Dirk1313
17.07.2020, 14:00

Editiert von
Dirk1313
18.07.2020, 20:57

+16Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

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LEGO hat mir ein Exemplar des neuen Sets 42114 Technic Knickgelenkter Volvo-Dumper (6x6) zur Rezension zur Verfügung gestellt. Das Set beinhaltet zur Fernsteuerung PoweredUp Komponenten und läßt sich über eine aktualisierte Version der Control+ App steuern. Mir fiel dann ein, dass ich noch ein Exemplar des Sets 42030 LEGO Technic Vovlo Radlader ungeöffnet im Schrank stehen habe. Hier gibt es als B-Modell ebenfalls einen Volvo Kipplaster! Allerdings ist dieser doch recht stark abgespeckt und ich habe mich dann entschieden den Radlader zu bauen um zu sehen ob er zum neuen Kipplaster passt. Dabei kommt es auch unweigerlich zum direkten Vergleich von PowerFunctions und PoweredUp.

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Preislich spielen die Beiden ebenfalls in etwa der gleichen Liga. Der UVP für den Radlader lag bei 220 Euro und das Set hat 1636 Teile. Der UVP des neuen Sets liegt bei knapp 244 Euro und es hat 2193 Teile und wird ab 1.August erhältlich sein. Beide Sets sind inklusive der notwendigen elektronischen Komponenten (Motoren, Batteriebox / Hub). Dem PowerFunctions Set liegt außerdem eine Fernbedienung bei, beim neuen Modell wird ein Smartphone oder ein iPad zur Steuerung benötigt.

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Das neue Set hat drei Motoren, der Radlader benötigte vier Motoren. Zu dem Thema später nochmal etwas mehr.

Somit kommt es zu einem Vergleich von Baumaschinen die mit PoweredUp und mit PowerFunctions gesteuert werden. Das sollte doch spannend werden...

...der Artikel wurde nochmal etwas ergänzt - Ergänzungen in BLAU

Unbedingt sollte man vor dem vollständigen Zusammenbau des PoweredUp Sets einmal den Technic-Hub mit dem Smartphone und entweder der Control+ oder der PoweredUp-App verbinden um die Firmware auf dem Hub zu aktualisieren. Sonst muss man das später erledigen, nochmal alle Kabel abziehen und warten. Das kann, je nachdem wieviele Nutzer gerade die Firmware laden wollen, dauern.

Kommen wir also zum Set. Es befindet sich, wie bei vielen hochwertigen großen Sets, ein kleinerer weißer Karton im großen Set-Karton. Das war beim Radlader noch nicht der Fall.

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Während das neue Set in vier Bauabschnitte mit getrennten Teiletüten unterteilt ist, wird der Radlader „in einem Rutsch“ gebaut. Mir persönlich gefällt die Aufteilung da man weniger Platz und Behältnisse für die Einzelteile benötigt.

Beide Sets kommen mit einer Vielzahl an Stickern, es gibt keine bedruckten Teile.

Der Zusammenbau des neuen Kipplasters mit dem Getriebes, ein solches gab es beim Radlader nicht, erfordert hohe Aufmerksamkeit damit später alles zuverlässig funktioniert. Das Set hat eine Altersempfehlung von „ab 11 Jahre“.

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Getriebe und hinterer Teil des Fahrwerks / Chassis bilden eine Einheit; eine Federung ist nicht vorgesehen. Alle sechs Räder sind über Differentiale angetrieben. Zwei der drei Motoren werden im hinteren Teil des Fahrzeugs eingebaut. Der XL Motor sorgt für den Vortrieb und der L Motor schaltet das dreistufige Getriebe.

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Das Getriebe hat vier Funktionen:
Erster Gang - Langsamfahrt mit großer Kraft
Zweiter Gang - Schnellere Fahrt mit weniger Kraft
Dritter Gang - "schnelle" Fahrt*
Kippfunktion

*in der normalen App-Einstellung nur über den Gang "D" zu erreichen - auf der alternativen Oberfläche auch manuell

Das Getriebe wird über den Hub und die App geschaltet. Beim Radlader werden die vier Motoren über zwei IR Hubs und zwei Technic-Fernbedienungen gesteuert.

Zur Steuerung dann später mehr.

Nun wird der vordere Teil des Fahrzeugs zusammengebaut. Chassis, Motor und Fahrwerk bilden eine kompakte Einheit. Gelenkt wird bei einem Knickgelenkfahrzeug nicht über die Achse sondern über das Knickgelenk. Hierzu wird ein neuer Servo-Motor eingesetzt wie er schon aus Spike Prime bekannt ist.

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Auch der Radlader ist ein Knickgelenkfahrzeug und auch hier kommt ein Servo zur Lenkung zum Einsatz. Die Umsetzung der Ansteuerung des Knickgelenks ist allerdings ganz anders realisiert. Die Lösung beim neuen Kipplaster erscheint mir dabei wesentlich robuster.

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Anschließend werden die beiden Chassis-Teile und natürlich die Antriebswelle miteinander verbunden. Gerade die Antriebswelle ist dabei etwas kniffelig da alles gleichzeitig zusammen kommen muss. Mit ihr wird sichergestellt, dass alle drei Achsen angetrieben werden.

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Im Motorraum befindet sich eine Nachbildung des Sechszylinder-Volvo Motors. Was sofort auffällt: die Umsetzung verzichtet auf die bekannten LEGO Technic Zylinderköpfe. Dadurch ist der Motor wesentlich kompakter als der des Radladers. Das ist auch gut so da der Motorraum des Kipplasters vorn ist und kleiner als der des im hinteren Teil des Radladers. Bei beiden Modellen kann man die Hauben / Abdeckungen öffnen um den Motor zu betrachten. Beim neuen Kipplaster ist es etwas kniffliger da man die Front geringfügig nach vorne ziehen muss um die Haube zu öffnen.

Im letzten Bauschritt wird die Mulde gebaut und mit den Linearaktuatoren verbunden. Die Mulde ist für ein Technic-Set ohne spezielles Formteil gut gelungen. Man kann damit durchaus 1x2, 2x2 oder 2x4 Legosteine transportieren. Für feinen Sand eignet sie sich naturgemäß nicht. Mit dem offenen Getriebe verbietet sich der Outdoor-Einsatz im Sandkasten ohnehin.

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Beim Radlader wird zuletzt die riesige Schaufel montiert, hier handelt es sich um ein Formteil.

Nun können also beide Fahrzeuge gegeneinander antreten.

Beim Radlader ist die Steuerung simpel: wenn alle Kabel verbunden sind, und die Batteriebox eingeschaltet, müssen nur noch die IR Kanäle an den beiden IR-Emfängern und an der Fernbedienung eingestellt werden - schon gehts los! So läßt sich der Radlader gut lenken und die Schaufel bedienen - alles gleichzeitig.

Bei dem mit PoweredUp-Komponenten versehenen Gelenk-Kipper muss nun erstmal die Control+ App geladen und aktualisiert werden um das neue Fahrzeugprofil zu erhalten. Die Firmware auf dem Hub wird sich ebenfalls aktualisieren, wenn man das nicht schon während des Baus erledigt hat. Nun in der App den Gelenk-Kipper auswählen und los gehts...nicht ganz...

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Nachdem der Hub mit dem Mobilgerät gepaart wurde, läuft erstmal einmalig eine Kalibrierungsprozedur ab - diese nicht abbrechen!
Nun lernt die App wie die Motoren gerade stehen und setzt alles zurück. Nur so können Lenkung und Getriebe sauber funktionieren. Das Ganze dauert 2-3 Minuten. Nun wird man erstmal „angelernt“; ein kleines Lernprogramm führt einen einmalig durch alle Funktionen der App bevor man loslegen kann. Ungeduldigen Menschen könnte das schon alles zuviel sein.

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Nun aber läßt sich der Muldenkipper wunderbar steuern. Sehr sanft und mit verschiedenen Funktionen. Dagegen ist z.B. die Lenkung des Power Functions getriebenen Radladers weniger sensibel: hier kommt man beim Lenken schnell in den Volleinschlag.

Übrigens ist der Wendekreis bei beiden Modelle arg groß - sicher nicht vorbildgetreu. Auch bei der Geschwindigkeit kommt man keinesfalls an das Vorbild heran. Der Muldenkipper fährt im dritten Gang schneller als der Radlader.

Beim Radlader kann man nun aber auf Grund der vier Motoren alle Funktionen gleichzeitig bedienen, ganz wie beim Vorbild. Für die Schaufel werden zwei Motoren verwendet um diese gleichzeitig in zwei Richtungen zu verfahren.
Sehr cool! Einziger Kritikpunkt hier: die Motoren schalten nicht ab wenn sie an den Anschlag kommen, so können leicht die Zahnräder überansprucht werden. Es ist auch keine Rutschkupplung verbaut!
Der Muldenkipper beeindruckt anders. Zwar kann man nicht gleichzeitig kippen und fahren, was extrem bedauerlich ist, aber App und Getriebe arbeiten wunderbar zusammen: man hat quasi ein Automatikgetriebe realisiert. Die App erlaubt die Einstellung 1. Gang, 2.Gang, D („Dauer“) und N (Nullauf / Leerlauf). Wenn man im zweiten Gang oder auf „D“ anfährt, dann gehts erstmal im ersten Gang los und nach kurzer Zeit schaltet die App in den zweiten Gang hoch und beim langsam fahren wieder zurück. Wenn man direkt in den ersten Gang schaltet, bleibt das Fahrzeug im ersten Gang. Die App bietet dann neben dem Kippen noch einige weitere Funktionen, auf die ich später noch eingehen werde - nach meinem Fazit.

Die Motoren schalten außerdem ab, wenn sie eine Lastgrenze erreichen. So kann die Mulde auf- und abgekippt werden ohne dass man sich um die Zahnräder sorgen muss.

Nun stellen wir also mal beide Geräte nebeneinander und stellen fest: man kann sie wunderbar kombinieren.
Mit dem Radlader den Muldenkipper beladen, rumfahren, abladen und wieder mit dem Radlader auffüllen. Super! Maßstäblich passen beide Fahrzeuge bestens zueinander.

Beim „outdoor“ Betrieb hat sich noch herausgestellt, dass die Steuerung mittels Infrarot (PowerFunctions) sehr unzuverlässig und nur auf sehr kurze Distanz arbeitet. Ein Pluspunkt für die Bluetooth-Verbindung des PoweredUp-Fahrzeug.



Fazit:
Das Set ist durchaus eine Bereicherung eines bestehenden LEGO Technic Baufahrzeug-Fuhrparks. Das Einsparen des seperaten Motors für die Kippfunktion sehe ich allerdings sehr kritisch. Denn der Spielspaß wäre doch ungemein höher wenn man gleichzeitig fahren und kippen könnte. Vielleicht hätte man auf das aufwändige Getriebe mit zwei Gängen einfach verzichten können und den zweiten Motor statt zum Schalten des Getriebes lieber für die Kippfunktion nutzen können. Denn so schön die Getriebespielerei ist, sie ist doch eher überflüssig. Hinzu kommt noch das eine haptische Steuerung über eine Fernbedienung oder einen Controller (siehe unten) einfach angenehmer ist. Und so würde ich, wenn ich wählen müsste, mich eher für den Radlader als den Muldenkipper entscheiden. Durch die App hat aber auch der Muldenkipper durchaus einen hohen Spielwert. Allerdings muss sich noch zeigen wie gut das Getriebe die ständigen Gangwechsel verträgt, denn jedesmal wird das Getriebe während der Fahrt geschaltet. Auch ist der Batterieverbrauch extrem hoch und die Fahrfähigkeit auf weichem Untergrund ist nicht besonders gut.

Was mich bei beiden Modellen stört sind der begrenzte Lenkeinschlag und die geringe Geschwindigkeit.

42114 Technic Knickgelenkter Volvo-Dumper (6x6)
+ Schönes Design
+ Passend zum Radlader
+ Interessante Funktionen in der App
- Fahren und Kippen nicht gleichzeitig möglich
- Anfälliges Getriebe
- relativ langsam
- Fährt nur auf glattem, festen Untergrund
- Batterien sehr schnell leer

Und jetzt noch einige weitere Infos zum Muldenkipper:

1. Fernsteuerung
Man kann statt der Control+ App auch die App „Brickcontroller2“ verwenden. Dann kann man das Fahrzeug mittels eines Gamepads steuern - man hat also eine richtige Fernsteuerung. Der Haken daran ist: man muss auf die ganzen Zusatzfunktionen (siehe unten) verzichten. Schwerwiegender ist allerdings die Tatsache das man ja auch noch die Kippfunktion über das Getriebe schalten muss. Da ist es etwas knifflig die richtige Getriebestellung zu finden. Für die Steuerung über Brickcontroller muss dort auch erstmal eine Verbindung zu Gamepad und PoweredUp Technic Controller hergestellt und ein Profil eingerichtet werden. Das geht aber recht fix.

Steuerung mit dem Gamepad:

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Radlader in Aktion:

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2. Control+ Funktionen
Die App bietet verschiedene Funktionen:
Automatik-Getriebe
Virtuelle Ladung
Neigungsanzeige
Hupe und Fahrgeräusche
Batteriestandsanzeige
Alternative Steuerungsoberfläche u.a. mit manueller Gangschaltung
Spielprogramm (Challenge) bei der Aufgaben zu erfüllen sind
Achtung: ich konnte eine Beta-Version der App nutzen, die finale Version soll pünktlich zum Release des Sets am 1.August erscheinen.


Viele Grüße
Dirk - Mail

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Planung 2020: Skaerbaek Fanweekend


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Ruppie
18.07.2020, 10:07

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Editiert von
Ruppie
18.07.2020, 10:19

Re: Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

Zunächst mal wieder danke für den prima Bericht.

Was mich an der ganzen Sache am meisten verwundert ist die Tatsache das LEGO die (vermeintliche) Nachfrage nach geeigneten haptischen Fernbedienungen weiterhin ignoriert. Wohl gemerkt, nach rund einem Jahr mannigfaltigen Debatten in eben so mannigfaltigen Foren.

Das ist für mich besonders bemerkenswert, da den Zugsets ja eine einfache, hier aber angemessene FB beiliegt.
Vermutlich hat hier der "Held" recht, wenn ersagt das es wohl eher Jammern auf hohem Niveau ist.
Damit lägen die LEGO Produktentwickler mit ihrer Vermutung richtig, das die Mehrzahl der Kunden die App Steuerung "Cool" finden und eine haptische FB eben gar nicht vermissen.

Die diversen Youtube Kanäle funktionieren auch bloß in eine Richtung, die betreffenden Herren wollen oder können einander nicht "wahrnehmen".
anders sind Kommentare von "Klemmbausteinlyrick" in der Art "Ich habe mal gehört es geht auch mit ..." nach einem Jahr mir unverständlich

Ich mag mich täuschen: Hast du nicht darüber auch berichtet, das die Entwickler so etwas ähnliches auch dir gegenüber geäußert hätten ?!.
Wie dem auch sei, der Bedarf an echten FB scheint wirklich gering zu sein, der Mehraufwand auch bei Verwendung mit Brickkontroller scheint die Wenigsten zu stören.

Wie man an der Entwicklung, etwa in diesem Forum sieht:
https://www.doctor-brick....hne-smartphone.13188/,

Scheint das Thema "FB komplett ohne Smartphones", eher eines für Sonderlinge (wie mich ) zu bleiben.
alle Versuche : "Anwender" und "Bastler" möglichst an einem Ort zusammenzubringen laufen seit knapp einem Jahr praktisch ins Leere.

Vielleicht mal ein Thema für den nächsten Youtuber LEGO Stammtisch : "Warum gib es für Sets außer Züge weiterhin keine haptische FB"

Aber am Ende ist es wohl so wie der "Held" sagte : Ein Spezialthema welche bloß 0,00001 % der "üblichen" AFOL /AFOB interessiert.
PS: Auf eine preisliche Debatte zu FB bei Fahrzeugen klasse ich mich nicht ein, die hätte man bei den VK der Sets gut einbauen können.
Bezogen auf Preisgestaltung von LEGO und vermuteten Produktionsmenge wäre der Markt unter Umständen bereit einen "gewissen" Aufpreis zu akzeptieren.
Vorbehaltlich des (unbekannten) Anteils der Lizenzkosten hätte es möglich sein müssen diese auch bei dem originalem VK des Liebherr mit "unterzubringen"
Wohlgemerkt, ich rede von jeweils passenden zugeschnittenen FB zum bespielen des jeweiligen Sets. Niemand hat vor, den Liebherr mit dem Profil des Volvo zu betrieben.
dergleichen kann auch für eine FB gelten.

Das das am Beispiel für ein Auto wie TopGear oder Crawler mit endlichem Aufwand zu lösen ist hatte ich (und viele Andere) ja schon oft gezeigt.

Wie ist deine Meinung dazu nach ~ einem Jahr Control+App ?
Fehlen haptische FB nun oder nicht ? Wichtiger: Warum wird LEGO hier von der "Community" nicht erreicht ?

Gruß Marc



stephanderheld
18.07.2020, 11:23

Als Antwort auf den Beitrag von Ruppie

Re: Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

Unabhängig von der Frage, ob wir uns in eine Filterblase befinden oder nicht, glaube ich einfach, daß ein Jahr schlicht zu wenig Zeit ist für Lego um auf solche Anforderungen zu reagieren.

Persönlich fände ich ja ein System ähnlich dem PF System interessant, wobei ich denke, daß man das auch gut in einen Controller hätte integrieren können.
FB, zwei kleine Schalter deneben (wie bei PF zur Drehrichtungsumkehr) nur daß man bei PU mit den Schaltern eben gewählt hätte zwischen Geschwindigkeitsregelung oder ein/aus ohne Zwischenstufen.... und dann ein FB Betrieb ohne diese blöden Vorgaben und Restriktionen, so wie es bei Lego eigentlich sein sollte (m.M.).

Dann hätte man auch den Mold von der PF FB weiterverwenden können, vielleicht einfach in geänderten Farben um PF und PU unterscheiden zu können...

Aber jetzt ist es eben so wie es ist, ändern wird sich daran wohl nicht mehr viel.



Und wenn viele der neuen PU Modelle wirklich eher von Hipstern als von AFOLs gekauft werden, dann ist das mit dem Schmachtbrocken und der App auch eher ein Vorteil. Kann ja durchaus sein daß "normale" Menschen eine höhere Affinität zu solcher Technik haben als der gemeine, xenophobe KellerAFOL (Afolisensis vulgaris) Aber das kann ich aus meiner eigenen Filterblase halt schlecht beurteilen

Aber von denen denkt ja auch niemand über Ausstellungen in 30 Jahren nach, also eigentlich schon wieder ganz unterschiedliche Benutzerprofile.


Jedenfalls finde ich Dirks Vergleich sehr gelungen und interessant. Die Lösung mit dem halbautomatischen Getriebe finde ich richtig gut. Der Muldenkipper gefällt mir auch insgesamt recht gut, den Radlader habe ich ohnehin.
Allerdings wird die Frage, wie ich ein solches Modell betreiben möchte ohne Smartphone, für mich inzwischen auch immer mehr zur Kaufentscheidung. Umbauen oder drauf verzichten, was anderes kommt leider nicht mehr in Frage..... Bin gespannt ob es die PU App in 10 oder 15 Jahren noch irgendwo zum Download geben wird.


Gruß
Stephan

Evolution ist gnadenlos. Wenn wir unser Gehirn nicht gebrauchen, nimmt es uns die Natur wieder weg


DiegoM
18.07.2020, 17:38

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

Danke für den ausführlichen Bericht!

Ich bin ja elektronisch so gar nicht bewandert, aber wenn ich sehe, was es da heutzutage alles so gibt, kriege ich richtig Lust, mir auch einmal ein Set mit solchen Fernsteuerfunktionen zuzulegen!



Mylenium
18.07.2020, 19:00

Als Antwort auf den Beitrag von Ruppie

Re: Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

Ruppie hat geschrieben:

Was mich an der ganzen Sache am meisten verwundert ist die Tatsache das LEGO die (vermeintliche) Nachfrage nach geeigneten haptischen Fernbedienungen weiterhin ignoriert.


Dürfte wohl einfach daran liegen, dass man das nicht zukunftssicher machen kann, ohne die Funktionalität der eines Smartphones anzugleichen, also mit aktualisierbarer Software und freier Konfigurierbarkeit. Ich würde mir zwar auch eine haptische Fernbedienung wünschen und könnte mich dann vielleicht auch aufraffen, mal wieder so ein neumodisches Technic-Modell zu kaufen, aber für 50 Euronen tut sich da eben nix. Das muss man sich eingestehen ebenso wie den Umstand, dass damit LEGO einen erheblichen Teil des Entwicklungsaufwandes und der verantwortung einfach auslagert/ abschiebt...

Mylenium


https://myleniumsbrickcorner.wordpress.com


Dirk1313
18.07.2020, 20:36

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

UPDATE: Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

Ich möchte Euch noch das Video von Caulius auf Klemmbaustein-Lyrik empfehlen, hier sind die Fahreigenschaften gut zu erkennen!

Übrigens ist das Fahrzeug im Modus "D" doch nochmal etwas schneller, dann wird nämlich der dritte Gang eingelegt!
Ich habe den Review diesbezüglich nochmal angepasst.


Viele Grüße
Dirk - Mail

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Planung 2020: Skaerbaek Fanweekend


Turez
19.07.2020, 19:16

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

+1Re: Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

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Hallo Dirk,

danke für den ausführlichen Bericht.

Der Kritikpunkt zum Radlader...

Einziger Kritikpunkt hier: die Motoren schalten nicht ab wenn sie an den Anschlag kommen, so können leicht die Zahnräder überansprucht werden. Es ist auch keine Rutschkupplung verbaut!

...stimmt allerdings nicht, denn die Linearaktuatoren besitzen eine eingebaute Rutschkupplung. Die klingt, wenn sie anspringt, allerdings tatsächlich eher nach überanspruchten Zahnrädern, aber kaputt gehen kann auch bei längerem Laufenlassen zum Glück nichts.

Grüße
Jonas



Dirk1313 gefällt das


Lok24
20.07.2020, 10:12

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review - Volvo gegen Volvo: 42114 Muldenkipper und 42030 Radlader

Hallo Dirk,

viele Dank für den interessanten Artikel.
Ein paar Sachen sind mir aufgefallen:

Dirk1313 hat geschrieben:

Unbedingt sollte man vor dem vollständigen Zusammenbau des PoweredUp Sets einmal den Technic-Hub mit dem Smartphone und entweder der Control+ oder der PoweredUp-App verbinden um die Firmware auf dem Hub zu aktualisieren. Das kann, je nachdem wieviele Nutzer gerade die Firmware laden wollen, dauern.

Wie meinst Du das? Die Firmware wohnt in der App, das geht also ohne jedes WLAN oder Server-Zugriff bei LEGO.
Und bei mir dauert das sehr konstant (ich mache das mehrfach am Tag) ca 90sec. Bei anderen aber auch viel länger. Hm.

Dirk1313 hat geschrieben:
Nur so können Lenkung und Getriebe sauber funktionieren. Das Ganze dauert 2-3 Minuten.

Sehr erstaunlich. Mit dem Winkelmotor ist ein Motor eingebaut, der eine Kerbe am Gehäuse für "null" hat. Eigentlich brauchte man da gar nichts kalibrieren, nach meiner Meinung.
Die Kippmulde hat die Linearantriebe mit Rutschkupplung, die brauchte man eigentlich nur einmal kräftig nach unten ziehen.
Das sollte also nur Sekunden dauern.
Aber vielleicht habe ich da Denkfehler, die ganze Kalibriererei ist mir schon bei den anderen Modellen suspekt gewesen.
Kurz: ich verstehe es nicht.

Dirk1313 hat geschrieben:
Beim Radlader kann man nun aber auf Grund der vier Motoren alle Funktionen gleichzeitig bedienen, ganz wie beim Vorbild. Für die Schaufel werden zwei Motoren verwendet um diese gleichzeitig in zwei Richtungen zu verfahren.

Der Muldenkipper beeindruckt anders. Zwar kann man nicht gleichzeitig kippen und fahren, was extrem bedauerlich ist, aber App und Getriebe arbeiten wunderbar zusammen:

Hier sei aber der Hinweis eingestreut, dass der Radlader auch nur Halt oder Vollgas kennt, mit der mitgelieferten Steuerung
Oder bin ich da falsch?

Und das mit dem Wendekreis, irgendwo habe ich was von 1,5m gelesen: geht gar nicht.

Grüße

Werner