeisterter Bulli-Fahrer und kommentiert in der Pressemitteilung von LEGO:
"Obwohl der Volkswagen Camper in unserer LEGO Autosammlung kein Unbekannter ist, bringt diese neueste Version noch mehr Freude für LEGO Baumeister. Der sorgfältig ausgestattete Innenraum wird erfahrene Camper und Abenteurer gleichermaßen begeistern, während das auffällige Äußere mit dem Aufstelldach eine technische Meisterleistung ist, genau wie das Original."

Der Bau des Sets teilt sich auf elf Bauabschnitte auf, beim T1 waren die Tüten ohne Nummerierung.

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Auf den Seiten mit den Bauschritten werden ab und an einige Fakten zum T2 eingestreut und gleich zu Anfang auch der Hinweis auf den VW Käfer von 2008, dem ersten maßstabsgetreuen Creator Fahrzeug welches nach einer Umfrage unter Fans aufgelegt wurde.

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LEGO bleibt sich auch bei diesem Modell mit seiner bunten Farbwahl im Unterbau treu, ich halte es aber für leicht verschmerzbar und später komplett unsichtbar. Leider hat man aber auch im Innenraum einige Fehler in der Farbgebung eingebaut - dazu später mehr. Der Bau beginnt mit der Bodengruppe (Chassis) sowie anschließend der lenkbaren Vorderachse.

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Danach wird gesnottet was das Zeug hält; der Rahmen für die Karosserie entsteht. Durch die Bauweise lassen sich auch die abgerundeten Ecken am Heck des Fahrzeugs gut darstellen.

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Bedruckt sind in diesem Set nur wenige Teile wie z.B. die Lüftungsgitter auf den Slopes. Leider sind Tankdeckel und Lüftungsschlitze an der Front mit Aufklebern realisiert. Das wäre verschmerzbar, wenn die Aufkleber tranparent auf den blauen Fliesen angebracht wären. Da sie aber auf einem ganz anderen Blaufarbton gedruckt sind, fällt der Aufkleber sofort auf. Schade.

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Die Aufhängung für die Schiebetür ist vorbildgerecht umgesetzt. Zum Einbau der Fenster ist nun ein Wechsel der Baurichtung erforderlich, danach wird aber weiter gesnottet.

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Nun machen wir uns an den Innenausbau mit dem es ebenfalls viel Spaß gibt.
Zuerst wird die zur Liegefläche umklappbare „Rock-n’Roll“ Rückbank eingesetzt. Auch hier ließe sich einiges verbessern, dazu am Ende des Artikels ein paar Tipps.

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Eine ganze Küche mit Gaskochfeld, Spüle und Kühlschrank wird eingebaut - natürlich auch gesnottet. Nur die Gasflasche steht senkrecht hinter der Schranktür. Die Küchenzeile ist sehr detailliert und sowohl der gefüllte Kühlschrank als auch der Schrank mit der Gasflasche lassen sich öffnen.

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Der an der Küchenzeile befestigte Tisch läßt sich hochklappen und zur Seite schwenken.

Soviel Detail gab es im T1 noch nicht, dafür gab es aber einen Kleiderschrank den ich im Modell des T2 vermisse - auch hierzu später mehr..

Aufgefallen sind mir diese grünen Pins [UPDATE] - hierbei handelt es sich um ein neues Design!

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Bei der Windschutzscheibe handelt es sich um ein neues Element (5 x14 x3 Noppen), ebenso bei den Reifen (49,5 x 14) und der Plate Modified 1 x 1 with Handles on Ends - Closed Ends. Einige Elemente dürften in der Farbe Medium Azur neu sein wie z.B. Tile, Modified 2 x 2 with Studs on Edge, Arch 1 x 3 x 3, Arch 1 x 3 x 2 Inverted, Brick Modified 1 x 4 with Groove, Plate Round Corner 3 x 3 with 2 x 2 Cutout und natürlich die Radkappen mit aufgedrucktem VW Logo: Plate, Round 2 x 2 with Rounded Bottom (Boat Stud) in Metallic Silver. Die Liste dürfte nicht vollständig sein, das überlasse ich den Experten von New Elementary.

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Nun wird es Zeit den luftgekühlten Boxermotor hinten in den Motorraum einzusetzen. Anschließend werden Lenkrad und Lenksäule mit der Vorderachse verbunden. Inzwischen hat die Karosserie Form und Farbe angenommen - eine schöne Zweifarblackierung. Nun wir die Front vorbereitet - leider sind hier die Lüftungsgitter nur aufgeklebt und der Farbton der Karosserie wird nicht richtig getroffen, schade. Dafür können die silbernen Radkappen mit aufgedrucktem VW Logo überzeugen - Klasse und viel besser als beim T1 sind auch die verwendeten Reifen!

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Als nächstes wird das Klappdach gebaut, mit dem aufwändigen Klappmechanismus in dem sogar ein Federelement verbaut ist.

Fertig ist das Fahrzeug welches wir nun noch mit typischen „Flower-Power“ Stickern verschönen können - erinnert mich irgendwie an die Pril-Blumen aus den 70ern.

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Der Wagen muss den Vergleich mit seinem Vorbild nicht scheuen, zuerst dachte ich das Dach sei zu kantig - wenn man sich aber die Westfalia-Umbauten ansieht dann passt es schon. Die Funktionen gehören für mich zu den Highlights, insbesondere die Lenkung über das Reserverad und das Öffnen der Schiebetür mit den kleinen Taster unter dem Chassis. Nette Extras sind das Surfboard und vor Allem die Klappstühle.

Im direkten Vergleich mit dem T1 wird deutlich, dass der Maßstab deutlich anders ist, das Fahrzeug ist viel Größer, im Original sind beide fast gleich groß.

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Aber mit dem Fiat 500 harmoniert der neue Bulli sehr gut - und mit den Scala Figuren von LEGO sowieso :-)

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Für Bulli-Fans ist das Set ein Must-Have und für Creator Auto Sammler sowieso.

Und da ich ja nun einige Kritikpunkte hatte, habe ich die hier gleich mal „behoben“.

1. Für mich gehören an ein Auto immer Scheibenwischer, daher habe ich hier einen Lösungsvorschlag.

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2. Den Tankdeckelaufkleber habe ich durch eine Variante die auf transparente Folie gedruckt ist ersetzt (bestimmt bietet bald jemand bedruckte Teile an)

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3. Das Kennzeichen vorne habe ich ebenfalls durch eine eigene Variante ersetzt
4. Leider hat man für die Innenverkleidung auf der in Fahrtrichtung rechten Seite wohl auf Standard-Teileregal zurückgegriffen. Das läßt sich mit ein paar Ersatzteilen in beige leicht richten - auch noch nachträglich

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5. Das Fenster in der Heckklappe sitzt auf gelben statt beigen Lampensteinen - das läßt sich auch leicht ändern.

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6. Die Rückbank hat, wenn man sie ausklappt, einen unschönen Spalt in der Liegefläche und läßt sich auch nicht weit genug nach vorne schieben um die Liegefläche zu vergrößern, hier habe ich zwei Hinge-Plates eingebaut.

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7. Außerdem habe ich in den Laderaum hinter der Sitzbank ein farblich passendes Polster gelegt

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8. Der fehlende Kleiderschrank kann auch leicht ergänzt werden - aber vorsicht: das Dach wird oben eingeschoben daher muss etwas Platz bleiben.

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9. Mir persönlich gefallen die Frontscheinwerfer nicht, ich mag die schrägstehenden aufgesetzten Scheinwerfer mit „Dishes“ nicht. Einerseits müssen die Scheinwerfer gerade nach vorne orientiert sein und andererseits mag ich die Noppe auf dem Dish nicht. Daher habe ich mich für eine eigene Variante entschieden, die der des LEGO T1 ähnelt - Geschmacksache.

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So, jetzt noch was für Bulli-Kenner. Wie man an der Lage der Frontblinker (unten) und auch am Kennzeichen (H-T02A) erkennen kann, handelt es sich um ein Modell der ersten Serie des T2 (A-Serie). Die im Modell dargestellte Inneneinrichtung „Westfalia Berlin“ war jedoch erst für das B-Modell ab 1976 verfügbar, ließ sich aber auch im A-Modell nachrüsten.

Ich hoffe Euch hat mein ausführlicher Bericht gefallen.

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Viele Grüße
Dirk - Mail

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Events 2021: BricksLA (9-10.1.) - Brickvention (16.-17.1.) - PdC Online Fanweekend (19.-20.06.) - Skaerbaek Fanweekend (25.-26.09.) - SteinCHenWelt (09.-10.10.) - BrickingBavaria (05.-07.11.)


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Dirk1313
13.07.2021, 16:42

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Editiert von
Dirk1313
13.07.2021, 17:27

Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper - der grüne Pin…

…wird quasi unsichtbar verbaut und ist ein neues Element-Design:
6301284

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Viele Grüße
Dirk - Mail

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Mylenium
13.07.2021, 17:03

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Der Pin ist ein komplett neues Design, wie's aussieht. Ansonsten eben ein paar Teile in neune Farbvarianten bei anderen Teilen.

Mylenium


https://myleniumsbrickcorner.wordpress.com


Seeteddy
13.07.2021, 17:26

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Hi Dirk,

danke für die ausführliche Vorstellung des neuen VW-Bulli.

Was mir bei diesem Set absolut missfällt ist die komplette Front, die dem Vorbild so gar nicht ähneln will.
Den größten Fauxpas* hast du ja schon behoben, nämlich die nach außen schielenden Scheinwerfer; richtig erkannt, die müssen absolut gerade in Fahrtrichtung schauen.

Was mich aber mindestens ebenso fuchst, ist die komplett gebogene Front, auch da, wo das charakteristische Lätzchen (oder Keks, wenn ihr es so nennen wollt) prangt.
Da müssen die gebogenen Slopes dringend raus! Von unterhalb des weißen Streifens, der die Biegung noch gut verträgt, bis zur Unterkante der Scheinwerfer, die ebenfalls außen etwas überstehen dürfen, würde es viel authentischer wirken, wenn da eben eine kleine Kante übersteht. An den oberen Ecken würde ich mal 1x1 Viertelkreis Fliesen probieren und unten ist es ja eh rund, an den Scheinwerfern. Das Teil meiner Wahl für die Chromringe der Scheinwerfer wären vermutlich die Teile aus dem Set 5571, welche LEGO ja leider seit Jahren nicht mehr herstellt.

Mein persönliches Fazit: Bevor ich mir diesen VW-Bus kaufe, hole ich mir lieber noch einen vierten 911er (da hab' ich noch einige schöne Ideen).

Trotzdem hat mir natürlich deine Präsentation (mit den Scala Figuren) ausgesprochen gut gefallen.

kreative Grüße
Klaus

* benannt nach dem französischen Fußballspieler Pascal Faux, dessen Pässe stets ins Leere gingen oder direkt beim Gegner landeten.


In Internetforen wimmelt es nur so von fehlerhaften Zitaten.

Johann Wolfgang von Goethe


911er
13.07.2021, 17:46

Als Antwort auf den Beitrag von Seeteddy

+1Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Seeteddy hat geschrieben:

Hi Dirk,

Mein persönliches Fazit: Bevor ich mir diesen VW-Bus kaufe, hole ich mir lieber noch einen vierten 911er (da hab' ich noch einige schöne Ideen).

kreative Grüße
Klaus

Genau das dachte ich mir auch
Lg Jo(911er)


Innovation ist die Fähigkeit, Veränderung als Chance und nicht als Bedrohung anzusehen. Steve Jobs


tastenmann gefällt das


Paulibaer
13.07.2021, 18:08

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Tolle Vorstellung, Danke!

Wie bei der Winkelgasse macht Lego auch in diesem Set den Fehler, Aufkleber nicht transparent zu drucken sondern einfach mal im anderen Farbton dazuzupacken. Da muss man sich auch dann selbst welche auf transparentes Vinyl drucken. Ich kann ja die Logistikprobleme mit bedruckten Steinen verstehen, aber bei so teuren Sets wundert mich das immer.

Kannst du deine Verbesserungen dem Designer nochmal zurückgeben und sagen, dass sie die so in die Serie übernehmen sollen? Ich habe die ganzen Austauschsteine, die du verwendet hast leider nicht mal so eben bei mir rumliegen.

Vielleicht kaufe ich mir das Set, aber so richtig überzeugend ist es nach dem Review für mich nicht. Übrigens, die Winkelgasse habe ich dann doch gekauft und habe die Aufkleber nicht angebracht



Thomas52xxx
13.07.2021, 18:42

Als Antwort auf den Beitrag von Seeteddy

+4Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Seeteddy hat geschrieben:

Was mir bei diesem Set absolut missfällt ist die komplette Front, die dem Vorbild so gar nicht ähneln will.

Da bin ich absolut bei Dir.
Die google-Bildersuche hat ein MOC hervorgebracht, dass mir diesbezüglich deutlich besser gelungen scheiten. Leider komme ich nicht auf die zugehörige Seite und andere Fotos dieses Modells habe ich auch nicht gefunden.

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Auch der hier ist m.E. besser:

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Sandblasted VW T2 bodywork by Norton74, auf Flickr

Auch das Hochdach mit den Kurvenslopes geht m.E. so nicht. Das ist beim Original, Dirk hat ja die Fotos mitgeliefert, eher noch etwas stärker als die Scheibe geneigt.

Hier übrigens ein T2a, der dem Lego-Modell recht nahe kommt. Natürlich mit dem vorne angeschlagenen Hochdach. Hier übrigens eine Farbpalette zum T2a von 1970. Die knalligen Farben kamen erst später.

Schade, denn einige Detaillösungen sind absolut fantastisch. Das wird jetzt alles von Bedenkenträgern wie mir zerredet. Von jemandem, der sich schon ewig kein großes Fahrzeugmodell mehr gekauft hat.


Gruß
Thomas

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Legomichel
13.07.2021, 18:53

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Dirk1313 hat geschrieben:

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10 Jahre nach Erscheinen des VW T1 Bus, erscheint nun die zweite Version des legendären Bulli. Das Set kostet 160 Euro und hat 2207 Teile (beim T1 lag der UVP 100 Euro bei 1332 Teilen). Wieder ist es eine Camper-Version, der T2 „Berlin“ von Westfalia mit Aufstelldach in Zweifarblackierung (Weiß / Medium Azur). Dazu gibt es noch passende Klappstühle die auf dem Dach verstaut werden und ein Surfboard.

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Zwischen beiden Modellen hat sich viel geändert. Wurde der T1 noch weitgehend „Stein auf Stein“ oder „Studs on Top“ gebaut, sind die Bautechniken beim T2 deutlich aufwändiger. Alle Außenwände sind weitgehend gefliest und gesnottet („Studs not on Top). Außerdem wurden einige Funktionen eingebaut: So läßt sich die Vorderachse sowohl über das Lenkrad, als auch durch Drehen am Ersatzreifen lenken. Eine tolle Funktion, nur leider läßt der mögliche Lenkeinschlag zu wünschen übrig.

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Die Schiebetür ist ebenfalls sehr clever gebaut und öffnet durch einen Druck auf einen versteckten Knopf auf der Unterseite. Sie läßt sich dann von Hand nach hinten schieben. Das Aufstelldach wurde mit einem sehr aufwändigen Mechanismus umgesetzt - u.a. ist ein Federelement verbaut.

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Aber nochmal einen Schritt zurück. Die Anleitung des 18+, vormals Creator Expert, Set ist NICHT auf schwarzem Hintergrund gedruckt und vermittelt ein paar Informationen zum Vorbild. Auch die Funtionen bzw. Highlights des Modells werden aufgezeigt: Surfboard, luftgekühlter Boxermotor, klappbare Motor- und Kofferraumdeckel, Stoffgardinen, aufklappbares Campingdach, Campingausstattung (dazu später mehr), Kapptisch, zum Bett umklappbare Rückbank, funktionierende Steuerung, Schiebetür, zu öffnende Fahrerkabinentüren und die Campingstühle.

Designer Sven Frantic stellt sich ebenfalls vor, er ist selbst begeisterter Bulli-Fahrer und kommentiert in der Pressemitteilung von LEGO:
"Obwohl der Volkswagen Camper in unserer LEGO Autosammlung kein Unbekannter ist, bringt diese neueste Version noch mehr Freude für LEGO Baumeister. Der sorgfältig ausgestattete Innenraum wird erfahrene Camper und Abenteurer gleichermaßen begeistern, während das auffällige Äußere mit dem Aufstelldach eine technische Meisterleistung ist, genau wie das Original."

Der Bau des Sets teilt sich auf sechs Bauabschnitte auf, beim T1 waren die Tüten ohne Nummerierung.

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Auf den Seiten mit den Bauschritten werden ab und an einige Fakten zum T2 eingestreut und gleich zu Anfang auch der Hinweis auf den VW Käfer von 2008, dem ersten maßstabsgetreuen Creator Fahrzeug welches nach einer Umfrage unter Fans aufgelegt wurde.

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LEGO bleibt sich auch bei diesem Modell mit seiner bunten Farbwahl im Unterbau treu, ich halte es aber für leicht verschmerzbar und später komplett unsichtbar. Leider hat man aber auch im Innenraum einige Fehler in der Farbgebung eingebaut - dazu später mehr. Der Bau beginnt mit der Bodengruppe (Chassis) sowie anschließend der lenkbaren Vorderachse.

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Danach wird gesnottet was das Zeug hält; der Rahmen für die Karosserie entsteht. Durch die Bauweise lassen sich auch die abgerundeten Ecken am Heck des Fahrzeugs gut darstellen.

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Bedruckt sind in diesem Set nur wenige Teile wie z.B. die Lüftungsgitter auf den Slopes. Leider sind Tankdeckel und Lüftungsschlitze an der Front mit Aufklebern realisiert. Das wäre verschmerzbar, wenn die Aufkleber tranparent auf den blauen Fliesen angebracht wären. Da sie aber auf einem ganz anderen Blaufarbton gedruckt sind, fällt der Aufkleber sofort auf. Schade.

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Die Aufhängung für die Schiebetür ist vorbildgerecht umgesetzt. Zum Einbau der Fenster ist nun ein Wechsel der Baurichtung erforderlich, danach wird aber weiter gesnottet.

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Nun machen wir uns an den Innenausbau mit dem es ebenfalls viel Spaß gibt.
Zuerst wird die zur Liegefläche umklappbare „Rock-n’Roll“ Rückbank eingesetzt. Auch hier ließe sich einiges verbessern, dazu am Ende des Artikels ein paar Tipps.

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Eine ganze Küche mit Gaskochfeld, Spüle und Kühlschrank wird eingebaut - natürlich auch gesnottet. Nur die Gasflasche steht senkrecht hinter der Schranktür. Die Küchenzeile ist sehr detailliert und sowohl der gefüllte Kühlschrank als auch der Schrank mit der Gasflasche lassen sich öffnen.

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Der an der Küchenzeile befestigte Tisch läßt sich hochklappen und zur Seite schwenken.

Soviel Detail gab es im T1 noch nicht, dafür gab es aber einen Kleiderschrank den ich im Modell des T2 vermisse - auch hierzu später mehr..

Aufgefallen sind mir diese grünen Pins [UPDATE] - hierbei handelt es sich um ein neues Design!

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Bei der Windschutzscheibe handelt es sich um ein neues Element (5 x14 x3 Noppen), ebenso bei den Reifen (49,5 x 14). Einige Elemente dürften in der Farbe Medium Azur neu sein wie z.B. Tile, Modified 2 x 2 with Studs on Edge, Arch 1 x 3 x 3, Arch 1 x 3 x 2 Inverted, Brick Modified 1 x 4 with Groove, Plate Round Corner 3 x 3 with 2 x 2 Cutout und natürlich die Radkappen mit aufgedrucktem VW Logo: Plate, Round 2 x 2 with Rounded Bottom (Boat Stud) in Metallic Silver. Die Liste dürfte nicht vollständig sein, das überlasse ich den Experten von New Elementary.

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Nun wird es Zeit den luftgekühlten Boxermotor hinten in den Motorraum einzusetzen. Anschließend werden Lenkrad und Lenksäule mit der Vorderachse verbunden. Inzwischen hat die Karosserie Form und Farbe angenommen - eine schöne Zweifarblackierung. Nun wir die Front vorbereitet - leider sind hier die Lüftungsgitter nur aufgeklebt und der Farbton der Karosserie wird nicht richtig getroffen, schade. Dafür können die silbernen Radkappen mit aufgedrucktem VW Logo überzeugen - Klasse und viel besser als beim T1 sind auch die verwendeten Reifen!

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Als nächstes wird das Klappdach gebaut, mit dem aufwändigen Klappmechanismus in dem sogar ein Federelement verbaut ist.

Fertig ist das Fahrzeug welches wir nun noch mit typischen „Flower-Power“ Stickern verschönen können - erinnert mich irgendwie an die Pril-Blumen aus den 70ern.

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Der Wagen muss den Vergleich mit seinem Vorbild nicht scheuen, zuerst dachte ich das Dach sei zu kantig - wenn man sich aber die Westfalia-Umbauten ansieht dann passt es schon. Die Funktionen gehören für mich zu den Highlights, insbesondere die Lenkung über das Reserverad und das Öffnen der Schiebetür mit den kleinen Taster unter dem Chassis. Nette Extras sind das Surfboard und vor Allem die Klappstühle.

Im direkten Vergleich mit dem T1 wird deutlich, dass der Maßstab deutlich anders ist, das Fahrzeug ist viel Größer, im Original sind beide fast gleich groß.

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Aber mit dem Fiat 500 harmoniert der neue Bulli sehr gut - und mit den Scala Figuren von LEGO sowieso :-)

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Für Bulli-Fans ist das Set ein Must-Have und für Creator Auto Sammler sowieso.

Und da ich ja nun einige Kritikpunkte hatte, habe ich die hier gleich mal „behoben“.

1. Für mich gehören an ein Auto immer Scheibenwischer, daher habe ich hier einen Lösungsvorschlag.

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2. Den Tankdeckelaufkleber habe ich durch eine Variante die auf transparente Folie gedruckt ist ersetzt (bestimmt bietet bald jemand bedruckte Teile an)

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3. Das Kennzeichen vorne habe ich ebenfalls durch eine eigene Variante ersetzt
4. Leider hat man für die Innenverkleidung auf der in Fahrtrichtung rechten Seite wohl auf Standard-Teileregal zurückgegriffen. Das läßt sich mit ein paar Ersatzteilen in beige leicht richten - auch noch nachträglich

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5. Das Fenster in der Heckklappe sitzt auf gelben statt beigen Lampensteinen - das läßt sich auch leicht ändern.

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6. Die Rückbank hat, wenn man sie ausklappt, einen unschönen Spalt in der Liegefläche und läßt sich auch nicht weit genug nach vorne schieben um die Liegefläche zu vergrößern, hier habe ich zwei Hinge-Plates eingebaut.

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7. Außerdem habe ich in den Laderaum hinter der Sitzbank ein farblich passendes Polster gelegt

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8. Der fehlende Kleiderschrank kann auch leicht ergänzt werden - aber vorsicht: das Dach wird oben eingeschoben daher muss etwas Platz bleiben.

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9. Mir persönlich gefallen die Frontscheinwerfer nicht, ich mag die schrägstehenden aufgesetzten Scheinwerfer mit „Dishes“ nicht. Einerseits müssen die Scheinwerfer gerade nach vorne orientiert sein und andererseits mag ich die Noppe auf dem Dish nicht. Daher habe ich mich für eine eigene Variante entschieden, die der des LEGO T1 ähnelt - Geschmacksache.

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So, jetzt noch was für Bulli-Kenner. Wie man an der Lage der Frontblinker (unten) und auch am Kennzeichen (H-T02A) erkennen kann, handelt es sich um ein Modell der ersten Serie des T2 (A-Serie). Die im Modell dargestellte Inneneinrichtung „Westfalia Berlin“ war jedoch erst für das B-Modell ab 1976 verfügbar, ließ sich aber auch im A-Modell nachrüsten.

Ich hoffe Euch hat mein ausführlicher Bericht gefallen.

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Wie ich das jetzt so sehe sind die vorderen Blinker verkehrt angesetzt.


Wenn ich meine restlichen Steine nicht mehr finde,dann ziehe ich meine Schuhe aus.
Befreit die Minifiguren aus Tüten und Schachteln,sie danken es euch.
:-)
Gruß Michael - Legomichel


Thomas52xxx
13.07.2021, 18:58

Als Antwort auf den Beitrag von Legomichel

+9Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Legomichel hat geschrieben:

Wie ich das jetzt so sehe sind die vorderen Blinker verkehrt angesetzt.

Bitte beschränke künftig ein Zitat auf das zum Verständnis notwendige. Danke.

Es gibt den T2a (August 1967 bis Juli 1971) und den T2b (August 1972 bis Juli 1979) sowie ein Zwischenmodell. Die beiden unterwscheiden sich optisch auf den ersten Blick durch die Lage der Blinker vorne sowie die Größe der Rückleuchten.


Gruß
Thomas

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Lok24
13.07.2021, 19:00

Als Antwort auf den Beitrag von Thomas52xxx

Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Thomas52xxx hat geschrieben:

Auch das Hochdach mit den Kurvenslopes geht m.E. so nicht. Das ist beim Original, Dirk hat ja die Fotos mitgeliefert, eher noch etwas stärker als die Scheibe geneigt.

Ja, das gefällt mir auch gar nicht, ist das was Dirk wohl mit "kantig" meinte.
Es sollte eine fließende Linie sein, und wenn schon Knick dann nach hinten und nicht nach oben.
Den Rest finde ich weitaus gelungener als die von Dir gezeigten Beispiele.



tastenmann
13.07.2021, 19:21

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review: 10279 VW T2 Camper

Hallo

danke für das Review, bei den Scala Figuren musste ich doch schmunzeln.
Die Verbesserungen sind super und nachvollziehbar, das hätte ich eigentlich schon von Hause aus so erwartet (ich glaube ich erwarte zu viel...).

Was mir aber am meisten missfällt, ist die Front und der Übergang zum Dach. Das sieht total deformiert aus und passt so gar nicht zum original.
Das geht besser!

Gruß
Tastenmann


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