Micha2
29.09.2020, 12:59

+1Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Nachdem ich schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich aktiv baue, sondern Lego eher nur noch "platonisch" verfolge (MOCs anschauen, Diskussionen hier im Forum verfolgen,...) habe ich mir überlegt, meinen Steinevorrat zu verkaufen (ca. 1 Kubikmeter, grob).
Nun gibt es dafür ja verschiedene Wege (hier auf dem Marktplatz, Ebay, Ebay-Kleinanzeigen,...), aber das ist alles perfekt vorsortiert und ich möchte es keinesfalls als Kiloware verkaufen, auch nicht als einzelne Lose in kleinen Portionen, sondern am liebsten gesamt.
Denkt Ihr, es ist sinnvoll, BL-Händler direkt anzuschreiben?
Oder gibt es weitere Alternativen, auf die ich nicht gekommen bin?
Klar, man könnte es auch als "Startpaket für Einsteiger" anpreisen - die Frage kommt ja hier im Forum auch regelmäßig. Aber ob so jemand gleich derart massiv einsteigen möchte...?



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Ferdinand
30.09.2020, 06:58

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Hallo Micha2 ,

Bitte , bitte verkaufe NICHT(s) !
Ich bin 67 Jahre und habe schon mehrmals "Dark Ages " (auch fuer mehrere Jahre) gehabt und Gedanke gemacht (etwas)zu verkaufen .
Aber glueckliche Weise : Ich bin jetzt so froh nicht(s) verkauft zu habe .
Ich sammelte Zuege und so (blaue und graue Era ) ; bin jetzt mehr mit Friends "befreundet " .
Und ich brauche dann fast Alles was ich habe . Ja auch die alte Zuege und die monorail-teilen und ...
Also noch einmahl : bitte verkaufe NICHT(s) !

Grusss ,
Ferdinand



Thomas52xxx
30.09.2020, 09:22

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Ich habe mir Deine Absicht noch mal durch den Kopf gehen lassen. Warum verkaufst Du das nicht selber bei Bricklink? Ich würde die Teile nicht einzeln verkaufen, sondern je Position komplett (z.B. 127 sandblaue 1x2- Platten). Bei Mengen die über ein gewisses Maß hinausgehen kannst Du ja mehrere "Packs" anbieten. Preis auf den Bricklink-Durchschnittspreis (das ist, wenn die Positionen angelegt sind ein Klick in Brickstock). Was nicht verkauft ist, wird nach einem Monat um 10% reduziert.

Musst halt schauen, wie das mit Gewerbeanmeldung und Steuer ist. Formal würde ich einen Bricklink-Shop immer als gewerblich einschätzen. Ggf. kann man da mit dem Finanzamt *im Vorfeld* etwas abklären.


Gruß
Thomas

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Micha2
30.09.2020, 09:56

Als Antwort auf den Beitrag von Thomas52xxx

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Hallo Thomas,
aus folgenden Gründen:
1) Gewerbe (mit allem was dazu gehört...Finanzamt,...)
2) Ich müsste auch dann alles inventarisieren
3) Ich müsste mich in BL als Verkäufer erst mal "orientieren" (bislang war ich nur Käufer, und auch das ist schon 6-7 Jahre her)
4) es wäre nicht gesagt, dass ich alles losbekomme. Ich will aber alles weg haben oder nichts, denn nur der Verkauf eines Teils ist die allerunglücklichste Lösung -> denn eigentlich wäre mein Sortiment ja auf meinen Bedarf zugeschnitten, und wenn ich es behalten und mich doch umbesinnen würde, dann hätte ich ja gerne alles zur Verfügung.

Vermutlich könnte ich über BL den Ertrag maximieren, aber erstens weiß man es nicht und zweitens ist der Preis dafür (wie meist im Leben) Aufwand, den man an anderer Stelle treiben muss. Und darauf hab ich keine Lust.

Viele Grüße
Micha



5N00P1
30.09.2020, 12:24

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

Editiert von
5N00P1
30.09.2020, 12:25

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Micha2 hat geschrieben:


Vermutlich könnte ich über BL den Ertrag maximieren, aber erstens weiß man es nicht und zweitens ist der Preis dafür (wie meist im Leben) Aufwand, den man an anderer Stelle treiben muss. Und darauf hab ich keine Lust.


Die Frage lautet doch, wo liegt der Sweet Spot zwischen Arbeit & Umsatz.
Das Maximum ist vermutlich Sets aufbauen und einzeln verkaufen und dann den Rest. Den Aufwand willst du dir nicht machen, verständlich.

Aber, ohne die Mühe das zu inventarisieren?
"Verkaufe meine Lego Sammlung, kein Plan wie viel, aber ich will 2000 EUR" ja, wofür?
Versetz dich in die Lage eines Käufers, was willst du wissen? Und was davon kannst und willst du liefern?
Vermutlich ist der beste Weg Fotos und lokale Käufer die es sich nämlich angucken und schätzen können.

Edit: Es ist nämlich nicht Brick Link tauglich da nicht inventarisiert.



AdmiralStein
30.09.2020, 14:51

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Die typischen Gebrauchtware-Ankäufer zahlen nicht viel im Verhältnis zu dem, was du im Einzelverkauf der Steine/Posten bekommen kannst, wenn es sich um sehr gute/unbespielte Qualität handelt.

Du schreibst "2/3 Neuware". Sind die strikt getrennt von der Gebrauchtware? Also hast du zu allen Teilen eine Tüte mit 100%iger Neuware und daneben eine Tüte mit gebrauchten Teilen? Das wäre ein entscheidendes Kriterium, denn falls nicht, könnte ein Händler das auch nur komplett als Gebrauchtware verkaufen, denn der kann sich nicht jedes Teil einzeln anschauen, ob es schon mal verbaut wurde oder Kratzer hat.

Das lukrativste Modell wäre vermutlich wie Thomas schon schrieb, selbst ein Gewerbe als Kleinunternehmer anzumelden, einen BrickLink-Shop zu eröffnen und dann ganze Posten mit steigenden Rabatten anzubieten. Wie lukrativ das ganze am Ende ist, hängt natürlich auch von deinem sonstigen Einkommen ab, denn die Gewinne werden deinem Einkommen hinzugerechnet und entsprechend versteuert. Das ist dir aber zu aufwändig.

Wenn du selbst möglichst wenig Arbeit damit haben möchtest, wäre wohl das lukrativste Modell, einen Händler zu suchen, der die Ware in Kommission verkauft. Du übergibst ihm das ganze Konvolut und er listet das bei BrickLink/BrickOwl/BrickScout/ebay/Amazon/wo auch immer er es für sinnvoll hält. Er schickt dir monatlich oder quartalsweise eine Abrechnung über die verkauften Positionen und zahlt dir einen vorher ausgehandelten Prozentsatz aus. Mach dir aber keine Illusionen, dieser wird nicht über 50-60% des erzielten Verkaufspreises liegen, denn der Händler muss ja erstmal Umsatzsteuer*, Marktplatzgebühren, Bezahlartgebühren etc. vom Verkaufserlös abziehen und dann noch seinen Anteil.

*Bei Kleinunternehmern kann die Auszahlung höher ausfallen, da die vom Verkaufserlös keine Umsatzsteuer abführen müssen.

Ich denke dass du bei dieser Vorgehensweise am Ende einen höheren Preis erzielst als bei einem Sofortverkauf. Denn wenn du die ganze Sammlung Händlern zum Kauf anbietest, werden sie dir weniger bieten, denn sie kaufen ein Stück weit die Katze im Sack und müssen auch erstmal für alles in Vorleistung treten.

Matthias



Micha2
30.09.2020, 15:23

Als Antwort auf den Beitrag von 5N00P1

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

5N00P1 hat geschrieben:

Das Maximum ist vermutlich Sets aufbauen und einzeln verkaufen und dann den Rest.

Das sind keine Sets. Zumindest keine mehr, die man zusammen bekommen könnte, da ich auch schon Teile verkauft habe. Das sind zu 90% über BL gekaufte Einzelteile.

5N00P1 hat geschrieben:
"Verkaufe meine Lego Sammlung, kein Plan wie viel, aber ich will 2000 EUR" ja, wofür?
Versetz dich in die Lage eines Käufers, was willst du wissen? Und was davon kannst und willst du liefern?

Naja...so würde ich auch nicht machen. Hatte gedacht, ich agiere auf Basis von Fotos, aber ich habe sicherlich nicht vor, meine 1x1 Plättchen zu zählen (nur mal so als Beispiel)

5N00P1 hat geschrieben:
Vermutlich ist der beste Weg Fotos und lokale Käufer die es sich nämlich angucken und schätzen können.

Schätzen würde ich schon selbst
Aber ja, ein lokaler Käufer wäre immer gut. Wichtig ist halt, dass es jemand ist, der den Wert auch erkennt. Auf Ebay-Kleinanzeigen mit "Was isch letzte Preis?"-Käufern hab ich nämlich nicht wirklich Lust...



Brixe
30.09.2020, 15:43

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Hallo,

Micha2 hat geschrieben:

Wichtig ist halt, dass es jemand ist, der den Wert auch erkennt.

du könntest dich auch mal ein Paar Stunden hinsetzen und alles fotografieren, dir einen realistischen Preis überlegen und das gesamte Konvolut hier bei 1000Steine anbieten. Ich denke daß hier am ehesten Leute zu finden sind, die wissen, was das alles wert ist.

Oft genug wird auch von Neulingen gefragt, wie man am besten eine Sammlung aufbaut und wie man möglichst schnell zu einem guten, nicht zerspielten Grundstock an brauchbaren Teilen kommt. Du würdest vielleicht nicht so viel rausbekommen wie bei einem Einzelverkauf, aber ganz sicher mehr als bei bonbonverschmierter, zerbissener Kinderzimmer-Kiloware von Ebay.

Ansonsten würde ich mich Ferdinand anschließen und sagen: behalt es. Wer weiß wie du in 2-3 Jahren dazu stehst und dir evtl. in den Arsch beißt, weil du alles verkauft hast.

LG, Marion



5N00P1
30.09.2020, 15:53

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Micha2 hat geschrieben:


5N00P1 hat geschrieben:
"Verkaufe meine Lego Sammlung, kein Plan wie viel, aber ich will 2000 EUR" ja, wofür?
Versetz dich in die Lage eines Käufers, was willst du wissen? Und was davon kannst und willst du liefern?

Naja...so würde ich auch nicht machen. Hatte gedacht, ich agiere auf Basis von Fotos, aber ich habe sicherlich nicht vor, meine 1x1 Plättchen zu zählen (nur mal so als Beispiel)


Na klar, die Frage ist nur, wie viel sagen mir Fotos von einer Sammlung? Wie viele Steine sind das wirklich?
Wiegen wäre hilfreich.
Ich gucke öfter mal auf EBKA, wenn ich aber nicht absehen kann wie viel das ist, ist das für mich ein Mondpreis.

Micha2 hat geschrieben:

5N00P1 hat geschrieben:
Vermutlich ist der beste Weg Fotos und lokale Käufer die es sich nämlich angucken und schätzen können.

Schätzen würde ich schon selbst
Aber ja, ein lokaler Käufer wäre immer gut. Wichtig ist halt, dass es jemand ist, der den Wert auch erkennt. Auf Ebay-Kleinanzeigen mit "Was isch letzte Preis?"-Käufern hab ich nämlich nicht wirklich Lust...


Angebot und Nachfrage.... aber ich denke es ist klar, ein privater Käufer wird und kann dir mehr zahlen als ein Händler der ja da noch seinen Gewinn drauf machen muss.
Und ich muss sagen EBKA läuft bei mir ganz gut, die Frage ist halt wie du es reinstellst.

Auf lange Texte mit klaren Preisvorstellung bekomme ich so gut wie nie ein "Was ist letzte Preis" Ich habe auch schon ein Paar Sammlungsauflösungen dort gesehen kannst du dir ja mal angucken. Aber wie immer gilt, je klarer du definieren kannst was du hast, desto mehr Wert ist. "Wie auf dem Foto" ist immer schlechter als "20 kg blaue Steine alle Original Cobi, davon 7 normales blau und 13 dark blue" .



Micha2
30.09.2020, 22:19

Als Antwort auf den Beitrag von Brixe

+1Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Hallo Marion,

Brixe hat geschrieben:

du könntest dich auch mal ein Paar Stunden hinsetzen und alles fotografieren, dir einen realistischen Preis überlegen

Das auf jeden Fall. Zählen und inventarisieren ist mir echt zu viel, aber detailliert fotografieren ist auf jeden Fall ein Muss egal wo ich verkaufe.

Brixe hat geschrieben:
Oft genug wird auch von Neulingen gefragt, wie man am besten eine Sammlung aufbaut und wie man möglichst schnell zu einem guten, nicht zerspielten Grundstock an brauchbaren Teilen kommt. Du würdest vielleicht nicht so viel rausbekommen wie bei einem Einzelverkauf, aber ganz sicher mehr als bei bonbonverschmierter, zerbissener Kinderzimmer-Kiloware von Ebay.

Das wäre natürlich am besten, wenn nun ein sammlungsaufbauender Neuling im Forum auftauchen würde. Für so jemanden wäre das sicherlich mehr als geeignet, wenngleich vermutlich sogar fast etwas zu viel.

Brixe hat geschrieben:
Ansonsten würde ich mich Ferdinand anschließen und sagen: behalt es. Wer weiß wie du in 2-3 Jahren dazu stehst und dir evtl. in den Arsch beißt, weil du alles verkauft hast.

Ihr macht mir Angst



Brixe gefällt das


Brixe
30.09.2020, 23:24

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

+1Re: Bricklink-taugliches Konvolut wie sinnvoll verkaufen?

Micha2 hat geschrieben:


Ihr macht mir Angst



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