der Ferngesteuerte Raupenbagger 8043 war damals mein erstes großes Technic-Set (und das erste Mal, dass ich es nicht geschafft habe, ein neues Lego-Set gleich am Heiligen Abend vollständig aufzubauen – ein verstörendes Ereignis ).
Ich liebe dieses Set, auch wenn es mit den M-Motoren eeeetwas untermotorisiert ist.
Auch kann man mit dem Baggerarm nicht unter das Geländeniveau auf dem sich der Bagger befindet langen, was für den Spielbetrieb etwas einschränkend ist.
Auf der Suche nach einer realistischen Beladungs-Option für meine Feldbahn habe ich mich wieder auf dieses Set besonnen und mal nach Modifikationen gesucht, insbesondere nach solchen mit Zweischalengreifern, weil die Baggerschaufel für meine Loren viel zu breit ist (außerdem sind Zweischalengreifer einfach cooler!).
Die Optionen mit den Formteilen aus dem Arocs (ID 18943) gefielen mir nicht, weil diese Schalen einfach ungünstig geformt sind. Ich hab noch keine wirklich überzeugende Konstruktion damit (in Verbindung mit Aktuatoren) gesehen.
Ich hab mich dann mal an einen eigenen brickbuild-Versuch eines Zweischalengreifers gemacht und das Ergebnis ist, nach einiger Tüftelei, wirklich sehr zufriedenstellend.
Der Greifer sieht zwar stellenweise etwas filigran aus, funktioniert aber einwandfrei. Durch die dünnen Kanten der Panele frisst er sich wunderbar in das Material herein. Und die Konstruktion mit nur einem Aktuator ist zum einen teilesparend und trotzdem kräftig genug
Da mir die Geometrie (sagt man das so?) des Baggerarms nicht so gefiel, habe ich einen neuen konstruiert, mit dem für meinen Spielaufbau erforderlichen Bewegungsbereich.
Die Konstruktion mit dem unten positionierten Aktuator für den Stiel (so heißt das, glaube ich), hatte ich bei einigen Baggern mit Greifern für den Ladungsumschlag gesehen – mal was anderes.
Durch eine kardanische Aufhängung am Baggerarm kann sich der Greifer uneben gelagertem Schüttgut anpassen, und da er über ein Kardangelenk statt über Kegelräder geöffnet und geschlossen wird, schlägt er in den Endpositionen auch nicht hoch.
Leider treten beim Betätigen des Greifers, vermutlich infolge der zahlreichen hintereinanderliegenden Kardangelenke, doch merkliche und hörbare Vibrationen auf, die zwar etwas nerven, aber (bislang) keine weiteren Probleme verursacht haben.
Um dem Problem der Untermotorisierung abzuhelfen, habe ich die drei „Funktions“-Motoren durch L-Motoren ersetzt. Dadurch musste ich den Oberwagen um eine Noppe verlängern, was kleinere Anpassungen an der inneren Konstruktion erforderlich gemacht hat.
Zum Schalten des Getriebes kommt nach wie vor ein M-Motor zum Einsatz. Allerdings habe ich die 1:1-Übersetzung zur Schalt-Welle durch ein Schneckengetriebe mit Rutschkupplung ersetzt. Dadurch funktioniert das Schalten wesentlich geschmeidiger und zuverlässiger.
In meinem Exemplar des Umbaus habe ich die älteren CaDA PowerSystem Funkempfänger eingebaut (um die Nachteile der IR-Signalübertragung, gerade bei einem eventuellen Ausstellungsbetrieb zu vermeiden).
So sieht das Ganze dann in Aktion aus:
Obwohl der oben abgebildete Greifer, meiner Meinung nach, von den Proportionen perfekt passt, ist er zum Beladen meiner Feldbahnloren etwas zu klein (abgesehen davon, dass der Maßstab zwischen Bagger und Feldbahnzug natürlich vorne und hinten nicht stimmt). Aber so braucht es mindestens 3 Durchgänge, um eine Lore voll zu kriegen, was etwas zu lang ist.
Deshalb hab ich den Greifer in alle Richtungen eine Noppe größer skaliert – ein paar Anpassungen in der Konstruktion hier und dort – und voilà, jetzt braucht es nur noch 2 Durchgänge, um eine Lore zu befüllen.
Allerdings treten die oben erwähnten Vibrationen bei dem großen Greifer leider noch wesentlich deutlicher zutage.