Zechstein
17.02.2017, 15:28

Editiert von
Zechstein
17.02.2017, 15:40

+5Getestet: Monorail-Kurzkurvenverlängerungen aus dem Drucker

Guten Tag,

aufbauend auf dem Magazinartikel "Gerade Schienen aus dem Drucker" vom 3.10.16, dem ersten Forums-Eintrag vom 19.01.17, dem dem zweiten vom 26.01.17 und dem dritten vom 06.02.17 setzen wir die Reihe mit einer Betrachtung der Kurzkurvenverlängerungen fort.

Einführung für Noch-Nicht-Monorailisten:

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"Kurze Kurven" kommen immer dann zum Einsatz, wenn Weichen eingebaut werden sollen. Das abzweigende Stück der Weiche ist nicht, wie die anderen Schienen, gerade "abgeschnitten", sondern als "Zickzackschnitt" ausgeführt. Das bedeutet: an das Zickzackende der Weiche passt nur das eine Ende der kurzen Schiene. Je nachdem, welche der beiden zur Verfügung stehenden Kurzkurven man verwendet, führt die Trasse wie oben oder wie unten weiter. Ohne kurze Kurven ist eine Weiche so gut wie nutzlos. Das macht die kurzen Kurven gefühlt fast so teuer wie eine Weiche "ohne".

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Was bringt nun der Einsatz einer wie im Bild gestalteten "kurzen Kurve" aus dem Drucker?

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Sie ist an beiden Seiten mit dem Zickzackschnitt ausgestattet und erlaubt eine Erweiterung der bisweilen als einschränkend erlebten Gleisgeometrie.

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Diese zugegeben etwas dilletantische Installation soll nur verdeutlichen, inwiefern sich der bisher engstmögliche Radius einer Wendeschleife verändert.

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Wie nicht anders zu erwarten, bleibt die Kurvenverlängerung "im System". Setzt man eine an der Weiche ein und will eine Schleife, muss man den langen Schenkel jeweils um eine 16 Noppen lange Gerade (entspricht einer Stopperschienenlänge) erweitern.

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Auch zwischen zwei Weichen ...

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... kann die Schiene aus dem Hause 4DBrix für etwas mehr Luft im Gleisplan sorgen.

Klarer Nachteil:
Da beide Schienenenden der Kurzkurvenverlängerung in (übrigens tadellos passendem) "Zickzack" ausgeführt sind, ist nach wie vor eine herkömmliche kurze Kurve oder eine Weiche erforderlich, um wieder systemgerecht weiterbauen zu können. Es wäre eine echte Erweiterung der kreativen Möglichkeiten, wenn wenigstens eine Seite der Kurzkurvenschiene einen geraden Abschluss hätte. Dann könnte man von dort aus so frei, wie es die Monorailschienen erlauben, weiterbauen. Allerdings verließe man damit "das System" und müsste dann in Kauf nehmen, unter Umständen nicht mehr hineinzukommen.

Fazit:
Eine durchaus nützliche und sinnvolle Ergänzung des Schienenangebots, wenn man aus Platzgründen mal anders "die Kurve kriegen" will als mit dem von TLC gelieferten Material.
4DBrix bietet neben dieser Verlängerungsschiene auch eine "normale" kurze Kurve an.

Direkte Bezugsquelle Kurzkurvenverlängerung.
Direkte Bezugsquelle Kurze Kurve.

Demnächst auf dem Prüftisch:
- Der Prototyp einer einfachen Schienenkreuzung


Das hier gezeigte Material wurde uns freundlicherweise von der herstellenden Firma zur Verfügung gestellt.


Ingo Zechstein
Redaktion 1000steine.de

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Meisterschnorrer
17.02.2017, 16:00

Als Antwort auf den Beitrag von Zechstein

Re: Getestet: Monorail-Kurzkurvenverlängerungen aus dem Drucker

Vielen Dank...
Mit dem Bericht beanwortest Du mir einige Fragen, die ich mir selbst gestellt habe und nicht gescheit auf englisch formulieren konnte.

Cool cool....jetzt steht einer 4d Brix Erweiterung nichts mehr im Wege.

Gruß René


https://www.flickr.com/meisterschnorrer

www.doktor-brick.de (wie frech )


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