mcjw-s
07.08.2020, 20:09

Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell gült

Moin, moin,

hatte am 01.03.2020 das Set 75317 bestellt, für damals 19,99 €.

Lieferung erfolgte am 01.08.2020 und auch die Rechnungslegung erfolgte mit diesem Datum.
Auf der Rechnung ist der aktuell gültige MWSt-Satz von 16% ausgewiesen und die Summierung soweit richtig.

Aber der zu zahlende Betrag ist 19,99 €. Aktuell kostet bei Lego lediglich 19,49 €.

Meine Frage, warum muß ich mehr bezahlen.

Habt ihr auch so ein Problem bzw. Beispiel.

Fragender
Manfred


Ich lasse 9V-Eisenbahnen fahren; und jetzt auch 12V.

[image]



5 Jahre SteinHanse - die Party im Lego House war Klasse


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Dorothea Williams
09.08.2020, 21:01

Als Antwort auf den Beitrag von stephanderheld

Editiert von
Dorothea Williams
09.08.2020, 21:42

+1Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Ja. Und zwar solche mit Masterabschluß in BWL. Gleich um die Ecke bei mir wohnt eine solche Spezies. Hin und wieder wechseln wir, als gute Nachbarn, ein paar Worte miteinander. Das heißt, meistens redet der „Master“ wie ein Wasserfall, während ich mich mit einem Ohr ganz dem Zuhören hingebe. Die Satzkonstrukte, die da so den Mund des studierten Kopfes verlassen, sind schon von ganz herausragender Qualität. Vor ein paar Tagen hat er mir etwas von einem »Mindsetting« erzählt. Ähh, von was bitte? Wenn sich dann unsere Wege trennen, habe ich immer noch stundenlang was zum Lachen. Das ist doch auch was wert.


Nur wenige finden den Weg. Manche erkennen ihn nicht, manche wollen das gar nicht.


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Turez
09.08.2020, 21:58

Als Antwort auf den Beitrag von Usurpatorin

+1Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Hallo,

Motto: "Selbst Schuld, wer vorbestellt, denn derjenige zahlt jetzt drauf. Weil das juristisch so korrekt ist!
Es zahlt doch kein Kunde irgendwo drauf. Du und auch Manfred und alle anderen zahlen genau die Preise, die ihr bei eurer Bestellung akzeptiert habt. Nicht nur, weil es juristisch korrekt ist, sondern weil die gesenkten Preise eben für Bestellungen gelten, die in der zweiten Jahreshälfte aufgegeben werden. Genau so gibt es ständig andere Aktionen mit festen Zeiträumen (doppelte VIP-Punkte, Beigaben etc.). Wenn du etwas einen Tag vor Beginn einer solchen Aktion bestellst, kannst du die Teilnahme an der Aktion auch nicht nachträglich einfordern, bloß weil deine Bestellung erst im Aktionszeitraum versendet wurde und die Rechnung erst danach kommt.

Meine Sicht als naiver Kunde: Ich habe ein angekündigtes Set vorbestellt, direkt beim Hersteller, zur Unverbindlichen Preisempfehlung (=UVP) des Herstellers. Mit der Erwartung, das Set am Erscheinungstag in Händen zu halten.
Ich habe noch nie irgendwo gelesen oder mitbekommen, dass Produkte aus dem Onlineshop vor dem VÖ-Datum versendet werden. Es gibt auch nirgends einen Hinweis, dass dies so ist. Was ich erwarten würde ist, dass es am VÖ-Tag verschickt wird (bzw. falls Wochenende ist, am nächsten Werktag). Woher deine Erwartung kommt, dass Set am Erscheinungstag geliefert zu bekommen, ist mir ein Rätsel. (Aber ok, du schreibst ja schon selbst, dass du ein naiver Kunde bist. ;) )

In der Zwischenzeit wurde die UVP gesenkt
Wo steht das? Die einzige Quelle für deutsche UVPs ist m.E. der quadratische, halbjährlich erscheinende Katalog, hier online abrufbar. (Falls es noch andere Quellen gibt: Ich lerne gern dazu.) Da steht kein Hinweis zu gesenkten UVPs. Der Onlineshop hält sich natürlich i.d.R. an die UVPs des eigenen Unternehmens, aber selbst festsetzen tut er sie nicht. Und natürlich können die Preise im Onlineshop sich ändern, denn das ist ja nur einer von vielen Vertriebskanälen und keine Datenbank für UVPs. Nun wurde entschieden, die Preise im Onlineshop wegen der Steuersenkung anzupassen, wie vom Gesetzgeber angeraten. Einen Zusammenhang mit der UVP gibt es da nicht (außer dass man sagen könnte, dass der Onlineshop nun die hauseigene UVP durchgehend um 2,52% unterbietet).

Tatsache ist, dass die UVP seit dem Erscheinungstag 58,48 statt 59,99 € beträgt. [u]Daher erwarte ich, dass mir am Erscheinungstag nicht mehr als die zu diesem Zeitpunkt gültige UVP berechnet wird!
S.o., bitte gib eine Quelle für die "Tatsache" an, dass die UVP gesenkt wurde. (Und selbst wenn: Es bleibt dabei, dass du das Set für 59,99€ gekauft hast.) Ich als Kunde erwarte bei Einkäufen, dass ich die zum Kaufzeitpunkt gültigen Preise zahlen muss. Ich kann ja auch schlecht morgens tanken und abends erneut vorfahren, meinen Kassenzettel vorlegen und sagen, dass der Sprit doch jetzt 3ct/l günstiger ist und mir bitte meine zuviel bezahlter Betrag erstattet werden soll.

Nicht nur wurde der Rechnungsbetrag in beiden Fällen nicht um 2,52% gesenkt, sondern das Lieferzeitversprechen wurde in beiden Fällen nicht eingehalten. Das Mario-Starterset habe ich nicht am 1. August erhalten, so wie es sich für eine Vorbestellung gehört hätte, sondern am 5. August.
Es gab für das Mario-Set keine Lieferversprechen für den 1.August. Du argumentierst mit völlig aus der Luft gegriffenen Vorstellungen und Erwartungen. Der 1.8. war Samstag, ich glaube, da arbeitet niemand im Versandlager. Erwartbar gewesen wäre ein Versand am 3.8. (Montag) und das passt ja offenbar auch, wenn du das Set am Mittwoch bekommen hast.

Um mich noch einmal von weiter oben zu zitieren: Natürlich wäre es nett und kundenfreundlich gewesen, auch das Mario-Set und andere vorbestellte Sets zu rabattieren. Und natürlich wäre es schön, ein Set am Erscheinungstag zu bekommen. Aber du tust fast so, als seien diese Dinge dein guten Recht als "König Kunde", und das stimmt eben nicht. Es ist weder rechtlich vorgeschrieben noch wurde es irgendwo versprochen. Und den Kunden als König gibt es für TLG schon lange nicht mehr. Die haben viel zu viele Kunden, die ihnen die Läden einrennen und den Onlineshop zum Absturz bringen, als dass sie sich langatmig damit befassen müssten, den ein oder anderen anspruchsvollen Einzelfall zufrieden zu stellen.

Grüße
Jonas



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Tad16o
09.08.2020, 22:57

Als Antwort auf den Beitrag von Turez

Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Turez hat geschrieben:
Hallo,
Tatsache ist, dass die UVP seit dem Erscheinungstag 58,48 statt 59,99 € beträgt. [u]Daher erwarte ich, dass mir am Erscheinungstag nicht mehr als die zu diesem Zeitpunkt gültige UVP berechnet wird!
S.o., bitte gib eine Quelle für die "Tatsache" an, dass die UVP gesenkt wurde. (Und selbst wenn: Es bleibt dabei, dass du das Set für 59,99€ gekauft hast.) Ich als Kunde erwarte bei Einkäufen, dass ich die zum Kaufzeitpunkt gültigen Preise zahlen muss. Ich kann ja auch schlecht morgens tanken und abends erneut vorfahren, meinen Kassenzettel vorlegen und sagen, dass der Sprit doch jetzt 3ct/l günstiger ist und mir bitte meine zuviel bezahlter Betrag erstattet werden soll.


Selten so amüsiert. Ich verstehe nicht, woher TLG die Erwartungshaltung hat, dass der blöde Kunde ein Produkt, welches er erwerben will, Monate im voraus voll bezahlt und nichts dafür bekommt. Irgendwann liefert dann die Firma schon und wenn inzwischen der Preis gefallen ist hast Du halt Pech. So etwas ist in meinen Augen unseriöses kaufmännisches Gebaren. Das es auch anders geht zeigen andere Hersteller, da bekomme ich die Möglichkeit der Vorbestellung und bezahle eine Rechnung.
Dein Tankbeispiel hinkt da etwas. Den Sprit hast Du Dir ja wohl auch vor dem Bezahlen in den Tank gekippt.

Turez hat geschrieben:
Um mich noch einmal von weiter oben zu zitieren: Natürlich wäre es nett und kundenfreundlich gewesen, auch das Mario-Set und andere vorbestellte Sets zu rabattieren. Und natürlich wäre es schön, ein Set am Erscheinungstag zu bekommen. Aber du tust fast so, als seien diese Dinge dein guten Recht als "König Kunde", und das stimmt eben nicht. Es ist weder rechtlich vorgeschrieben noch wurde es irgendwo versprochen. Und den Kunden als König gibt es für TLG schon lange nicht mehr. Die haben viel zu viele Kunden, die ihnen die Läden einrennen und den Onlineshop zum Absturz bringen, als dass sie sich langatmig damit befassen müssten, den ein oder anderen anspruchsvollen Einzelfall zufrieden zu stellen.

Grüße
Jonas


Genau da liegt das Problem in meinen Augen: Es gibt zu viele Kunden, die das TLG einfach durchgehen lassen. Ich kenne außer TLG keine andere Firma, die einen Auftrag über 150€ einfach storniert, weil der Kunde eine DHL-Packstation als Zieladresse angegeben hat. Scheint als hätten Sie es nicht nötig.

Gruß Detlef



rgbs
09.08.2020, 23:08

Als Antwort auf den Beitrag von mcjw-s

+1Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Hallo,

da TLC die Umsatzsteuer erst bei Rechnungsstellung anmelden muss (Stichwort Sollbesteuerung), geht die Umsatzsteuerdifferenz im zugrunde liegenden Fall in die Taschen von Lego.
Das hat für mich irgendwie einen üblen Beigeschmack.


Gruß

R.G.



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Usurpatorin
09.08.2020, 23:39

Als Antwort auf den Beitrag von Turez

+1Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Turez hat geschrieben:

Hallo,

Motto: "Selbst Schuld, wer vorbestellt, denn derjenige zahlt jetzt drauf. Weil das juristisch so korrekt ist!
Es zahlt doch kein Kunde irgendwo drauf. Du und auch Manfred und alle anderen zahlen genau die Preise, die ihr bei eurer Bestellung akzeptiert habt. Nicht nur, weil es juristisch korrekt ist, sondern weil die gesenkten Preise eben für Bestellungen gelten, die in der zweiten Jahreshälfte aufgegeben werden. Genau so gibt es ständig andere Aktionen mit festen Zeiträumen (doppelte VIP-Punkte, Beigaben etc.). Wenn du etwas einen Tag vor Beginn einer solchen Aktion bestellst, kannst du die Teilnahme an der Aktion auch nicht nachträglich einfordern, bloß weil deine Bestellung erst im Aktionszeitraum versendet wurde und die Rechnung erst danach kommt.

Meine Sicht als naiver Kunde: Ich habe ein angekündigtes Set vorbestellt, direkt beim Hersteller, zur Unverbindlichen Preisempfehlung (=UVP) des Herstellers. Mit der Erwartung, das Set am Erscheinungstag in Händen zu halten.
Ich habe noch nie irgendwo gelesen oder mitbekommen, dass Produkte aus dem Onlineshop vor dem VÖ-Datum versendet werden. Es gibt auch nirgends einen Hinweis, dass dies so ist. Was ich erwarten würde ist, dass es am VÖ-Tag verschickt wird (bzw. falls Wochenende ist, am nächsten Werktag). Woher deine Erwartung kommt, dass Set am Erscheinungstag geliefert zu bekommen, ist mir ein Rätsel. (Aber ok, du schreibst ja schon selbst, dass du ein naiver Kunde bist. ;) )

In der Zwischenzeit wurde die UVP gesenkt
Wo steht das? Die einzige Quelle für deutsche UVPs ist m.E. der quadratische, halbjährlich erscheinende Katalog, hier online abrufbar. (Falls es noch andere Quellen gibt: Ich lerne gern dazu.) Da steht kein Hinweis zu gesenkten UVPs. Der Onlineshop hält sich natürlich i.d.R. an die UVPs des eigenen Unternehmens, aber selbst festsetzen tut er sie nicht. Und natürlich können die Preise im Onlineshop sich ändern, denn das ist ja nur einer von vielen Vertriebskanälen und keine Datenbank für UVPs. Nun wurde entschieden, die Preise im Onlineshop wegen der Steuersenkung anzupassen, wie vom Gesetzgeber angeraten. Einen Zusammenhang mit der UVP gibt es da nicht (außer dass man sagen könnte, dass der Onlineshop nun die hauseigene UVP durchgehend um 2,52% unterbietet).

Tatsache ist, dass die UVP seit dem Erscheinungstag 58,48 statt 59,99 € beträgt. [u]Daher erwarte ich, dass mir am Erscheinungstag nicht mehr als die zu diesem Zeitpunkt gültige UVP berechnet wird!
S.o., bitte gib eine Quelle für die "Tatsache" an, dass die UVP gesenkt wurde. (Und selbst wenn: Es bleibt dabei, dass du das Set für 59,99€ gekauft hast.) Ich als Kunde erwarte bei Einkäufen, dass ich die zum Kaufzeitpunkt gültigen Preise zahlen muss. Ich kann ja auch schlecht morgens tanken und abends erneut vorfahren, meinen Kassenzettel vorlegen und sagen, dass der Sprit doch jetzt 3ct/l günstiger ist und mir bitte meine zuviel bezahlter Betrag erstattet werden soll.

Nicht nur wurde der Rechnungsbetrag in beiden Fällen nicht um 2,52% gesenkt, sondern das Lieferzeitversprechen wurde in beiden Fällen nicht eingehalten. Das Mario-Starterset habe ich nicht am 1. August erhalten, so wie es sich für eine Vorbestellung gehört hätte, sondern am 5. August.
Es gab für das Mario-Set keine Lieferversprechen für den 1.August. Du argumentierst mit völlig aus der Luft gegriffenen Vorstellungen und Erwartungen. Der 1.8. war Samstag, ich glaube, da arbeitet niemand im Versandlager. Erwartbar gewesen wäre ein Versand am 3.8. (Montag) und das passt ja offenbar auch, wenn du das Set am Mittwoch bekommen hast.

Um mich noch einmal von weiter oben zu zitieren: Natürlich wäre es nett und kundenfreundlich gewesen, auch das Mario-Set und andere vorbestellte Sets zu rabattieren. Und natürlich wäre es schön, ein Set am Erscheinungstag zu bekommen. Aber du tust fast so, als seien diese Dinge dein guten Recht als "König Kunde", und das stimmt eben nicht. Es ist weder rechtlich vorgeschrieben noch wurde es irgendwo versprochen. Und den Kunden als König gibt es für TLG schon lange nicht mehr. Die haben viel zu viele Kunden, die ihnen die Läden einrennen und den Onlineshop zum Absturz bringen, als dass sie sich langatmig damit befassen müssten, den ein oder anderen anspruchsvollen Einzelfall zufrieden zu stellen.

Grüße
Jonas


Ich verstehe es nicht! Meine Güte, liebe Leute, warum wehrt ihr euch so verbissen gegen eine kundenfreundliche Sicht der Sachverhalte? Viele hier würden davon profitieren: Preisgesenkte vorbestellte Artikel und pünktlich ausgelieferte vorbestellte Artikel. Fällt doch keinem ein Zacken aus der Krone, wenn ein anderer 1,51 € spart. Freut euch doch für eure Lego-Kumpels, dass sie am ersten Tag mit ihren neuen Spielsachen spielen können und nicht darauf warten müssen. Als wenn es euch dadurch schlechter gehen würde! Sagt doch einfach: Ja wäre nett wenn die Firma das so machen würde, tut sie aber nicht, warum auch immer. Ich verstehe die Einstellungen einiger Leute hier echt gar nicht.

@Turez, ich kann deine Argumente nachvollziehen, erwarte bei einem Hochpreis-Hersteller aber einfach, dass ich als Kunde gut behandelt werde. Das geschieht meinem Empfinden nach hier nicht, insbesondere wenn ich die lapidare und meiner Einschätzung nach sachlich falsche Antwort hinzuziehe, die Manfred vom Kundenservice erhalten hat. Nenn mich naiv; ich habe einfach Erwartungen, wenn ich einem Hersteller Geld für ein teures Produkt gebe und der Hersteller ein Interesse daran haben dürfte, dass ich ihm gewogen bleibe und ihm weiterhin mein Geld gebe.

Ja, ich bin eine naive Kundin. Die noch nie etwas beim Shop@Home "vorbestellt" hat. Aber die in den vergangenen 20 Jahren schon vielfach bei anderen Herstellern/Händlern Artikel "vorbestellt" hat. Und die kriegen es häufig auf die Reihe, vorbestellte Produkte am Tag vor Veröffentlichung zu versenden, so dass die meisten Kunden ihre Bestellungen am Erscheinungstag in Händen halten. Über 95% der Kunden, die die Harry-Potter-Bücher 5, 6 und 7 bei Amazon vorbestellt hatten, hielten sie im Laufe des Erscheinungstags in Händen - das waren damals bis dato die online-meist-vorbestellten Artikel in Deutschland und im Fall von Band 5 ist das 18 Jahre(!) her, so etwas sollte also heute kein Hexenwerk mehr sein. Ja, Lego hat mir die pünktliche Lieferung nicht versprochen. Ich habe es aber einfach erwartet und es wäre für sie ein Klacks gewesen, die vorbestellten Sets zumindest am Freitag zu versenden, so dass DPD die am Montag hätte ausliefern können (Samstags liefern die ja im Gegensatz zu DHL damals in der Regel nicht aus). Warum haben sie das nicht getan? Ich weiß es nicht, empfinde es aber als unnötig kundenunfreundlich. Wahrscheinlich hat sich von den verantwortlichen Marketinglern noch nie jemand wirklich Gedanken darum gemacht, was es heißt, eine Vorbestellungs-Möglichkeit kundenfreundlich zu gestalten.

Für mich ist hier Schluss in diesem Thread, denn ich baue lieber etwas Schönes, als mich über ein ohne Probleme mögliches, aber nicht vorhandenes kundenfreundliches Verhalten der Firma Lego weiter aufzuregen. Wenn ihr findet, dass alles schön und gut ist und ihr alle zufrieden seid, will ich euch das nicht weiter absprechen.



Micha2 gefällt das


Micha2
10.08.2020, 00:54

Als Antwort auf den Beitrag von mcjw-s

+1Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

mcjw-s hat geschrieben:

Die Mehrwertsteuer wird zum Zeitpunkt der Bestellung berechnet.


Diese Aussage von Lego ist nicht korrekt. Es zählt der Zeitpunkt der Leistungserbringung. Bei Bestellung können die gerne die MwSt. ausrechnen und gerne auch sekündlich dazwischen und so oft sie wollen, aber maßgeblich dafür, was abzuführen ist, ist der Zeitpunkt der kompletten Leistungserbringung. Und das ist die Lieferung. Bei Dauerschuldverhältnissen (z.B. einem einjährigen Mietvertrag, falls der mit einer einmaligen Zahlung bezahlt wird, wie es z.B. bei Software üblich ist, fallen die 16% auch an, wenn der Vertrag schon vor dem 01.07. begonnen hat (und auch Teilleistungen erbracht wurden), so lange er nur im Zeitraum 01.07.-31.12. endet. Weil da eben die Leistung komplett erbracht wurde. Das Bestelldatum oder der Beginn einer Lieferung / Leistungserbringung sind da völlig piepenhagen.
So wird das zumindest in unserer Firma und mit unseren Lieferanten gehandhabt, und da geht es um mehrere Millionen und es schaut auch der ein oder andere Wirtschaftsprüfer drauf (ok...Wirecard-Kommentare könnt Ihr Euch an der Stelle bitte sparen...).

Von daher haben zwar alle Recht die sagen "Dir ist doch kein Schaden entstanden - für 19,99 bestellt und 19,99 bezahlt", aber es ist moralisch zumindest mal sehr fragwürdig. Und die Aussage, dass Lego die MwSt.-Senkung an seine Kunden weiter gibt, ist in diesem Fall glatt gelogen.



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riepichiep
10.08.2020, 08:59

Als Antwort auf den Beitrag von Usurpatorin

Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Usurpatorin hat geschrieben:

Ich verstehe die Einstellungen einiger Leute hier echt gar nicht.

Zumindest bei dem Satz gibt es Konsens.

Usurpatorin hat geschrieben:
Ja, ich bin eine naive Kundin. Die noch nie etwas beim Shop@Home "vorbestellt" hat. Aber die in den vergangenen 20 Jahren schon vielfach bei anderen Herstellern/Händlern Artikel "vorbestellt" hat. Und die kriegen es häufig auf die Reihe, vorbestellte Produkte am Tag vor Veröffentlichung zu versenden, so dass die meisten Kunden ihre Bestellungen am Erscheinungstag in Händen halten. Über 95% der Kunden, die die Harry-Potter-Bücher 5, 6 und 7 bei Amazon vorbestellt hatten, hielten sie im Laufe des Erscheinungstags in Händen - das waren damals bis dato die online-meist-vorbestellten Artikel in Deutschland und im Fall von Band 5 ist das 18 Jahre(!) her, so etwas sollte also heute kein Hexenwerk mehr sein. Ja, Lego hat mir die pünktliche Lieferung nicht versprochen. Ich habe es aber einfach erwartet und es wäre für sie ein Klacks gewesen, die vorbestellten Sets zumindest am Freitag zu versenden, so dass DPD die am Montag hätte ausliefern können (Samstags liefern die ja im Gegensatz zu DHL damals in der Regel nicht aus). Warum haben sie das nicht getan? Ich weiß es nicht, empfinde es aber als unnötig kundenunfreundlich. Wahrscheinlich hat sich von den verantwortlichen Marketinglern noch nie jemand wirklich Gedanken darum gemacht, was es heißt, eine Vorbestellungs-Möglichkeit kundenfreundlich zu gestalten.

Du scheibst es doch selbst: "bei anderen Herstellern/Händlern". Und das ist der Punkt, andere Händler haben andere Regeln/Vorgehensweisen. Und wenn du dann Erwartungen überträgst, kannst du das ja gerne machen. Wenn du allerdings enttäuscht wirst, das dann dem Händler vorzuwerfen, ist halt durchaus diskussionswürdig.


Moderationstool "Das Team entscheidet"


Lok24
10.08.2020, 09:53

Als Antwort auf den Beitrag von Usurpatorin

Editiert von
Lok24
10.08.2020, 10:09

+3Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Hallo,

Usurpatorin hat geschrieben:

Erstmal @Werner: Dir attestiere ich eine sehr technisch-nüchterne Sichtweise, die zwar die Formalien korrekt wiederspiegelt, die allerdings sehr kundenunfreundlich ist. Und genau deswegen teilen viele Kunden diese Sichtweise *NICHT*.


Es ging zunächst einmal darum, festzustellen, was richtig und was falsch ist. Das kann ja nie schaden, wenn man etwas beurteilen will.
Und damit sind die Schwerpunkte der Diskussion erst nach zwei Tagen(!) gewandert von "falsch" zu "kundenunfreundlich/unmoralisch"

Usurpatorin hat geschrieben:
Es wirkt, als wolltest du die Firma Lego auf Biegen und Brechen verteidigen, weil die ja alles formal korrekt abrechnen

Nein. Ich möchte nur nicht, dass jemand, der richtig (=zulässig) abrechnet als Betrüger hingestellt wird. So kam das bei mir rüber.

Usurpatorin hat geschrieben:
Und genau deswegen teilen viele Kunden diese Sichtweise *NICHT*.

Basta. Dass sie viele hier im Thread auch teilen erwähnst Du leider nicht.

Und das m.E. entscheidende habe ich auch angesprochen, aber das ignorierst Du völlig:

Was ist denn mit einer Bestellung von Mitte/Ende Dezember 2020, die erst im Januar 2021 ausgeliefert werden? Würdest Du dann auch darauf bestehen, dass die Rechnung dem dann gültigen Mehrwertsteuersatz/Shoppreis angepasst wird?

Der Rest deines Postings hat mit dem Thema eher nichts zu tun, sondern spiegelt eine große Unzufriedenheit.
Da kann ich nichts dazu sagen, denn ich kaufe da praktisch nix. Warum auch?

Grüße

Werner



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Navigation
12.08.2020, 08:29

Als Antwort auf den Beitrag von Micha2

+5Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Micha2 hat geschrieben:

mcjw-s hat geschrieben:
Die Mehrwertsteuer wird zum Zeitpunkt der Bestellung berechnet.


Diese Aussage von Lego ist nicht korrekt. Es zählt der Zeitpunkt der Leistungserbringung. Bei Bestellung können die gerne die MwSt. ausrechnen und gerne auch sekündlich dazwischen und so oft sie wollen, aber maßgeblich dafür, was abzuführen ist, ist der Zeitpunkt der kompletten Leistungserbringung.


Jemand hat weiter oben schon die Soll-Versteuerung in's Spiel gebracht, die bei einer Firma in LEGOs Größenordnung mit ziemlicher Sicherheit greift. Und maßgeblich ist in diesem Fall der Tag der Rechnungsstellung. Mit Rechnungsstellung ist die vereinnahmte Umsatzsteuer für den entsprechenden Zeitraum abzuführen. Die Höhe der Umsatzsteuer ergibt sich wie Du schon korrekt gesagt hast, aus dem Zeitpunkt der Lieferung (in diesem Fall Tag des Versands der Ware).

Den Kaufvertrag als Endverbraucher schließt man über Brutto-Preise ab, die korrekte Formulierung wäre wohl soetwas wie "inkl. der gesetzlichen MwSt i.H.v. derzeit XY%". Ich weiß nicht, ob das juristisch jetzt so zu bewerten wäre, dass der Preis für den Endkunden fix ist und die Höhe der MwSt nur aus Infogründen in ihrer derzeitigen Höhe angeben werden muss. Dass die Steuer in der gesetzlich gültigen Höhe berechnet werden muss ist aber wohl unstreitbar. Und dafür gilt dann wieder siehe 1. Absatz.

Mir persönlich geht diese kurzzeitige Steuersenkung gehörig auf den Zeiger, ich habe hier nur Ärger damit und der "erhöhte Gewinn", der weiter oben ab und an mal unterstellt wurde wird aufgefressen durch Rennereien, Lesereien, Diskussionen und unnötige Aktione. Allein die Mitgliedschaftsbeiträge, die für das ganze Jahr gezahlt werden... Ist alles geregelt, kann man alles korrekt machen - wenn man die Arbeit auf sich nimmt. LUGBULK: Haben alle bereits mit 19% bezahlt, wenn das jetzt demnächst geliefert wird, wären 16% korrekt. Kann ich mich schonmal frisch machen, was die Buchhaltung anbelangt...

LG,
-Rene


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Micha2
12.08.2020, 14:55

Als Antwort auf den Beitrag von Navigation

Editiert von
Micha2
12.08.2020, 14:59

Re: Preisproblem bei Online-Lego-Bestellungen vor MWSt-Senkung - höher Zahlungsbetrag als aktuell g

Ja, ist bei uns in der Firma genau so. Formal spart man etwas, aber die nicht in Kalkulationen einfließenden Aufwände durch das ganze umständliche Herumgemache frisst das vermutlich locker wieder auf.

Formal hat Lego auch Recht damit, dass für Bestellungen vor dem 01.07. keine Preise angepasst werden (auch nicht bei Lieferung nach dem 01.07.), d.h. die Gesetzgebung zwingt Lego nicht dazu, dem Kunden nur 16% auf einen Nettopreis draufzuschlagen. Sie können bei gleichem Endkundenpreis durchaus einfach weniger abführen und dadurch ihren Gewinn erhöhen. Das ist jetzt nicht kundenfreundlich, aber legal.

Was aber nicht ok ist, wenn Lego behauptet, die Steuersenkung weiter zu geben (was wohl der Fall war...keine Ahnung...ich kaufe da nicht), es dann aber nicht bzw. nicht "rückwirkend" macht in der Hoffnung, der Käufer dächte, dass das Bestelldatum ausschlaggebend sei.



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