ogretzky99
31.08.2012, 21:19

+5LEGO Mercedes Benz Actros 1:13 - Zeitungsbericht

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Großen Actros aus kleinen Steinen gebaut
Patrick Kluge aus Maximiliansau wird nach sieben Jahren mit Lego-Lastwagen fertig

Zeitungsbericht aus "Die Rheinpfalz vom 18.08.12"

MAXIMILIANSAU. Dass in Wörth Lastwagen gebaut werden, ist bekannt. Dass aber auch im Ortsteil Maximiliansau beeindruckende Trucks entstehen, das wissen wohl nur Freunde und Bekannte von Patrick Kluge – und Lego-Experten. Die Maße sind beeindruckend: 129 Zentimeter lang, 36 Zentimeter hoch und 24 Zentimeter breit ist der Lastwagen, den Kluge aus Legosteinen zusammengebaut hat. Damit hat er ein originalgetreues Modell eines Mercedes Actros 1846 im Maßstab von 1:13,4 geschaffen. „Es ist ein korrekter Nachbau des Originals", sagt Kluge.
Dass es ein Fahrzeug der Spedition Wehrle wird, war von Anfang an klar. Kluge sah deren Lastwagen öfter über die Rheinbrücke fahren. Ihm gefielen die Farbgebung und der Werbeschriftzug mit der Biene besonders gut. Vor sieben Jahren begann
er mit dem Bau. Kurze Zeit später nahm er Kontakt mit der Spedition auf. Es wurde ihm ein „Fotoshooting" mit dem Objekt seiner Begierde in Wörth bei der Papierfabrik Palm ermöglicht. Kluge hielt jedes Detail fest. So schaffte es sogar der Name des damaligen Fahrers aufs Lego-Modell.
Mit Lego hat Kluge schon als Kind gespielt. Doch dann folgte eine längere Baupause. Erst im Jahr 2000 entdeckte der heute 35-Jährige die Faszination der dänischen Spielzeug-Bausteine neu. Eigentlich suchte er nur nach Informationen zu seiner alten Lego-Eisenbahn im Internet, doch er fand eine ganze Welt. Der Maximiliansauer begann Lego-Sets zu sammeln und baute Modelle nach eigenem Bauplan. Beim Besuch im Legoland Günzburg kam ihm die Idee, ein Rentier zu bauen. 16.000 Steine benötige er hierfür. Dazu kamen Figuren aus der „Winnie-Pu-Reihe". Und dann also der Actros. Ein kleines Modell entstand schon früher. „Im Lego-Männchen-Maßstab", sagt Kluge. Das neue Projekt sollte ganz andere Maßstäbe annehmen. Wie viele Steine er in den sieben Jahren verbaut hat, kann Kluge nicht mehr sagen. Die Gesamtkosten für Steine und Klebefolien liegen bei etwa 2500 Euro. Gebaut hat er oft nachts. Manchmal ging es gut voran, manchmal eher schleppend. Doch Kluge verlor sein Ziel nicht aus den Augen. Wie vor jedem Projekt fragte sich Kluge: „Ist es realisierbar?", „Habe ich die Zeit?" und „Kann ich es finanzieren?" – Kluge beantwortete diese Fragen für sich positiv, auch wenn es am Ende länger gedauert hat, als der dachte.
An seinem Actros ist kein Teil geklebt, alles hält selbstständig. Das ist für Kluge besonders wichtig. Die Bautechnik, mit der die freitragende Konstruktion möglich wurde, nennt sich „SNOT“ - „Studs Not On Top", also das Kippen der Steine auf die Seite oder auf den Kopf. Viele Steine findet der Lego-Fan auf speziellen Internetseiten. Nicht alle benötigten Steine sind in Sets in Deutschland erhältlich. Manchmal stimmt nur die Farbe nicht, aber einfach umfärben kam für den Bastler nicht in Frage. „Mit dem auskommen, was gegeben ist", lautet seine Devise. Steine bestellen musste er unter anderem in Italien und den Niederlanden, aber auch in Kanada und den USA. „Bei der Lieferung aus Nordamerika fielen jedoch noch Zollgebühren an", erklärt Kluge warum er eher auf das EU-Gebiet setzte. Nur die Firmenbeschriftung auf dem Truck ist mit Folie entstanden. Die filigranen Grafiken, die er bei einer Maximiliansauer Mediendesign- Agentur in Auftrag gab, waren eine weitere Herausforderung im Projekt. Silber und Weiß lassen sich nicht so einfach drucken. Mit einem zufriedenen Lächeln demonstriert Kluge, wie sich die Türen öffnen lassen und das Führerhaus beim Anheben den Blick auf den V8-Motor freigibt. Der Auflieger der Marke „Kögel Maxx" ist innen hohl und ohne zusätzliche Stützstreben gebaut. Richtig rollen würde das Modell auch, aber: „Es ist kein Spielzeug", stellt Kluge klar. Derzeit baut Kluge an einer Vitrine, die das edle Stück aufnehmen soll. Vielleicht wird ja aber auch wieder ein lokaler Fertigungsbetrieb für Lastwagen aufmerksam. Schon sein dreiachsiger Actros, gebaut aus Lego- Techniksteinen, hat es auf ein Plakat von Mercedes geschafft - damals mit dem provokanten Werbeslogan „Auch in Skandinavien baut man gute Trucks." Eins steht auf jeden Fall fest: Auch in Maximiliansau baut Kluge gute Truck-Modelle.
Das Modell ist fast so groß wie sein Erbauer: Patrick Kluge und sein Actros aus Lego-Steinen. FOTO: VAN / Text: Markus Burck

Sicher kennen die meisten von euch die bunten Lego- Steine. Und wahrscheinlich haben schon eure Eltern als Kinder damit gespielt. Denn die ersten Lego-Steine aus bunten Plastikblöcken wurden schon im Jahr 1949 hergestellt. Zuvor produzierte das vom dänischen Tischlermeister Ole Kirk Christiansen gegründete Unternehmen Holzspielzeug. Der Firmenname „Lego“ ist die Abkürzung für „leg godt“, dänisch für „spiel gut". Die Firma Lego erfindet ständig neue Steine. Mittlerweile gibt es tausende verschiedene Bauteile. Dennoch können nach wie vor alle Lego- Teile auf irgendeine Weise miteinander verbunden werden. Freizeitparks von Lego gibt es unter anderem am Hauptsitz des Unternehmens in Billund in Dänemark und im schwäbischen Günzburg.


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Bild von der Aufnahme für die Zeitung:

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