Zypper
09.04.2019, 17:14

+20Team Zypper unterwegs: Dobar dan aus Zagreb!

Dobar dan und Guten Tag zusammen!

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Eine Direktverbindung per EuroCity ermöglichte mir und meinem Team eine bequeme und komfortable Anreise Richtung Balkan. Leider nicht am Donnerstag, sondern erst am Freitag. Warum auch immer verkehrte der EC nicht an meinem Wunschreisetag, und mit Mary Poppins wollte ich nicht zwischendurch dreimal den Zug und den Bahnsteig und anschließend das Hemd wechseln …

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Zwischendurch mussten die Jungs mal Luft schnappen. Dann und wann gab es einen kleinen Aufenthalt während der insgesamt über 11 Stunden Fahrt.

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Die Aussicht auf der Tauernbahn ist sehr beeindruckend … nicht nur, wenn man aus dem Flachland kommt.

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Nebenbei: Das konnte kein Zufall sein. Den in Salzburg lebenden Autor, ein sehr netter, zivilisierter Mensch, habe ich im Frühjahr 2007 nebst seiner Gattin über den Berliner Hauptbahnhof führen dürfen, als dieser zu Recherchezwecken für sein Buch in die deutsche Hauptstadt gekommen war. Zumindest war ich nun auf die Grenzkontrolle vorbereitet, die dann tatsächlich stattfand … Der Grenzer wollte unter anderem wissen, was ich da in dem Riesenkoffer mitschleppe … ob er mir meine „Ausrede“ geglaubt hat, weiß ich jedoch nicht.

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Sodele, endlich da. Die Messe Zagreb war die zu ihrer Zeit die modernste und größte des gesamten Ostblocks und daher nicht zu Unrecht der ganze Stolz der Stadt. Heute genügt sie leider nicht mehr internationalen Ansprüchen. Wenn man drin ist, begreift man sofort, warum.

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Relikte der Vergangenheit stehen zum Nachbau jederzeit bereit. Hier würde sich eine breitflächige Verwendung von Lampensteinen anbieten, gell?

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Zum Thema: Ich kam erst am Samstag in der Frühe dazu, meine Sachen aufzubauen, denn am Freitag wäre es zu spät geworden. So stieß ich an meinem Ankunftstag im Foyer des Hotels International auf eine fröhlich zechende Runde von AFOL aus aller Welt und gesellte mich durstig zu ihnen ...

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Das gewohnte Bild an meinem Stand bot sich schon bald auch in der Hauptstadt Kroatiens.

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Beliebter Treffpunkt einer jeden Ausstellung …

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Einen dicken Pluspunkt aus meiner Sicht verbuchten die Veranstalter durch den Umstand für sich, dass sie an jedem Mittag eines Ausstellungstages für ein warmes Büffet vom Feinsten gesorgt hatten. Auch am Abbautag gab es um 20 Uhr noch mal eine neues, frisches, warmes Dinner mit leckersten Spezialitäten aus der Region.

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Es versteht sich, dass man das nicht trocken runterwürgen musste.

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Dieses Teilchen bestätigt jedes Vorurteil, das man mit den Begriffen „fett und süß“ verbindet. Es wurde am Sonntag morgen gereicht.

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Und hier wartet schon der Nachschub. Normalerweise verliere ich bei einer Ausstellung teilweise erheblich an Gewicht.

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In Zagreb war das beim besten Willen einfach nicht möglich. Eher das Gegenteil ist eingetreten, leider … Kann man doch nicht verkommen lassen, das alles, oder?

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Im Willkommens-Stoffbeutel mit dem Veranstaltungsemblem fanden sich neben einem T-Shirt mit Logo, einem Kühlschrank-Magneten und einem roten Zagreb-Herz auch ein kleines Sonder-Set: Professor Balthasar, ein Held des hiesigen Kinderfernsehens. Der kam gleich mit aufs Dach des Schießturms, auf dem es nun langsam ein wenig eng wird …

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Dieser ernsthafte nette Junge namens Pabo verbrachte annähernd zwei Stunden an meinem Stand und verbiss sich regelrecht in das Spiel mit dem Quadratbilden …

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… aber welche Freude, wenn das Gelingen dann alle Spannung löst und Pabo plötzlich lächelt! Wenn ich mit meinen (zugegeben nicht mehr ganz taufrischen) Spielen immer noch so etwas Kostbares wie ein Lächeln erzeugen kann, dann, ja dann hat sich jeder noch so weite Weg gelohnt.

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Omar aus Italien pflegt dieses Herz jeden Mit-AFOL in die Hand zu drücken und sich mit denselben ablichten zu lassen. Was natürlich das Team Zypper auf den Plan ruft.

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Auf geht’s also zu einem subjektiven Rundgang. Es fing mit einem DJ-Konzert schon mal nicht eben leise an. Die Musik war übrigens zum Teil echt: Zu sehen ist der Stand eines jungen Rumänen, der seine Boxen ganz schon aufgedreht hat.

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Dieses bezaubernde kleine Cottage stammt von Breda Fernell aus Irland. Bei der AFOL-Kür des schönsten MOC hab ich ihr eine meiner drei Stimmen gegeben. Es passt ins Handgepäck des Flugzeugs, mit dem sie gekommen war. Ich hatte mit Stuttgart also durchaus nicht die weiteste Anreise nach Zagreb.

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Die Künstlerin heißt Níahm Farell und stammt ebenfalls aus Irland. Ihre Mutter, die auch ausgestellt hat, ist sogar ein bisschen berühmt, ist sie doch im letzten Hispa-Brick-Magazin porträtiert worden. Es war interessant zu hören, wie man in einem Land arbeitet, in dem es weder einen LEGO Store gibt noch so was wie ein Nachbarland, in das man einfach reisen und sich eindecken könnte.

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Die CLV mit ihrer Riesenburg hatten mich schon in Verona beeindruckt. So gab es ein fröhliches, geräuschvolles Wiedersehen.

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Mein persönlicher Favorit hingegen ist dieses unscheinbare Gebilde gewesen …

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… wie ich überhaupt lieber nach den kleinen MOCs Ausschau halte.

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Szenenwechsel zum AFOL-Abend. Der nahm – sehr rustikal – in einem Restaurant im Süden der Stadt seinen Lauf – und begann schon mal recht zünftig mit einer ganzen Batterie von Hochprozentigem. Die Dame links war als persönlicher Mundschenk abgestellt. Der Baum ist übrigens echt und lebt. Wie gesagt: rustikal und sehr, sehr fleischlastig ging es zu.

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The Golden Brick Quartet. Zweiter von links ist Eduard Perac, der sich sehr um mich gekümmert und mir alle meine „Diva-Wünsche“ erfüllt hat. Beispielsweise den nach einem Einzelzimmer. Für drei Nächte im Sternehotel waren von jedem AFOL 100 Euro fällig, ich musste lediglich den Zuschlag von 75 Euro drauflegen.
Von links: Jan Beyer, EP, Lug-Bulk-Thomas, Kim

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Luka und sein Bruder Ratja (rechts) verkörperten die Nachwuchsfraktion. Am späten, sehr späten Sonntagabend entpuppte sich Luka als ausgesprochen eigenwilliger Schachspieler. War eine hübsche Nuss, die er mir zu knacken aufgegeben hat, bis ich ihn endlich doch schlagen konnte …

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Auch das ist Zagreb, zumindest bei Nacht, wenn man parallel zur Hauptstraße mit der für AFOL üblichen Kampfbeladung nach Hause zum Hotel läuft.

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Und kaum, dass ich dieses Foto im Kasten hatte, schlich sich von hinten ein Schatten ins Bild, sprach mich an und zeigte seine Dienstmarke. Es ergab sich die Gelegenheit, diesem Wachmann das weltgereiste Team Zypper vorzustellen. Er ließ uns unbehelligt ziehen. Das Denkmal selber ist oft Opfer von Meinungskundgebungen per Graffitti, hat man mit erzählt. Und aus Umfragen weiß man, dass bei jungen Leuten „Europa“ hoch im Kurs steht.

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So hingegen will sich die Republik sehen: Auf der riesigen Verkehrsinsel zwischen dem Tudjman-Denkmal und dem seines Vorgängers erstreckt sich über einen Kilometer lang der Frühling, wie er in Nordkorea nicht einladender blühen könnte.

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Die Veranstalter hatten für die Aussteller eine geführte Tour durch Zagreb im Angebot. Start beim Hauptbahnhof. Was man seiner überwältigenden Schönheit nicht ansieht: Es fehlen Aufzüge und Rolltreppen …

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Das Dach der Marktkirche verlangt ebenfalls nach einer Umsetzung in LEGO.

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Zuletzt konnten meine Jungs einem angesehenen Kollegen aus der Vorzeit noch gschwind ihre Aufwartung machen …

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Kleine Zugabe: Hier findet soeben der Gründungsakt des „Red Stiletto Clubs“ statt. Eine sehr nette Dame ist da zu sehen übrigens, die wie fast alle der Besucher mühelos Englisch sprach. Einige Leute entpuppten sich sogar als des Deutschen mächtig. Was irgendwie klar ist, wenn wer zum Beispiel in Balingen schafft und nur fürs Wochenende nach Zagreb auf Familienbesuch gekommen ist. Eine Dame outete sich sogar als gebürtige Stuttgarterin.

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Zeigt her eure Schuh … Ich weiß nicht, ob es eine international verständliche Entsprechung dieses deutschen Kinderliedes gibt.

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Das Wochenende neigt sich langsam dem Ende entgegen. Hier sind wir schon beim Après in der Hotel-Lobby, haben jedoch schon zu dem bewährten „Wolf-und-Schafe“-Spiel gewechselt. Das ist durchaus nicht ohne!

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Wir fassen zusammen: Die Reise hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Die Gastgeber waren einfach ganz reizend und haben sehr vieles auf die Beine gestellt, und sie haben einem als Aussteller viele Sorgen und Nöte abgenommen. Vielen herzlichen Dank dafür! Da kommen wir bei nächster Gelegenheit gern wieder, und wir können nur lauthals dafür werben, es selber einmal zu versuchen. Wer kommt 2020 mit?

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Sieben Uhr pünktlich ist allerdings die Abfahrt des Gegenzuges. Ab der kroatisch-slowenischen Grenze schnurrt der Zug auf nur noch drei Wagen zusammen, bis in Villach der Zugteil aus Klagenfurt dazukommt; der bringt zum Glück den Speisewagen mit. Wir sagen nur: Riesling Federspiel 

Mit herzlichem Dank für die Aufmerksamkeit.


"Du willst bei Fachgenossen gelten?
Das ist verlorne Liebesmüh!
Was dir missglückt, verzeihn sie selten.
Was dir gelingt, verzeihen sie n i e !"
(Oskar Blumenthal, 1909)


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MBZ

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ChrisLego
10.04.2019, 11:45

Als Antwort auf den Beitrag von Zypper

Re: Team Zypper unterwegs: Dobar dan aus Zagreb!

Hallo!
Toller bericht, Danke!
Christoph



Steinemann
10.04.2019, 14:55

Als Antwort auf den Beitrag von Zypper

Editiert von
Steinemann
10.04.2019, 14:56

Lijepo izvješće

Danke fürs teilen.
Steinemann


Gut gehauene Steine schließen sich ohne Mörtel aneinander. (Marcus Tulius Cicero)


bernd_herbert
10.04.2019, 15:30

Als Antwort auf den Beitrag von Zypper

Re: Team Zypper unterwegs: Dobar dan aus Zagreb!

Super Reisebericht und tolle Fotos, vielen Dank fürs dranteilhaben lassen! Meinst du, die haben irgendwo im Web auch einige weitere Bilder ihrer Ausstellung?

Gruß aus dem bewölkten Badnerland
Bernd_Herbert


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Zypper
15.04.2019, 16:26

Als Antwort auf den Beitrag von Zypper

+1Familienfoto aus Zagreb!

Juhu,

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Mit frohem Gruß
A


"Du willst bei Fachgenossen gelten?
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Was dir gelingt, verzeihen sie n i e !"
(Oskar Blumenthal, 1909)


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