voxel
29.04.2026, 01:43

+10PET-Scan Hirn

Moinmoin allerseits!

Normalerweise gibt es von mir Computertomographen (CTs). Oder Linearbeschleuniger (LINACs). Oder auch Kernspintomographen (MRT). Oder...?

Heute gibt es zur Abwechselung ein Mosaik: das Ergebnis eines medizinischen Scans - eine Positronenemissionstomographie (PET).
(Keine Sorge - nichts von mir, sondern aus dem Internet.)

Nun hatte ich angenommen, ich haette das Teil schon gepostet - der Thread Gibt es mehr als zwei Rottöne? hat mich dazu veranlasst, danach zu schauen, weil ich zwecks Erweiterung der Farbpalette mit Trans-Farben ueber normalen Farben experimentiert hatte. Aber offenbar hatte ich das bisher verpeilt, also hole ich das hiermit nach.

Vorab noch etwas "Technobabble":

Bei der Positronenemissionstomographie bekommt der Patient einen radioaktiv gemarkerten Zucker gespritzt, und dieser reichert sich dort an, wo besonders viel Stoffwechselaktivitaet stattfindet. Der PET-Scanner zeichnet dies auf. Die eigentlichen Bilder sind schwarz-weiss, werden jedoch zur besseren Visualisierung, insbes. wenn man sie mit den CT-Bildern kombiniert, mit einer bunten Palette eingefaerbt.
Heutzutage sind PET-Scanner mit einem CT-Scanner kombiniert - nennt sich PET-CT. Und ja, soetwas habe ich auch schon mal gebaut.

Normalerweise bekommt man viele Bilder in unterschiedlichen Schnittlagen, um das Scanvolumen engmaschig abzudecken. Fuer das MOC habe ich mich auf einen Schicht beschraenkt.
Es handelt sich um die Abbildung einer axialen Schicht des Hirns, etwa in Hoehe der Hutkrempe, wuerde man denn einen Hut tragen.
DIe PET des Hirns findet z.B. Anwendung bei der Demenzdiagnostik.

Doch nun seht selbst:

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Fuer das Hirn habe ich runde Trans-Platten und einige -Fliesen 1x1 über normal gefaerbten Platten verwendet, damit es schoen bunt wird.
Die Farbvielfalt von Trans-Fliesen laesst leider zu wuenschen uebrig, somit habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und mal ein "Noppenfest" gefeiert .

Einen Mosaikmaker habe ich uebrigens nicht benutzt.
Zunaechst habe ich mir einen brauchbaren Scan mit Normalbefund aus dem Netz der Netze gezogen:

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Den Scan habe ich auf die Kantenlaenge 32 (Hoehe) gebracht; urspruenglich wollte ich beide Darstellungen nachbauen:

[image]



Und dann war mir die Hoehe 32 Noppen noch zu gross - ich habe mich fuer eine Hoehe von 24 + Rahmen, also 26 Noppen enschieden und noch aufskaliert, damit ich auch etwas erkennen kann:

[image]



Bemerkung am Rande: Die weissen Punkte dienten der Abzaehlung; ich hatte dann noch mal aus Versehen gespeichert.

Naja, und dann wurde gebastelt nach Vorlage.


Einen Staender hat das Teil auch bekommen:

[image]



Und so sieht beides zusammen aus:

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Mitglieder, denen dieses MOC gefällt:

Monsieur Greenhorn, Andor, Legoviller, legopapi, Jojo, Technix, zenzis, friccius, Dirk1313, Ben® (10 Mitglieder)

legopapi
29.04.2026, 02:15

Als Antwort auf den Beitrag von voxel

Re: PET-Scan Hirn

voxel hat geschrieben:

Normalerweise gibt es von mir Computertomographen (CTs). Oder Linearbeschleuniger (LINACs). Oder auch Kernspintomographen (MRT). Oder...?

Dein Bild ist doof, da fehlt ja der Tumor... Oder ist das eine postoperative Aufnahme?

Spaß beiseite, CT und MRT kenne ich aus mehrfachen Aufnahmen. Präoperativ und postoperativ. Ein CT ist schnell mal eben gemacht, auch vom Kopf. Ein MRT des Kopfes bringt viel bessere Bilder, ist aber für den Patienten eine Tortour. Aber eine lohnende, denn was im eigenen Oberstübchen los ist, möchte man ja wissen.

Und um den Bogen zu LEGO zurück zu finden: Deine "Belville - Abteilung fuer Strahlentherapie mit Linearbeschleuniger (LINAC) und Computertomograph" ist richtig gut. Ich erkenne da einiges wieder.


Gruß Michael



friccius
29.04.2026, 18:38

Als Antwort auf den Beitrag von voxel

Re: PET-Scan Hirn

Hi Alexander!

Hübsch! Gefällt mir.
voxel hat geschrieben:

...Bei der Positronenemissionstomographie bekommt der Patient einen radioaktiv gemarkerten Zucker gespritzt, und dieser reichert sich dort an, wo besonders viel Stoffwechselaktivitaet stattfindet. Der PET-Scanner zeichnet dies auf. ...

Das Zeug hat, so wurde mir gesagt, eine sehr geringe Halbwertszeit und würde sehr schnell wieder zerfallen. Lustig wurde die Sache bei mir, als ich nochmal zum Doc zurückging und ihm sagte, die Blutung will nicht aufhören. Da hatte ich schon ein paar Dinge in der Uniklinik kontaminiert. Das gab ein Geheul.
voxel hat geschrieben:
...Es handelt sich um die Abbildung einer axialen Schicht des Hirns, etwa in Hoehe der Hutkrempe, wuerde man denn einen Hut tragen....

Bei mir scannten sie tiefer.

Vie leG rüße
Andreas

derdiesesthemaglücklicherweiseabgeschlossenhatundfastnurnochdrüberwitzelnkann


Wer LEGO® verfälscht oder nachmacht, oder verfälschtes oder nachgemachtes LEGO® in Umlauf bringt, wird mit MegaBloks nicht unter fünf Jahren bestraft.

[image]


voxel
30.04.2026, 00:33

Als Antwort auf den Beitrag von legopapi

Re: PET-Scan Hirn

Moinmoin legopapi!

legopapi hat geschrieben:

Dein Bild ist doof, da fehlt ja der Tumor... Oder ist das eine postoperative Aufnahme?


Das ist ein Normalbefund aus dem Netz.
LEGO ist ein bisschen heile Welt, und ich verspuere deswegen nicht so den Wunsch, hier ueble Erkrankungen darzustellen. Da belasse ich es meistens bei der MOC-Faeule der Teiletrenner bzw. seltsamer Erkrankungen irgendwelcher Minecraft- oder sonstigen fiktiven Charaktere

Es tut mir leid, dass (nicht nur) Du unter so etwas zu leiden hattest.
Immerhin beruhigt mich zu wissen, dass meine MOCs bei denjenigen, die schon pers. Erfahrungen mit derlei Geraetschaften hatten, offenbar nicht auf Ablehnung stossen.

legopapi hat geschrieben:
Und um den Bogen zu LEGO zurück zu finden: Deine "Belville - Abteilung fuer Strahlentherapie mit Linearbeschleuniger (LINAC) und Computertomograph" ist richtig gut. Ich erkenne da einiges wieder.


Vielen Dank!



voxel
30.04.2026, 01:29

Als Antwort auf den Beitrag von friccius

Re: PET-Scan Hirn

Ein kraeftiges Moin suedwaerts!

friccius hat geschrieben:


Hübsch! Gefällt mir.


Danke

friccius hat geschrieben:

Das Zeug hat, so wurde mir gesagt, eine sehr geringe Halbwertszeit und würde sehr schnell wieder zerfallen.


Meistens wird das Radionuklid 18F-Fluordesoxyglucose (FDG) verwendet. Das Zeugs hat eine Halbwertszeit von 110 min.
Dazu kommt dann noch die biologische Verweildauer, die man durch reichlich Trinken beschleunigen kann (schiff ahoi ), und man ist das Zeugs rel. schnell wieder los.
Man selbst bekommt uebrigens weniger Strahlung ab als etwa bei einem CT-Scan.

friccius hat geschrieben:
Lustig wurde die Sache bei mir, als ich nochmal zum Doc zurückging und ihm sagte, die Blutung will nicht aufhören. Da hatte ich schon ein paar Dinge in der Uniklinik kontaminiert. Das gab ein Geheul.


So mancher Medizinphysiker muss die eine oder andere radioaktive Kleckerei fachgerecht entsorgen; da wird auch schon mal geflucht
(Je nach Substanz & deren Halbwertszeit werden auch schon mal Raeume fuer eine gewisse Zeit stillgelegt. Bei FDG ist das aber nicht der Fall.)

friccius hat geschrieben:
derdiesesthemaglücklicherweiseabgeschlossenhatundfastnurnochdrüberwitzelnkann


Zum Glueck! Moege es dabei bleiben!

voxel, der eigentlich keine Ahnung hat und davon ganzganz viel, aber diese Themen hochgradig interessant findet.



legopapi
30.04.2026, 02:17

Als Antwort auf den Beitrag von voxel

Re: PET-Scan Hirn

Bei mir ist alles so, wie es die Ärzte versprochen hatten. Geruchs- und Geschmackssinn können gestört bzw. gemindert bleiben, was eingetreten ist. Das Gedächtnis kann wieder besser werden oder nicht und auch das ist eingetreten. Es ist nicht besser.

Die Diagnose meines Tumors im Kopf war ein Zufallsfund. Meine Beschwerden vor der Diagnose Tumor waren als LongCOVID kategoriert worden. Nicht behandelt, weil man (noch) keine Therapie hatte.

Auf dem Weg zur Arbeit hatte ich Januar 2024 einen Unfall. Auf einer autobahnähnlichen Strecke fuhr ein Tanklastzug mehr oder weniger schräg auf. Er fuhr schräg über die Beschleunigungsspur und ebenso über die rechte Spur und nahm sich auch die linke Spur vor. Da war ich leider unterwegs... Der Tanklastzug hat mich in die Betonleitplanke gedrückt. Ich informierte die Polizei, sicherte die Unfallstelle ab und wartete. Der Fahrer lief herum und besah sich die Schäden. Etwa eine Viertelstunde später kam die Polizei. Ich blickte zum Tanklastzug - und der war weg! Der Fahrer blieb also einige Zeit vor Ort und haute dann gerade noch rechtzeitig vor der Ankunft der Polizei ab. Ich hatte kein Kennzeichen o. ä., der Unfallverursacher konnte nicht ermittelt werden.

Ich war nur leicht verletzt und wurde auf Kosten der BG sehr gründlich untersucht. Einmal CT bitte! Tja, Verletzungen des Kopfes waren nicht erkennbar, aber ein Tumor. Man kann also sagen: "Vielen Dank für die Fahrerflucht!" Nein, dafür nicht. Aber dafür, dass ich in meinem Arbeitswegssparmobil in die Betonleitplanke gedrückt wurde. Oder so ähnlich. Der Verlauf war und ist recht gut. Die - zufällige - frühe Entdeckung des Tumors machte die Behandlung einfacher.

So, genug Kriegsleiden bejammert, ab ins Bett.


Gruß Michael



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