Eisbär
29.05.2013, 12:35

Was zu Schienen

LLL!

Daß viele ihre PF-Züge auf 9 V Schienen betreiben, ischa nix Neues.

Andersrum ist seltener.*

Warum aber betreibt niemand (?) die nicht auf grauen, stromlosen Schienen? (IN der Annahme, die blauen seien den PF-Besitzern zu..zu...zu irgendetwas...unansehnlich?)

Machen die Riffel die Gummis kaputt?

Hat keiner mehr solche Schienen? (Außer mich.a)

Man kann ja sogar, mit Hilfe von Fliesen oder noch besser: 2x8x0,3, bei denen die lütten Stöpsel abgebrochen** sind, noch mehr Schwellen 'reinbauen, falls das realistischer wirkt.

*Gibt mich.abär Anlaß zur sicherlich überflüssigen Zusatzfrage: man kann doch einen 9V Motor mit Batterien betreiben?

**Und das sind sie ja öfter: Kein Geschrei nach Obsoleszenz, bitte. Die gegenüber normalen Nupsies verbesserte Stabilität macht es ja gerade, daß sie so oft abgebrochen sind.

Ungeschiente Grüße
Mich.a



ThomaS
29.05.2013, 12:56

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen

Warum aber betreibt niemand (?) die nicht auf grauen, stromlosen Schienen? (IN der Annahme, die blauen seien den PF-Besitzern zu..zu...zu irgendetwas...unansehnlich?)


Hi Mich.a,

ich oute mich mal: Aus Nostalgiegründen ist mein Schienenlayout ein 12V-Layout aus der grauen Ära mit allem was dazu gehört (auch mit Stromschienen). PF-Züge fahren auch drauf rum. Ein kleiner Nachteil ist der schlechtere Rollwiderstand dieser Schienen, ein größerer Nachteil die engen Weichen gerade bei längeren Zügen mit längeren Waggons. Einen Emerald über eine solche Weiche fahren zu lassen ist mir noch nicht gelungen.

Man kann ja sogar, mit Hilfe von Fliesen oder noch besser: 2x8x0,3, bei denen die lütten Stöpsel abgebrochen** sind, noch mehr Schwellen 'reinbauen, falls das realistischer wirkt.


Auch das mach ich. Mein komplettes 12V-Layout ist mit Zusatzschwellen ausgestattet.
Jetzt, wo ich diese Platten in großer Stückzahl in altdunkelgrau zusammen habe, kann ich's ja sagen ;)

9V-Züge stehen bei mir im Regal, alles was fahren soll hat 12V- oder PF-Motoren.

Schönen Gruß
ThomaS


Bilder.


Flogo
29.05.2013, 13:18

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen

Hi,

Ja 9V Motoren lassen sich mit Batterien betreiben,
siehe meiner Rangierlok
Funktioniert gut und hört sich gut an.

Blaue schienen hab ich auch noch.
Benutze ich ab und zu für meine Schmalspurbahnen.

MfG, Flo


[image]


www.noppenbahner.de


Ben®
29.05.2013, 13:23

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen: Erweiterte Frage: Kennt wer einen Sammler/Anlagenbauer mit grauer 4.5V Anlage?

Warum aber betreibt niemand (?) die nicht auf grauen, stromlosen Schienen? (IN der Annahme, die blauen seien den PF-Besitzern zu..zu...zu irgendetwas...unansehnlich?)

Hat keiner mehr solche Schienen? (Außer mich.a)


Hallo Mich.a,

ich kann hier natürlich nur ganz subjektiv berichten. Ich fand 4.5V immer sehr uncool als Kind und junger AFOL. Und ich glaube beim grauen System wurden in Europe (oder wenigstens in Deutschland) nur ziemlich wenige 4.5V Anlagen verkauft (In den USA gab es dafür bekanntermaßen nie 12V).

Die entsprechenden grauen Weichen und Kreuzungen fand ich in den neunzigern nur sehr selten auf Flohmarkten.

Lego hat sogar heftig 12V Stromleiter(mittel-)schienen in grau verkauft, als das blaue System auslief, so war es jedenfalls bei unserem Vedes 1980-1985. Am Ende meiner 12V Sammelleidenschaft hatte ich mehr Stromschienen grau als Laufschienen in grau (weil ich auf Flohmärkten oft blaue "Lauf-Schienen" mit dem grauen Strom-Schienen fand). Es gibt also bei grau keinen Überschuss an Lauf-Schienen - ganz im Gegensatz zum blauen System.

Beim blauen System waren 4.5V und 12V irgendwie noch fast gleicherechtigt. Es gab auch nicht so zwingende Gründe für 12V. Aber ab 1980 war 12V eben wegen der Fernsteuermodule (Weichen, Signale, Entkupplung, Bahnschranken) vielfach cooler.
Leute erweiterten ihre blauen 4.5V Anlagen auf graue 12V.

Das jedenfalls ist meine Theorie. Ich habe "4.5V grau" immer nur als Anfixdroge für die richtige 12V Eisenbahn angesehen.

Leg Godt!


[image]



mehr Bilder gibt's hier:

[image]


"blay s....!" - Aber China Klone (puke!) sind noch viel schlimmer...


MTM
29.05.2013, 13:46

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen

Hallo Mich.a,

also für meinen Teil kann ich nur sagen, dass es wesentlich einfacher ist, 9V-Schienen via Flohmarkt zu bekommen, als die grauen 12- oder 4,5V.
Blaue gibt es hin und wieder, meistens sogar so gut wie geschenkt, aber die sehen halt auch sehr ... blau aus.

Ich besitze einen erweiterten grauen 12V-Kreis und zwei kaputte graue 12V-Weichen und das Set 7745. Das will ich dann als Industriebahn verwenden, den 12V-Motor unter eine 4563-Lok (was ich seltsamerweise auch noch nie gesehen hab, obwohl es die Lok doch zum 12V-/9V-Übergang gab...) und dann große Teile des Gleises mit Straßenbelag einfassen. Dann ist das vom Aussehen okay und ich kann ab und an auch mal eine PF-Lok drauffahren lassen.

Mir persönlich gefällt das Design der 12V-Variante nicht - diese Stromschiene in der Mitte lässt das sehr unrealistisch wirken. Allerdings gefällt mir der 12V-Motor mit Pleuelstangen sehr gut, was LEGO mE bei 9V sehr unverständlich versäumt hat.
Ich versteh auch nicht so recht, warum es heute immer noch Modellbahner gibt, die das Dreischienensystem (mit Mittel-Stromschiene- oder Mittel-Punktkontakten) dem realistischen 2-Schienen-System vorziehen.

MTM



Legothusiast
29.05.2013, 14:47

Als Antwort auf den Beitrag von MTM

Re: Was zu Schienen

Hallo MTM,

Ich versteh auch nicht so recht, warum es heute immer noch Modellbahner gibt, die das Dreischienensystem (mit Mittel-Stromschiene- oder Mittel-Punktkontakten) dem realistischen 2-Schienen-System vorziehen.


Diese Frage kann ich dir schnell beantworten. Die Modellbahner mit Dreischienensystem (Beispielsweise Märklin in H0) schätzen die enorme Laufstabilität der Züge. Das heißt auch bei stärker verdreckten Schienen läuft die Lok noch ohne stottern und zucken, wohingegen bei 2-Schienen-Systemen die Lok dann schon stehen geblieben wäre. Hier wird, wie so oft im Modellbau, ein Kompromiss zwischen realistischem Aussehen und Bespielbarkeit gewählt.

Viele Grüße vom Sohn eines 3-Schienen-Modellbahners,

Alex



MTM
29.05.2013, 15:10

Als Antwort auf den Beitrag von Legothusiast

Re: Was zu Schienen

Danke Alex,

so eine kurze und schmerzlose Antwort hab ich noch nirgendwo gefunden. Die hilft mir.

Gruß,

MTM



Legothusiast
29.05.2013, 15:20

Als Antwort auf den Beitrag von MTM

Re: Was zu Schienen

Hallo MTM,

Danke Alex,

so eine kurze und schmerzlose Antwort hab ich noch nirgendwo gefunden. Die hilft mir.


bitte bitte. Freut mich dass ich helfen konnte

Viele Grüße,

Alex



TigarC
29.05.2013, 16:47

Als Antwort auf den Beitrag von MTM

Re: Was zu Schienen

...
Mir persönlich gefällt das Design der 12V-Variante nicht - diese Stromschiene in der Mitte lässt das sehr unrealistisch wirken.
...
Ich versteh auch nicht so recht, warum es heute immer noch Modellbahner gibt,
die das Dreischienensystem (mit Mittel-Stromschiene- oder Mittel-Punktkontakten) dem realistischen 2-Schienen-System vorziehen.

MTM

Hallo MTM,
ja deswegen hat z.B. Märklin ja auch auf kleine Pins anstatt einer 3. Schiene umgesattelt damit es realistischer aussieht.
Wie oben schon erwähnt wurde ist so ein größerer (brauchbarer) elektrischer Kontakt gegeben.
Deswegen bastel ich daran meine 12V Loks mit 4 Stromabnehmern zu versorgen ;)

Liebe Grüße

Harry


[image]


Ben®
29.05.2013, 17:15

Als Antwort auf den Beitrag von Legothusiast

Re: Was zu Schienen

Hallo MTM,

Ich versteh auch nicht so recht, warum es heute immer noch Modellbahner gibt, die das Dreischienensystem (mit Mittel-Stromschiene- oder Mittel-Punktkontakten) dem realistischen 2-Schienen-System vorziehen.


Diese Frage kann ich dir schnell beantworten. Die Modellbahner mit Dreischienensystem (Beispielsweise Märklin in H0) schätzen die enorme Laufstabilität der Züge. Das heißt auch bei stärker verdreckten Schienen läuft die Lok noch ohne stottern und zucken, wohingegen bei 2-Schienen-Systemen die Lok dann schon stehen geblieben wäre. Hier wird, wie so oft im Modellbau, ein Kompromiss zwischen realistischem Aussehen und Bespielbarkeit gewählt.

Viele Grüße vom Sohn eines 3-Schienen-Modellbahners,

Alex


Moin Moin!

Mal die Frage eines ehemaligen Märklin-Eisenbahners (so ca. 1978...1981): Ursprünglich ging es beim Mittelstromabnehmer doch vor allem um Kehrschleifen, soweit ich es von damals erinnere.

Mit Digitalisierung haben sich viele dieser Fragestellungen ja erledigt, aber sind Kehrschleifen nicht immer noch ein echtes Problem für Zweischienensysteme?

******

Geht den 9V- und 12V Legoeisenbahn-Fahrern ja nicht anders. Erst das digitale PF-System erlaubt den "Spaß" von Frontal-Crashs und wirklich beliebigem Layout inklusive "kurzgeschlossenen" Ypsilons.

Leg Godt!


[image]



mehr Bilder gibt's hier:

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"blay s....!" - Aber China Klone (puke!) sind noch viel schlimmer...


Legothusiast
29.05.2013, 17:39

Als Antwort auf den Beitrag von Ben®

Re: Was zu Schienen

Hallo Ben,

Ursprünglich ging es beim Mittelstromabnehmer doch vor allem um Kehrschleifen, soweit ich es von damals erinnere.


Das ist definitiv ein weiterer Vorteil der Mittelstromabnehmer bei Märklin H0, den ich irgendwie vergaß.

Geht den 9V- und 12V Legoeisenbahn-Fahrern ja nicht anders.


Dass man keine Wendeschleifen bauen kann, stört mich leider auch bei meine Lego 9V-Eisenbahn, aber da sitzen wir hier alle im selben Boot (außer die PF-User )

aber sind Kehrschleifen nicht immer noch ein echtes Problem für Zweischienensysteme?


Wie sich das inzwischen mit Zweischienensystemen, gerade im Bezug auf Digitalisierung etc, entwickelt hat, weiß ich nicht, aber hier wird mein Vater als sicherlich Rede und Antwort stehen können, falls tieferes Interesse besteht. Morgen sehe ich ihn und wenn ich dran denke frage ich ihn gleich mal.

Viele Grüße,

Alex



TigarC
29.05.2013, 17:50

Als Antwort auf den Beitrag von Ben®

Re: Was zu Schienen

Moin Moin!

Mal die Frage eines ehemaligen Märklin-Eisenbahners (so ca. 1978...1981): Ursprünglich ging es beim Mittelstromabnehmer doch vor allem um Kehrschleifen, soweit ich es von damals erinnere.

Mit Digitalisierung haben sich viele dieser Fragestellungen ja erledigt, aber sind Kehrschleifen nicht immer noch ein echtes Problem für Zweischienensysteme?

Moin Ben,
Jein - also bei Märklin.
Denn Märklin benutzt - im Gegensatz zu allen anderen - Wechselspannung und da ist es ja wurscht wie die Polung ist.
Die Fahrtrichtung wird somit in der Lok bestimmt.
Wobei natürlich auch da kein Kurzschluß entstehen darf - logisch
Aber Märklin ist ja eher der Mercedes - auch von der Philosophie her

Schönen Nabend noch
Harry


[image]


Andrenalin
29.05.2013, 18:14

Als Antwort auf den Beitrag von Ben®

Re: Was zu Schienen: Erweiterte Frage: Kennt wer einen Sammler/Anlagenbauer mit grauer 4.5V Anlage?

In den USA gab es dafür bekanntermaßen nie 12V.


Hallo Ben,

das wußte ich garnicht. Da bin ich aber froh das ich auf diesem Kontinent groß geworden bin. ;) Danke für die Info

Gruß, André



Lok24
29.05.2013, 18:35

Als Antwort auf den Beitrag von Ben®

Editiert von
Lok24
29.05.2013, 19:34

Strom und Mittelleiter

Hallo zusammen,

Dass die Stromabnahme bei Märklin besser ist, ist so eine Art "urban legend".

Wie man sich leicht überlegen kann liegt der Mittelschleifer immer nur auf maximal 2 Punkt-Kontakten auf. Vollends zunichte gemacht wird die "gute Stromaufnahme" durch die bei Märklin üblichen Haftreifen auf den Rädern.

Bei gut konstruierten Loks (Achslagerung, Material, Kontakte etc) und guter Pflege gibt es auch bei Zweileiter-Loks keine größeren Probleme.

Märklin-Loks haben schon seit ewigen Zeiten Allstrom-Motoren oder (seit Jahrzehnten) Gleichstrommotoren.

Das hängt damit zusammen, dass sie - historisch bedingt - mit Wechselstrom betrieben werden. Deswegen gab es früher(!!!!!) das Umschaltrelais in der Lok, mit dem man festlegte, in welche Richtung die Lok fahren soll. Mit der Einführung der Digtaltechnik vor 30(!) Jahren wurden diese nach und nach bei neuen Modellen durch elektronische Bausteine (Dekoder) erstzt, die sowohl den Betrieb mit analoger Wechselspannung ('Trafo') als auch mit digitaler Gleisspannung (oft auch noch analogem Gleichstrom) ermöglichen. Da diese Dekoder am besten Gleichstrommotoren ansteuern gab es immer mehr solche in den "Wechselstrom"-Loks. Märklin rüstet seit Jahrzenten alle Loks serienmäßig mit Digital-Decoder aus.

Und die berühmten Kehrschleifen!

Bei allen Gleisen mit asymmetrischer Spannung am Gleis muss hier Aufwand betrieben werden. Ein "Problem" ist es aber meist nicht.

Kehrschleifenschaltungen gibt es zuhauf, einige simple finden sich auf meiner Kinderbahn-Seite.

Bei Digital ist die Sache auch einfach (wenn auch mit Aufwand verbunden):
Der Lok (Decoder) ist es egal, "wie herum" das Digitalsignal kommt, sie macht ohnehin erstmal Gleichstrom draus. Daher gibt es zwei Systeme:

Entweder man nutzt Kontaktgleise (oder die Stellung der Weiche aus) und polt einfach die Kehrschleife um, während der Zug drin ist. Elegant.

Oder man erkennt den Kurzschluss bei der Ein- oder Ausfahrt in Millisekunden und polt dann auch um, die Kästchen nennen sich Kehrschleifenmodule.
Klingt gefährlich, funktioniert aber auch.

Ach so, on topic: die gezeigten Schaltungen sind natürlich auch für die 9V/12V-Bahn geeignet.

Grüße

Werner

PS: Alex hat schon darauf hingewiesen: |:| ~ nur bei Märklin H0, ansonsten gab und gibt es bei Märklin jede Menge Zweileiter-Gleise, obwohl die doch gar nicht richtig funktionieren ;) , so bei Spur I, Spur IIm (LGB, Hübner) , Spur Z, Spur H0 (Trix)

PPS: mehr zu der "urban legend" der "guten Stromabnahme", hier am Beispiel Miniatur-Wunderland, auf wikipedia



Lok24
29.05.2013, 19:06

Als Antwort auf den Beitrag von MTM

+1Re: Was zu Schienen

Hallo Micha,

Die hilft mir.


Nicht wirklich, weil sie sachlich nicht zu halten ist...

Grüße

Werner



renrew gefällt das


Kirk
30.05.2013, 00:23

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen

Hallo Mich.a,

wenn ich Deine Frage richtig verstehe, möchtest Du wissen, warum Du keine PF-Züge auf 12V-Gleisen kennst? Ich kann natürlich nur für mich sprechen: Mir ist der 12V-Krempel einfach zu teuer und mit 9V bin ich flexibler hinsichtlich der Motorisierung.
ABER: Wenn ich die Chance habe, dann nehme ich an Gleisen, was ich bekommen kann - auch 12V, wie z.B. vor einem Jahr in Bad Herrenalb auf der Anlage von Gleisbauer. Am 2. Ausstellungstag verkehrten dort praktisch ausschließlich meine PF-Züge.

Gruß

Thomas


\\//_ Build long and ℘rosper!


Eisbär
30.05.2013, 13:20

Als Antwort auf den Beitrag von Kirk

Re: Was zu Schienen

LLL!

Nein, ich meinte nicht 12 V, sonder 4,5 V, also stromlose graue* Schienen.

Ich meine, PF Züge können dadrauf fahren.

Wäre ich Eisenbahner und hätte PF, würde ich doch versuchen, billigere Schienen zu nehmen als 9 V. Oder PF-Schienen.

Oder andersrum: den Altbestand an stromlosen Schienen ausnutzen.

Wenn man schon nicht schieben will.


*Blaue sind vielleicht nicht attraktiv genug.


Ich meine doch nicht, daß ich der einzigste bin mit solch Schienen.

Geschobene Grüße
M.a



Legothusiast
31.05.2013, 10:31

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

Re: Strom und Mittelleiter

Hallo Werner,

ich merke schon, dass ich es mit dir mit einem eingefleischten Anhänger des Zwei-Leiter-Systems zu tun haben könnte

Das gute ist, dass wir bei Lego ja kein Fass aufmachen müssen was besser oder schlechter ist. Diese Frage wird man letzendlich nicht lösen können (genau wie die Frage der perfekten Breite von Lego-Zügen) und im Lego-Fall auch nicht müssen, weil wir Lego-Bahner alle mit Zweileiter-System ausgestattet sind ;)

Aber um nochmal auf ein Paar deiner Aussagen zurückzukommen:

Wie man sich leicht überlegen kann liegt der Mittelschleifer immer nur auf maximal 2 Punkt-Kontakten auf.


Hier muss ich dir widersprechen, die Schleifer sind meines Wissens nach so gebaut, dass sie auf mindestens 4-5 Mittelleiter-Punkten aufliegen (außer auf Weichen und Kreuzungen) und daher immer guter Kontakt über den Mittelschleifer zustandekommt. Dass die Kontaktaufnahme durch die Haftreifen vollends "zunichte" gemacht wird, glaube ich persönlich auch nicht, da man meines Wissens maximal 50% der Räder mit Haftreifen ausstattet (womit man im Endeffekt immer noch die gleiche Anzahl an Stromleitenden Rädern auf der Schiene hat wie beim Zweileiter-System), dabei aber deutlich erhöhte (Anfahr)Zugkraft hat.

Kehrschleifenschaltungen gibt es zuhauf, einige simple finden sich auf meiner Kinderbahn-Seite.


Es mag sein, dass es einige, mehr oder minder komplizierte Lösungen zum Bauen von Kehrschleifen gibt, es ist aber unkomplizierter die Schienen einfach zu verlegen wie man möchte und immer fahren kann.

Letzten Endes ist es aber eine "Glaubensfrage" und die Anhänger der einzelnen Lager haben sich schon so manch erbittertes Wortgefecht geliefert und sind zu keiner Lösung gekommen ;)

Viele Grüße,

Alex



Lok24
31.05.2013, 10:47

Als Antwort auf den Beitrag von Legothusiast

Re: Strom und Mittelleiter

Hallo Alex,

ich vermeide es eigentlich, von Vor- der Nachteilen zu sprechen.

Jedes der Systeme hat seine speziellen Eigenschaften. Inwieweit die für den speziellen Anwender in die eine oder andere Richtung ausschlagen hängt von dessen Vorstellungen ab.

Du hast aber schon gelesen, dass man im miniatur-Wunderland alle Mittelleiter-Loks mit einem zweiten Schleifer ausgerüstet hat? ;)

Zur Kehrschleife: Du hast natürlich recht, beim Mittelleiter-System braucht man keinen Gedanken daran zu verschwenden.
Aber als Kaufentscheidung würde ich das gegen andere Eigenschaften abwägen, denn man kann eben auch mit Zweileiter-Gleisen das ganze recht enfach lösen - aber, ja, man muss sich drum kümmern.

Was ich nicht so ganz verstehe ist, dass hier manchmal geschrieben wird das ginge gar nicht, dabei braucht man nur einen Umpolschalter (den es von Lego gibt) und schon geht's mit wenig Aufwand (Trennstellen). Ob man den treiben möchte ist jedem selbst überlassen.

In diesem Sinn freue ich mich über jeden der Spaß mit seiner Eisenbahn hat, von welchem Hersteller auch immer.

Grüße

Werner

PS.: Bei näherem hinschauen wirst Du feststellen, dass ich für Kinder auf meiner Seite das Märklin-System durchaus empfehle, aus verschiedenen Gründen.
Glaubenskriege helfen nie weiter.



Lego-Land
03.12.2024, 08:44

Als Antwort auf den Beitrag von Andrenalin

Editiert von
Lego-Land
03.12.2024, 08:53

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Andrenalin hat geschrieben:

In den USA gab es dafür bekanntermaßen nie 12V.


Hallo Ben,

das wußte ich garnicht. Da bin ich aber froh das ich auf diesem Kontinent groß geworden bin. ;) Danke für die Info

Gruß, André

Und für was gab es damals den Transformator #742 ?


L.G. Lego-Land


Lego-Land
03.12.2024, 08:51

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen

Andere Frage zu den blauen Stromschienen:

Es gibt offensichtlich zwei verschiedene Ausführungen was die Unterseite anbetrifft, also dort wo die Schienenkontaktplatte angesteckt wird. Einmal gibt es da welche mit nur zwei Stegen, aber es gibt auch welche mit drei Stegen.

Weiß vielleicht jemand wann das geändert wurde und warum?


L.G. Lego-Land


Lego-Land
10.12.2024, 14:23

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Lego-Land hat geschrieben:

Andrenalin hat geschrieben:
In den USA gab es dafür bekanntermaßen nie 12V.


Hallo Ben,

das wußte ich garnicht. Da bin ich aber froh das ich auf diesem Kontinent groß geworden bin. ;) Danke für die Info

Gruß, André

Und für was gab es damals den Transformator #742 ?

Ich möchte da nochmal nachfassen. Für welchen Markt gab es denn dann den Trafo #742 wenn nicht für den nordamerikanischen?


L.G. Lego-Land


Turez
11.12.2024, 14:02

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Lego-Land hat geschrieben:

Ich möchte da nochmal nachfassen. Für welchen Markt gab es denn dann den Trafo #742 wenn nicht für den nordamerikanischen?
Möglicherweise gab es diesen Trafo für Kunden aus Nordamerika, die die 12V-Bahn in Europa gekauft und dann mit nach Hause genommen bzw. dorthin verschickt haben. Ich denke da z.B. an Geschäftsreisende oder US-Militärangehörige. Wer im Ausland nach Spielzeug für die Kinder in der Heimat sucht und sich ein bisschen auskennt, wird sicher vor allem solches kaufen, das es zuhause nicht gibt, damit die Kinder etwas besonderes haben. Die 12V-Bahn von LEGO wäre da auf jeden Fall ein guter Kandidat gewesen.

Grüße
Jonas



Alf
12.12.2024, 11:51

Als Antwort auf den Beitrag von Turez

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Es stellt sich die Frage, ob der Transformator 742 mit 110V überhaupt jemals in den Verkauf kam. Hat jemand ein Exemplar herumliegen?

Ich habe mal spaßeshalber gesucht, aber ein Angebot zum 742 lässt sich im Netz nicht finden. Auch keine Bilder außerhalb von Katalogabbildungen.
Da liegt die Vermutung nahe, dass zwar 1969/1970 geplant war, den nordamerikanischen Markt doch noch mit Zugsets zu bedienen. Aber aus unerfindlichen Gründen (Absage von Samsonite?) ging die blaue Zug-Ära an Nordamerika vorbei - naja, bis auf das Set 080. Und dafür war halt kein Trafo notwendig.

Alles nur geraten...



Pudie®
12.12.2024, 12:33

Als Antwort auf den Beitrag von Alf

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Hallo,
Anscheinend wird hier von vielen fälschlicherweise angenommen, daß es nur in den USA/Nordamerika 110v~ Spannung gibt/gab.

Der LEGO Collectors Guide (der ist zwar seit 2011 nicht aktualisiert worden, hat aber für Sets davor immer noch seine Gültigkeit) gibt einen entscheidenden Hinweis:

Das Set 742 ist extrem selten ( sechs "Steine") und wurde nur in Europa verkauft.

[image]




Google verrät, daß es 110V-Netzspannung auch in Europa (sogar in Deutschland) mal gab.

Ich kann mich noch an die Entstehung des Collector-Guide erinnern.
Es waren einige Leute von 1000Steine mit ihren Wissen beteiligt, aber dem "einfachen" Fan nicht zugängliche Informationen kamen von LEGO und deren Archiv himself.

Gruß
Frank



Lego-Land
14.12.2024, 21:37

Als Antwort auf den Beitrag von Pudie®

Editiert von
Lego-Land
14.12.2024, 21:44

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Pudie® hat geschrieben:




Google verrät, daß es 110V-Netzspannung auch in Europa (sogar in Deutschland) mal gab.


Hmm, aber doch nicht mehr 1970 als dieser Trafo raus kam.

Weiß jemand, ob dieser Trafo auch von Siemens hergestellt wurde oder war es gar ein anderer Hersteller, was dann auch ein Hinweis sein könnte


L.G. Lego-Land


dino
15.12.2024, 04:09

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

+1Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Lego-Land hat geschrieben:


Und für was gab es damals den Transformator #742 ?


Vorweg, ich bin kein Elektriker!

Meiner Meinung nach, gab es den 742er nur in Deutschland. Genauer gesagt in der amerikanischen Besatzungszone. In den amerikanischen Kasernen und Housing areas war bzw. ist die Netzspannung nur 120V um dort die amerikanischen Geräte zu betreiben. Wenn man sich das Bild oder den deutschen Katalog aus den 70er Jahren anschaut, ist er dort mit einem Schukostecker gezeigt. Wenn also ein amerikanischer Soldat eine 12V Eisenbahn für sein Kind kaufen wollte, konnte es mit diesem Trafo die Bahn hier in den Housing areas betreiben und brauchte dann in Amerika nur einen Adapter. Er war also nur ein weiteres Zubehörteil für den deutschen Markt.

Werner



ThomaS gefällt das


Lego-Land
15.12.2024, 21:38

Als Antwort auf den Beitrag von dino

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

dino hat geschrieben:



Vorweg, ich bin kein Elektriker!


Das merkt man
Der Netzstecker des #742 ist eben kein Schukostecker, sondern hat lediglich Pins für Null und die Phase. Der Schutzkontakt fehlt!

BTW: Warum sollte Lego für die paar GI-Familien in Deutschland extra einen Trafo auf den Markt bringen? Ich denke dieser Markt ist doch mehr als überschaubar gewesen.


L.G. Lego-Land


Ralf
15.12.2024, 22:48

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Lego-Land hat geschrieben:

dino hat geschrieben:


Vorweg, ich bin kein Elektriker!


Das merkt man
Der Netzstecker des #742 ist eben kein Schukostecker, sondern hat lediglich Pins für Null und die Phase. Der Schutzkontakt fehlt!


Ja, und GlühBIRNEN gibt's auf'm Wochenmarkt, Neonröhren sind farbig und nicht weiß, Schraubenzieher heißen Schraubendreher, der Zollstock ist ein Gliedermaßstab usw.

Lego-Land hat geschrieben:
Warum sollte Lego für die paar GI-Familien in Deutschland extra einen Trafo auf den Markt bringen? Ich denke dieser Markt ist doch mehr als überschaubar gewesen.


Wahrscheinlich für die 47.582.102 Nichtelektriker, die ihre Zweifachsteckdose nicht parallel sondern in Reihe angeschlossen haben und somit nur 110V zur Verfügung hatten.

Also für mich ist jetzt alles geklärt.

Gruß
Ralf



Lego-Land
17.12.2024, 17:38

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

Re: Was zu Schienen

Lego-Land hat geschrieben:

Andere Frage zu den blauen Stromschienen:

Es gibt offensichtlich zwei verschiedene Ausführungen was die Unterseite anbetrifft, also dort wo die Schienenkontaktplatte angesteckt wird. Einmal gibt es da welche mit nur zwei Stegen, aber es gibt auch welche mit drei Stegen.

Weiß vielleicht jemand wann das geändert wurde und warum?


Um das nochmal zu verdeutlichen, was ich meine:
Hier die mit zwei Stegen...
https://www.steinpalast.e...e-kabelloch-typ2-3242c
Hier die mit drei Stegen...
https://www.steinpalast.e...e-kabelloch-typ1-3242c

Der Online-Händler, für den ich ausdrücklich hier keine Werbung machen möchte, unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2. Ich habe leider keine weitere Bilder im Netz gefunden, die die blauen Stromschienen von unten zeigen.


L.G. Lego-Land


Lego-Land
17.12.2024, 17:44

Als Antwort auf den Beitrag von Ralf

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Ralf hat geschrieben:



Also für mich ist jetzt alles geklärt.

Gruß
Ralf


Schön, für mich noch nicht


L.G. Lego-Land


Ralf
17.12.2024, 20:10

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

Re: Was zu Schienen

Die Stege sind nicht der einzige Unterschied...

[image]

[image]



Ralf
17.12.2024, 20:24

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

Re: Was zu Schienen

Noch ein Rätsel?

Finde die Unterschiede:

[image]

[image]



Eisbär
18.12.2024, 13:07

Als Antwort auf den Beitrag von Ralf

Re: Was zu Schienen

Lieber Ralf!

Und der Rost?

Dünnes Öl, ggf. feines Schleifpapier.

Sollte man das Metall vor dem Einlagern nicht auch leicht ölen?

Es gibt doch auch so Papiertütchen mit so Trocknungskrümeln drin, die tue ich zu den Metallschienen inne Plastiktüte. (Apropos: PLastiktüten: diese verschließbaren sind zwar praktisch, nerven aber sehr: gehen nicht auf, wenn sie sollen, gehen nicht zu, bleiben nicht zu, reinschütten kann man nix ohne 4 Hände, mitunter nicht mal was rausschütten - ich bin für sowas nicht geeignet. Seufzer aus der Tiefe: wenn's nur das wäre. Tesafilm auch nich und das vor Weihnachten. Abär ich hab noch n büschen Baldrian. Vorher oder nachher?)


Noch wat anners: eben sah ich eine zerbrochene 9 V Weiche, das kurvige Stück fehlt. Kann man, wenn man hätte, eine kaputte Kurve drankleben (Hält mit Metallstift drunter etwas weniger schlecht), falls die Kurve gleich ist? Sonst dient sie als doppelte Gerade und Nervenkitzel.

Merke: je weniger man seine Legos benutzt (oder mit umzieht), je weniger gehen sie kaputt.

Heile Grüße

Mich.a



Ralf
18.12.2024, 23:35

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen

Eisbär hat geschrieben:

Lieber Ralf!

Und der Rost?

Dünnes Öl, ggf. feines Schleifpapier.

Sollte man das Metall vor dem Einlagern nicht auch leicht ölen?

Es gibt doch auch so Papiertütchen mit so Trocknungskrümeln drin, die tue ich zu den Metallschienen inne Plastiktüte. (Apropos: PLastiktüten: diese verschließbaren sind zwar praktisch, nerven aber sehr: gehen nicht auf, wenn sie sollen, gehen nicht zu, bleiben nicht zu, reinschütten kann man nix ohne 4 Hände, mitunter nicht mal was rausschütten - ich bin für sowas nicht geeignet. Seufzer aus der Tiefe: wenn's nur das wäre. Tesafilm auch nich und das vor Weihnachten. Abär ich hab noch n büschen Baldrian. Vorher oder nachher?)


Noch wat anners: eben sah ich eine zerbrochene 9 V Weiche, das kurvige Stück fehlt. Kann man, wenn man hätte, eine kaputte Kurve drankleben (Hält mit Metallstift drunter etwas weniger schlecht), falls die Kurve gleich ist? Sonst dient sie als doppelte Gerade und Nervenkitzel.

Merke: je weniger man seine Legos benutzt (oder mit umzieht), je weniger gehen sie kaputt.

Heile Grüße

Mich.a


Liebär Mich.a,

Die Rostschienen aufm Foto waren schon aussortiert. Keine Probleme mit Rost, die sind trocken gelagert.
Um große Mengen trocken zu lagern, kannst du Silica/ Kieselgel verwenden. Haben wir früher in Trafostationen verwendet.

Für Teile die ich immer mal wieder brauche, nehme ich Zipbeutel mit Gleitverschluß, die nerven nicht.

Du hast nicht wirklich eine Weiche ohne Kurve, oder? Wie soll denn das passiert sein?

Rostfreie Grüße

Ralf



Eisbär
19.12.2024, 15:49

Als Antwort auf den Beitrag von Ralf

Re: Was zu Schienen

Ralf hat geschrieben:



Du hast nicht wirklich eine Weiche ohne Kurve, oder? Wie soll denn das passiert sein?

Rostfreie Grüße

Ralf



Lieber Ralf!

Hab ich ja. Gebraucht bekommen/gekauft. Ist wohl jemandem abgebrochen.

Ich käme nicht auf die Idee, Lego auszusortieren, schon gar nicht bei so alten, die es nicht so häufig in 1A-Zustand gibt. Woher wüßte ich sonst, daß Öl und Sandpapier nützlich sind? Ich glaube, ich hab auch eine blaue Stromschiene, die kürzer ist als ursprünglich, hatte wohl jemand gesägt. Und natürlich ne Menge verkürzter/gebrochener Laufschienen, meist blaue. Die man auf 8er Länge zurechtschneidern kann gehen ja.

Irgendwo müßte auch eine blaue 12V Weiche mit ohne Zunge sein, in die eine Richtung geht's, sonst ist sie Ersatz für 2 Geraden.

Geölte Grüße

M.a



Lego-Land
28.04.2025, 13:45

Als Antwort auf den Beitrag von Lego-Land

Re: Was zu Schienen: 12V in Nordamerika?

Lego-Land hat geschrieben:

Ralf hat geschrieben:


Also für mich ist jetzt alles geklärt.

Gruß
Ralf


Schön, für mich noch nicht


Ich muss da nochmal nachfragen. Hier...
https://alders-collectabl...h/lego-eisenbahn-blau/ (letztes Drittel)
...wird behauptet, dass es das 12V-System in Nordamerika sehr wohl gab. Was stimmt denn nun?


L.G. Lego-Land


Alf
28.04.2025, 16:00

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Editiert von
Alf
28.04.2025, 16:17

+2Re: Was zu Schienen

Es dürfte sehr unwahrscheinlich sein, dass 12V Sets in den USA erhältlich waren. Zwar gibt es Fotos des seinerzeit von Siemens hergestellten 12V Trafos 742, aber dieser war wohl mit einem Euro-Stecker ausgestattet. Da fragt man sich ernsthaft, welche Zielgruppe damit anvisiert wurde.

In der Samsonite Produktübersicht von 1970 ist nicht ein einziges Set aus der 12V Reihe zu finden. Spätestens da hätte sich eigentlich etwas zeigen müssen.
Das Lego-Angebot in den amerikanischen Shops nach der US-Vertriebsübernahme durch Lego selbst (1972 - Auslauf der Samsonite Lizenz) soll dann jahre- oder sogar jahrzehntelang keine Part- oder Service-Packs enthalten haben - dementsprechend auch keine Schienen oder anderes Zubehör für die Eisenbahn.
Neue Eisenbahn-Sets waren in den 70ern und 80ern vermutlich lange Zeit in der US-Lego-Welt nicht vorhanden. Eine Ausnahme hiervon könnte das 7722 Batterie-Zugset sein. Anscheinend war dies in den USA erhältlich. Warum? Wahrscheinlich, weil es ein Batterie-Set war (kein Trafo und somit keine oder eine leichtere Abnahme durch die Federal Communications Commission FCC erforderlich).

Laut eines Users auf Eurobricks gab es damals auf Nachfrage seitens Lego folgende Rückmeldung: 12V Sets würden in den USA nicht angeboten, da Lego keinen 12V-Trafo für das amerikanische 110V-Stromnetz anbiete. Aber Lego plane, mit dem kommenden 9V Eisenbahn Relaunch den US-Markt zu bedienen.
Das scheint sich auch wirklich mit den 9V-Sets geändert zu haben. Nun konnte man den neuen 9V Speed Regulator mit dem 110V/115V-kompatiblen Netzteil DV-1070 verwenden.

Soweit das, was ich dazu an Infos herausfinden konnte. Die von Dir zitierte Seite dürfte also mit ihrer Behauptung falsch liegen. Offiziell waren 12V-Sets in den USA nicht existent. Das bestätigen so auch immer wieder Amerikaner, die zu 12V Videos auf YouTube bereitstellen.

Auch die Angaben zu den 12V Weichen auf der Seite ist nicht korrekt. Von 1969 bis 1973 gab es die fernbedienbaren Weichen 753 und 754 (mit "Schaltplatte"). Nur diese waren - neben der manuellen Verstellbarkeit - auch über den Trafo mittels der besagten "Schaltplatte" elektronisch schaltbar. Das dort auf der Seite abgebildete Set 755 enthielt ab 1974 nur noch mechanisch schaltbare Weichen (2 Stück pro Packung). Die Weichen-Sets 753 und 754 wurden ab dann nicht mehr angeboten, was ich damals sehr schade fand.
Der damalige 12V 740 Trafo wurde im gleichen Zuge (no pun intended) durch ein neues Modell 741 ersetzt, welches die Anschlüsse für fernbedienbare Weichen und Leuchtmittel nicht mehr enthielt.

LG, Alf



Thomas52xxx , Ralf gefällt das


Lego-Land
29.04.2025, 21:22

Als Antwort auf den Beitrag von Eisbär

Re: Was zu Schienen

Das ist alles sehr nachvollziehbar, zumal ich außer den Katalogfotos zum 742 mit Euro-Stecker auch noch keine Echtfotos mit anderen Netzanschluss-Steckern gesehen habe.

Außerdem sind die Angaben auf dieser Seite zum Trafo 741 auch nicht korrekt. Der Trafo hat zwar 2 Ausgänge, die sind aber identisch. Einen Ausgang 0-5V gibt es m.E. nicht.


L.G. Lego-Land


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