Dirk1313
14.08.2020, 20:04

+8Set Review: 21323 LEGO Konzertflügel

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Groß war die Freude als während des Skaerbaek Fanweekends im LEGO House in Billund im September 2019 gleich eine Vielzahl toller Entwürfe vorgestellt wurden und drei große Sets umgesetzt werden sollten. So ist das Pirate Bay Set ja bereits erschienen und nun fehlten noch der große Konzertfügel und die Sesamstraße.

Gerüchten zu Folge sollte das Sesamstraßen-Set als nächstes erscheinen. Um so größer dann die Überraschung als der Konzertflügel angekündigt wurde.

Das Set besteht aus 3662 Teilen inklusive drei PoweredUp Komponenten und kostet in Deutschland derzeit 341,17 Euro, ist exklusiv bei LEGO erhältlich.

Der große Karton ist randvoll und beinhaltet, wie schon gewohnt von teuren Sets, einen zweiten Karton im Inneren. Außerdem ist der Karton wie eine Schachtel aufgebaut, der Deckel läßt sich abnehmen. Neben dem wirklich dicken Anleitungsbuch befinden sich etliche Plastikbeutel mit den Teilen im Karton. Außerdem gibt es keine Aufkleber und zwei bedruckte Teile. Der Aufbau ist in 21 Schritte aufgeteilt und in jedem Bauschritt werden Teile aus maximal drei Tüten verbaut. Der Aufbau ist also quasi „idiotensicher“ aufgeteilt. Das zeigt sich auch daran, dass zwischendurch zweimal die PoweredUp Funktion getestet werden kann. Die Anleitung ist ein über 560seitiges Buch mit netten Anmerkungen und natürlich in edlem schwarz (sooo viel Druckerschwärze).

Ich werde daher hier nicht viele Worte zu den Bauschritten schreiben und lasse lieber Bilder sprechen (siehe Bilderordner).

Das Klavier ist gut 30cm breit, 35cm tief und 22cm hoch. Die Klaviatur hat 25 Tasten und sieht nett aus. Erwähnenswert ist noch die inverse Fliese mit einem alten LEGO Logo. Die Klaviatur ist in sofern funktionsfähig als das sie sich bedienen lassen und das Prinzip eines echten Klaviers nachvollziehen, inklusive der Hämmer die die Saiten anschlagen. Die Saiten im Klavier sind durch goldene Stangen (hose rigid) verschiedener Länge angedeutet. Die Stangen liegen bereits auf Länge zugeschnitten bei. Eines der drei Fußpedale ist ebenfalls funktionsfähig und es betätigt die Dämpfer für die Saiten.

Leider klappert die Klaviatur recht laut, übertönt damit die vom Smartphone abgespielte Melodie. Man hätte hier sicher mit etwas Filz eine Dämpfung einbauen können.

Die Mechanisierung des Klaviers ist relativ simpel umgesetzt. Über einen kleinen Motor wird eine lange Technic-Achse in Rotation versetzt. An der Stange befinden sich versetzt angeordnet dünne 1x2 Technic-Liftarme die dann die Tasten in Bewegung setzen. Wenn an der zugehörigen App ein Musikstück ausgewählt wird werden diese Tasten in Bewegung gesetzt. Allerdings hat die Bewegung nichts mit dem Musikstück an sich zu tun. Es werden also nicht die Noten gespielt:



Nun ist auch noch ein Infrarotsensor verbaut. Dieser meldet an die App wenn eine Taste am Klavier gedrückt wird. Wurde zuvor an der App ein Musikstück zum Spielen ausgewählt, so wird bei jedem Tastendruck ein kurzes Stück, eine Note, abgespielt. Die gespielte Note wird auch in der App hervorgehoben. Nur kann man eben eine beliebige Taste drücken:
https://youtu.be/y3ywjb6ta5s

Fazit:
Das Klavier ist in seiner Größe durchaus ganz imposant und würde in einer Vitrine schön ausschauen. Der Bau ist recht anspruchslos, es gibt etliche sich wiederholende kleine Bauschritte. Die Funktionsweise der Klaviatur ist gut nachgebildet, hier hätte man sich aber etwas Dämpfung des Klapperns der Tasten gewünscht.

Insgesamt ist das Model sehr gelungen, optisch ansprechend und auch technisch gut umgesetzt. Ein Highlight ist der Klavierhocker, auch die geschwungene Form des Flügels und die funktionierenden Rollen sind sehr schön.

Die App-Funktion hinterläßt einen mindestens gespaltenen Eindruck. Man könnte auch einfach nur über den Batteriekasten (Smarthub) oder eine Kurbel die Tasten bewegen und dabei ein Musikstück eigener Wahl anhören.

Die Spielfunktion ist ganz nett aber arg simpel.
Mit dedizierter Elektronik hätte man hier sicher viel mehr machen können - aber dann wäre es ja ein kleines Elektronisches Klavier und kein Legobaukasten mehr. Mhhh...irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Hätte man das Klavier nur mit einer Kurbel angetrieben, ohne App und all das, dann hätte das Set wohl mindestens 60 bis 70 Euro günstiger ausfallen können und wäre eine Empfehlung für all jene, die ein schönes Vitrinenmodell suchen.

Link zum Designer-Video:
https://youtu.be/qgg61no1Hm4

Album: 21323 LEGO Ideas Grand Piano - Review


Viele Grüße
Dirk - Mail

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Planung 2020: Skaerbaek (ohne) Fanweekend


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Brixe
14.08.2020, 20:20

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Re: Set Review: 21323 LEGO Konzertflügel

Wow, hoffentlich bleibt es noch ein Paar Jahre auf dem Markt.
Ich fang schon mal an zu sparen.



hotrod126
17.08.2020, 13:09

Als Antwort auf den Beitrag von Dirk1313

Editiert von
hotrod126
17.08.2020, 13:13

+1Re: Set Review: 21323 LEGO Konzertflügel

Super Review, danke !
ich hab das piano auch in den letzten tagen aufgebaut. Extremer bauspass ! trotzdem hab ichs an einer kleinen stelle etwas verbessert:

nachdem ihr die komplette tasteneinheit gebaut habt, könnt ihr auf die vorderste noppenreihe der vier tanfarbenen plates noch mit 1x4 oder 1x6 fliesen die plates verbinden. dies hat den vorteil, das die tanfarbenen plates besser miteinander fluchten und somit auch die tasten eine gleichmässigere ausrichtung in der "0-stellung" einnehmen.

ansonsten das beste set seit langem, zusammen mit dem NES ganz weit vorn !



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