legopapi
23.08.2026, 13:08

+22Eine BR 41

Meine Loks und Waggons müssen wegen ihrer veralteten 9V Technik auf R40 Kurven fahrbar sein. Die Räder ohne Spurkränze mag ich aber nicht, die benutze ich nicht, da bin ich stur. Die Pleuel und das ganze Steuerungs- und Antriebsgedöns sollten dazu beweglich sein. Bei den von der BR 24 und BR 64 inspirierten MOCs habe ich das umgesetzt:

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Aus sportlichem Ehrgeiz wollte ich eine Antriebsachse mehr. Zwar ohne Antrieb, aber das sieht man ja nicht. Interessante Vorbilder bietet die Familie der 41 und 42. Diese Loks passten zu meinen Anforderungen. Die Vorbilder, von denen ich mich inspirieren ließ waren verschiedene Vorkriegslokomotiven und ihre Schwestern oder besser Töchter in Ost und West mit unterschiedlicher, teilweise geänderter Technik. Da ich kein Nietezähler bin, habe ich Details von verschiedenen Vorbildern verwurschtelt (*).

Die ersten Versuche waren noch weit von der am Ende gebauten Technik entfernt:

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Ich gebe zu, dass die verschiedenen MOCs mit gedruckten Pleueln noch eleganter aussehen, aber die scheint es nur für größere Radien zu geben. Zumindest habe ich im Netz keine für R40 finden können.

Das vorläufige amtliche Endergebnis:

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Die roten Kardangelenke gab es wohl von 1972 bis 1974. Die sind glatter als ihre modernen Pendants und passen auch optisch sehr gut, finde ich:

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Die recht frei stehenden 7750er Achsen sind der Beweglichkeit geschuldet. Irgendwelche Kröten muss man schlucken, wenn man eine Lok von 40 bis 50 Noppen Länge durch R40 Radien zwingen will. Mit Tender 60 bis 70 Noppen! So ungfähr, ich habe die Noppen jetzt nicht gezählt.

Interessant ist noch etwas anderes: Diese Lok, oder besser ihr Tender, könnte mein erstes MOC mit neuer Technik werden. Der Tender lässt sich leicht öffnen und bietet sehr viel Platz, denn innen ist er leer. Das ist aber ein Umbau, der noch nicht ansteht. Noch!

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Und? Gefällt Euch die Lok?


Gruß Michael


(*) Ich baue keine detailierten Modelle, sondern lasse mich von den Vorbildern anregen. Ich nenne das Noppemimpressionismus. Das Gesamtbild muss stimmen, die Details brauchen nicht perfekt zu sein.



FreudenreichesKlemmbausteinchen
27.08.2026, 10:23

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Editiert von
FreudenreichesKlemmbausteinchen
27.08.2026, 10:26

Re: Eine BR 41

Wenn du dir mal ne 41er genau anschaust sieht du sicher selbst, dass deine Lok vorne und hinten nicht stimmt.

Das Rohr das von den Zylindern in den Kessel geht ist über den Zylindern, bei deiner weit davor.
Der Kessel ist viel zu lang.
Und das der Führerstand nur 2 Fenster hat dürfte doch eigentlich klar sein, warum ist der Führerstand bei deiner so lang und hat 3?!?


Sorry, aber versuchs nochmal.


Viele Grüße euer
FreudenreichesKlemmbausteinchen


legopapi
27.08.2026, 14:04

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Re: Eine BR 41

Nein, das passt schon so. Ich habe früher als AFOL, also ab der Mitte der 90er Jahre auf solche Details mehr Wert gelegt als heute nach meinen zweiten Dark Ages.

Meinen heutigen Stil definiere ich als Noppenimpressionismus. Es kommt mir nicht mehr auf solche Details an, der Gesamteindruck muss stimmig sein. Meine BR 41 ist nur ein Mix aus verschiedenen 41ern. Ich zitiere mich mal selber:

Interessante Vorbilder bietet die Familie der 41 und 42. Diese Loks passten zu meinen Anforderungen. Die Vorbilder, von denen ich mich inspirieren ließ waren verschiedene Vorkriegslokomotiven und ihre Schwestern oder besser Töchter in Ost und West mit unterschiedlicher, teilweise geänderter Technik. Da ich kein Nietezähler bin, habe ich Details von verschiedenen Vorbildern verwurschtelt (*).

...

(*) Ich baue keine detailierten Modelle, sondern lasse mich von den Vorbildern anregen. Ich nenne das Noppemimpressionismus. Das Gesamtbild muss stimmen, die Details brauchen nicht perfekt zu sein.

In diesem Video sah die Front anders aus und die Leitern am Führerhaus hatte ich bereits entfernt:

Die Steuerung mit den Pleueln usw. stimmt auch nicht, aber dass sich da mächtig etwas bewegt, macht das Gesamtbild aus. Etliche Fehler beruhen übrigens auf der R40 Tauglichkeit. Die ich ohne(!) Blind Driver, also nur mit Rädern mit Zahnkranz umgesetzt habe. Da muss man in manchen Punkten Fünfe gerade sein lassen.


Gruß Michael



FreudenreichesKlemmbausteinchen
27.08.2026, 18:25

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Editiert von
FreudenreichesKlemmbausteinchen
27.08.2026, 18:27

Re: Eine BR 41

Muss letztendlich dir gefallen.
Nur wenn du fragst, wie die Lok gefällt vergleicht man sie halt mit dem Vorbild.

Ich baue stark verniedlichte Loks im 6 Noppen Maßstab, aber die Verhältnisse, z.B. ob ein Dampf- oder Sanddom über einer bestimmten Achse liegt, oder wohin die Leitungen aus den Zylindern verlaufen, stimmen bei mir tortzdem, auch wenn sie knuffig aussehen. Wenn das nicht stimmen würde, finde ich, erkennt man eben die Lok sonst nicht wirklich, deshlab sieht in meinen Augen deine 41er nicht wie eine 41er aus ... was etwas schade ist, denn gerade im 8 Noppen Maßstab hättest du die Möglichkeit dazu.


Viele Grüße euer
FreudenreichesKlemmbausteinchen


ReplicaOfLife
28.08.2026, 10:46

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Re: Eine BR 41

Interessantes MOC, aber eine 41 hätte ich da jetzt ehrlichgesagt auch nicht erkannt. Eher eine Mischung aus einer DB 41 mit Neubaukessel und einer 45.

Neben den Punkten, die Freudenreich schon genannt hat, sitzt auch der Schornstein viel zu weit hinten. Bzw. nein, im Verhältnis zu den Zylindern passt seine Position sogar halbwegs. Das Problem ist, dass der Kessel einfach 4-5 Noppen zu lang ist. Die Rauchkammer sollte ganz grob mittig über der Vorlaufachse enden. Bei deiner Lok reicht sie weit darüber hinaus, was dazu führt, dass die Lok extrem frontlastig wirkt und deshalb auch unharmonisch wirkt.



Und - sorry, ich kann da nicht anders - Klugscheißmodus:
Im Kontext ist zwar klar, was du meinst, aber die BR 42 war eine schwere Kriegslokomotive mit Achsfolge 1'E.
Die ölgefeuerten Maschinen der BR 41 der DB wurden ab 1968 als 042 bezeichnet, haben mit der BR 42 aber nichts zu tun. Will sagen, die führende 0 ist wichtig, damit klar ist, wovon man spricht.

...jaja, ich bin ja schon still .


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legopapi
28.08.2026, 14:06

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Re: Eine BR 41

Die Front ist tatsächlich inzwischen ein halbes Dutzend mal von mir geändert worden, weil ich die Optik mit der Funktion R40-Tauglichkeit bestmöglich verheiraten will. Bewegliche Achse und Pleuel & Co. sind in der Kombination schon recht schwer unter einen Hut zu bringen.

Hier sieht man, dass die Exemplare dieser Lokfamilie sehr unterschiedlich aussehen können:

[image]



Die 01 und 012 sind zur Anregung gedacht, dienen also dafür, die Phantasie zu befeuern.

In zwei Wochen werde ich meine Lok auf der Rhönbrick 2026 in Tann zeigen - und auch fahren. Ich habe also noch Zeit für weitere Umbauarbeiten!


Gruß Michael



ellermaniac
28.08.2026, 20:48

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Re: Eine BR 41

legopapi hat geschrieben:



Hier sieht man, dass die Exemplare dieser Lokfamilie sehr unterschiedlich aussehen können:

Gruß Michael


Mitte links geht ungefähr so:

[image]



[image]



… aber Michael, deine ist auf ihre Art und Weise auch fein.

Gruß,
Christoph



legopapi
28.08.2026, 21:50

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Re: Eine BR 41

Ich schrieb es ja schon, ich wollte etwas machen, was zwar sicher irgendwann und irgendwo schon einmal jemand gebaut hat, aber finden konnte ich kein solches MOC. Vier Achsen, die mit vollwertigen Rädern und Bewegung mit R40-Tauglichkeit in einer Lok vereint sind.

Ich kann auch schöner, aber dann müsste ich auch mindestens eine oder zwei Achsen mit Blind Drivern ausstatten. Aber genau das nicht zu tun war mein Antrieb, eine solche Lok zu bauen.


Gruß Michael



Tenderlok
28.08.2026, 21:58

Als Antwort auf den Beitrag von ellermaniac

Re: Eine BR 41

ellermaniac hat geschrieben:

Mitte links geht ungefähr so:

Links oben und rechts unten auch, das sind alles DB-Neubaukessel-41er.
Links unten eine 41 mit Rekokessel DR (Ost).
Die Fotos rechts oben und Mitte zeigen exakt dieselbe Maschine der Baureihe 01.10 (nicht dasselbe wie 01!) mit DB-Neubaukessel, einmal mit der "alten" Loknummer, einmal mit der dreistelligen EDV-Baureihenbezeichnung ab 1968.



ReplicaOfLife
30.08.2026, 11:29

Als Antwort auf den Beitrag von Tenderlok

Editiert von
ReplicaOfLife
30.08.2026, 11:32

Re: Eine BR 41

Tenderlok hat geschrieben:

ellermaniac hat geschrieben:
Mitte links geht ungefähr so:

Links oben und rechts unten auch, das sind alles DB-Neubaukessel-41er.
Links unten eine 41 mit Rekokessel DR (Ost).
Die Fotos rechts oben und Mitte zeigen exakt dieselbe Maschine der Baureihe 01.10 (nicht dasselbe wie 01!) mit DB-Neubaukessel, einmal mit der "alten" Loknummer, einmal mit der dreistelligen EDV-Baureihenbezeichnung ab 1968.

Jau

Hier noch zwei andere Varianten der 41er:

DB-Ausführung mit altem Kessel:

[image]



Ursprungsausführung mit Wagner-Windleitblechen:

[image]





Verglichen mit anderen Baureihen hält sich der Variantenreichtum bei der 41 tatsächlich noch einigermaßen in Grenzen.
Was die Lok selbst angeht, komme ich auf 5 deutlich unterschiedliche Bauformen:
- Originalkessel + Wagner-Windleitbleche
- Originalkessel + Witte-Windleitbleche
- Originalkessel mit Mischvorwärmer + Witte-Windleitblechen (DR, sehr selten, Beispiel: 41 1009-4)
- DR-Rekokessel mit Mischvorwärmer + Witte-Windleitblechen
- DB-Neubaukessel + Witte-Windleitblechen

Das kann man dann noch mit allen jeweils möglichen Tendervarianten ausmultiplizieren, wobei aus Lego-Sicht vor allem die Unterscheidung Öl oder Kohle interessant sein dürfte.
Alles andere sind kleinere Details, z.B. hatten die DR Loks natürlich immer noch den Rauchkammerzentralverschluss, den die DB schon in den 50ern überall ausgebaut hat.


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Tenderlok
30.08.2026, 13:33

Als Antwort auf den Beitrag von ReplicaOfLife

Re: Eine BR 41

ReplicaOfLife hat geschrieben:

Was die Lok selbst angeht, komme ich auf 5 deutlich unterschiedliche Bauformen:
- Originalkessel + Wagner-Windleitbleche
- Originalkessel + Witte-Windleitbleche
- Originalkessel mit Mischvorwärmer + Witte-Windleitblechen (DR, sehr selten, Beispiel: 41 1009-4)
- DR-Rekokessel mit Mischvorwärmer + Witte-Windleitblechen
- DB-Neubaukessel + Witte-Windleitblechen

Es gibt auch noch die Nachbaukessel-Loks: Da die ursprünglichen Kessel aus molybdänlegiertem St47K nicht alterungsbeständig waren, erhielten einige Loks in den 40ern Kessel aus dem traditionellen St34. Diese entsprachen im Prinzip der Ursprungskonstruktion, aber mit größerer Blechstärke. Ich meine außerdem, dass man sie von den Originalkesseln äußerlich anhand von Zahl oder Lage der Waschluken unterscheiden konnte, aber das müsste ich nachsehen. Verwechsle ich vielleicht auch gerade mit einer anderen Baureihe.



legopapi
30.08.2026, 22:38

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Update: Eine BR 41

Es ist nach wie vor so, dass ich keine BR 41 gebaut habe, sondern eine Phantasielok, die von diversen Loks aus der BR 41 Familie inspiriert ist. Die Front habe ich jetzt so 3 bis 7 mal umgebaut. Und ständig hat mich der Kessel geärgert, weil das eine ziemlich wackelige Konstruktion war. Deshalb habe ich Tabula rasa gemacht und den Kessel ganz neu gebaut. Stabil gebaut! Ich bin zufrieden, der neue Kessel ist nicht nur stabiler, ich finde ihn auch schöner. Man ist zufrieden.

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Gruß Michael



FreudenreichesKlemmbausteinchen
31.08.2026, 12:43

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Editiert von
FreudenreichesKlemmbausteinchen
31.08.2026, 12:43

Re: Eine BR 41

Bin gerade froh, dass nicht nur ich darin keine 41 erkennen kann.

Dan ist dein "Titel" aber echt verwirrend.
Dann solltest du schreiben "Eine Phantasie Lok, grob inspiriert durch eine 41er".


Viele Grüße euer
FreudenreichesKlemmbausteinchen


legopapi
31.08.2026, 13:51

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Re: Eine BR 41

Kurz und knapp:

FreudenreichesKlemmbausteinchen hat geschrieben:

Bin gerade froh, dass nicht nur ich darin keine 41 erkennen kann.

Dan ist dein "Titel" aber echt verwirrend.
Dann solltest du schreiben "Eine Phantasie Lok, grob inspiriert durch eine 41er".


legopapi hat geschrieben:
Die Vorbilder, von denen ich mich inspirieren ließ waren verschiedene Vorkriegslokomotiven und ihre Schwestern oder besser Töchter in Ost und West mit unterschiedlicher, teilweise geänderter Technik. Da ich kein Nietezähler bin, habe ich Details von verschiedenen Vorbildern verwurschtelt (*).
...

(*) Ich baue keine detailierten Modelle, sondern lasse mich von den Vorbildern anregen. Ich nenne das Noppemimpressionismus. Das Gesamtbild muss stimmen, die Details brauchen nicht perfekt zu sein.


Das stand alles da, von Anfang an.


Gruß Michael



ReplicaOfLife
31.08.2026, 17:58

Als Antwort auf den Beitrag von Tenderlok

Re: Eine BR 41

@Legopapi: Mit dem neuen, kürzeren Kesseln wirkt dein Modell gleich viel stimmiger! Egal, ob es nun eine BR 41 ist oder nicht


Tenderlok hat geschrieben:


Es gibt auch noch die Nachbaukessel-Loks: Da die ursprünglichen Kessel aus molybdänlegiertem St47K nicht alterungsbeständig waren, erhielten einige Loks in den 40ern Kessel aus dem traditionellen St34. Diese entsprachen im Prinzip der Ursprungskonstruktion, aber mit größerer Blechstärke. Ich meine außerdem, dass man sie von den Originalkesseln äußerlich anhand von Zahl oder Lage der Waschluken unterscheiden konnte, aber das müsste ich nachsehen. Verwechsle ich vielleicht auch gerade mit einer anderen Baureihe.

Richtig. Die DR Loks, die einen MV, aber keinen Rekokessel bekamen, waren afaik Loks mit so einem Nachbaukessel. Das Problem mit den St47k Kesseln gab es ja bei mehreren Baureihen und in West wie Ost Grund für Neubekesselung oder Kesseltausch. U.a. deshalb gab es bei der DB relativ viele 50er, die mit dem ehemaligen Kessel einer 52 durch die Gegend fuhren.

Insgesamt würde ich diese Nachbaukessel aber trotzdem zu den Altbaukesseln zählen, da die optischen Unterschiede zu den Originalkesseln relativ unerheblich waren.


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