Zypper
29.11.2019, 11:26

+20Der Moonbase-Turm

Hi, Sebastian,

Insofern bin ich gespannt auf den angekündigten „Moonbase-Turm“, der hoffentlich etwas mehr zu bieten hat.


Da habe ich deine Erwartungen hoffentlich nicht zu hoch geschraubt, weiß ich doch, dass du dem anspruchsvollen und fachkundigen Publikum hier zuzurechnen bist, dem man schon etwas bieten muss fürs Auge, damit sich die Braue hebt. Ich fürchte daher, dich enttäuschen zu müssen!

Ich erzähle und zeige einfach mal, wie das alles kam und wie der Bau entstand, der auf der letzten Schwabenstein in Stuttgart als vielfotografiertes Objekt bis zum Aufbau des "Bunten Turmes" meines Nachbarn Martin aus der Schweiz nach dem World Trade Center die zweithöchste Erhebung der Ausstellung war.

Nach ziemlich genau zehn Jahren* hatte ich mal wieder Lust, mich an einem Moonbase-Projekt zu versuchen. Diesmal waren die Adapter gleich mit drangebaut ...

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Zu erkennen ist eine Kreuzstruktur, der bereits der Anfang einer zweiten Etage aufliegt, die ich die "Röhrenetage" genannt habe. Diese ist in der vom System gewissermaßen vorgegebenen Achteck-Form gestaltet, die sich ergibt, wenn man 15706 verwendet. Damit liegt die Grundidee bereits vor; technisch gesehen kommt ab jetzt nicht mehr viel; es geht jetzt im Wesentlichen nur noch in die Höhe :-)

Die Kreuzstruktur musste auf Beine gestellt werden, um die Vorgaben des Moonbase-Standards einzuhalten:

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Da hatte ich eigentlich auf die Röhren in der Mitte verzichten wollen, aber ich musste sie einbauen, weil diese filigrane Konstuktion genau so instabil ist, wie sie aussieht. Sie überlebt mit einem Wort keinen Transport ...

Die erste Etage, die erwähnte "Röhrenetage" (hier übrigens noch ohne die transblauen Einfügungen), vermochte die Konstruktion ja noch zu halten ...

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Aber als die erste der fertigen und überaus schweren "Hauptetagen" dazukam, war klar: Entweder hörts in dieser Höhe jetzt auf - oder ich muss mich um ein leistungsfähigeres Fundament bemühen.

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Das nahm ich dann auch umgehend in Angriff - wieder in der Achteck-Form, die alles andere als originell ist - aber wirksam und leicht zu verbauen.

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Was jedoch noch fehlt, ist die Öffnung, um eine Kamera einzulegen.

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Da hatte ich nämlich den Spleen, ein herausnehmbares "Fenster" zu verwenden, das der Umgebung angepasst sein sollte.

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Daraus wurde natürlich nichts. So öffnete sich ein immer zugängliches Tor :-)

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Ich hatte zum Zeitpunkt des Baues gerade das Longboardfahren angefangen, und so war ich zwischen Skaterhalle und Bautisch hin- und hergerissen, denn beides auf einmal ging nun mal nicht. Dafür ging dieses Scherzfoto als weiterer Beleg meiner krankhaften Ichbezogenheit.

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Sprung nach vorn: Die Hauptetagen konnte ich nicht so aufeinanderprallen lassen, es brauchte eine Zwischenlage, die nicht ganz so hoch werden durfte wie die Hauptetagen. Hier sind sie in einer frühen Gestaltungsstufe zu sehen.

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Durch die Verwendung der Antennen kriegt das sowas winterpalaisartiges, nicht? Dies jedenfalls ist die Aufgabe: Trennen und Verbinden zugleich sozusagen:

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Anlässlich der Vorbereitungen zur Schwabenstein-Ausstellung entstand dieses Foto, das die Zwischenetage in ihrer ganzen überladenen Pracht zeigt:

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Hier ist schon ein Teil der später so genannten "Torte" zu sehen, aber das kriegen wir, wenn's ans Dach geht.

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Als überflüssig hat sich herausgestellt, das Fundament mit durchsichtigen Platten auszustatten. Der Effekt ist zu vernachlässigen.

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Bisher also: Zwei Hauptetagen, zwei Zwischenetagen. Da ging noch mehr. Erheblich mehr!

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Nun wieder ein Vorgriff: Immerhin das mit dem Lichtstern an der Decke klappte schon mal.

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Kurz zurück zum Dach. Ursprünglich hatte ich eine flache Version mit nur einer kleinen Kuppel geplant - das heißt von einem anderen Turm abgezogen. Die sah so aus:

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Sie lieferte zwar ein schönes "Mandala", das entsteht, wenn man von innen durch das Tor nach oben fotografiert - aber für einen Turm dieser Größe und Prächtigkeit fand ich einen platten Deckel unangemessen.

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Eine anspruchsvollere Lösung musste her, wenn auch eine mit geringer Schöpfungshöhe, baut sie doch lediglich auf die bereits als unoriginell entlarvte Achteck-Form auf. Es wurde eine ziemlich massive und bröckelige Kuppel ...

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In einer frühen Ausbaustufe ist sie noch nicht so überladen:

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Das kam dann erst später, was ihr bei mir den Spitznamen "Die Torte" eingetragen hat.

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Ich fand beim Abbau für die Ausstellung den Schattenwurf ganz hübsch:

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Na, egal, Hauptsache ist ja das "Mandala", das sie bilden soll:

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Zum Ende hin noch ein Blick auf die Fassaden der Hauptetagen; da seh ich jetzt erst, wie schief die Käseecken platziert sind und wie sie "tanzen" ...

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Und so steht der Moonbase-Turm kurz vor seinem Abbau für die Ausstellung im Atelier:

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Auf der Schwabenstein hatte er Premiere, wenn auch nur halb, denn zum Ensemble gehören die Nebenbauten, die ihn sozusagen rahmen. Aus Transportkapazitätsgründen musste ich darauf verzichten, denn in ein Kombi-Taxi passen weniger Kisten als man denkt. Andererseits war der Turm so fürs Publikum immer schön zugänglich. Nicht alle aber haben den Text gelesen, der sie dazu eingeladen hat, das Smartphone ins Tor zu legen. Aber um diese Information zu geben war ich ja so gut wie immer am Stand anwesend. Und meine Tochter Yolanda war ja auch noch da, um mir sehr viel Sabbel-Arbeit abzunehmen. Gold wert, die Deern!

Wann er wieder einmal zu sehen sein wird, weiß ich natürgemäß nicht. Ich hoffe aber, vielleicht schon bald?

Mit frohen Gruß und herzlichem Dank für die Aufmerksamkeit
Andreas

*und noch unter meinem ersten "Nick" auf diesen Seiten.


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jpsonics
29.11.2019, 21:14

Als Antwort auf den Beitrag von Zypper

Re: Der Moonbase-Turm

Servus Andreas,

bin jetzt nicht unbedingt ein Fan solcher ... nennen wir es mal "Materialschlacht-Monstrositäten", aber die Licht- und Schattenspiele bzw. Effekte sind einfach nur "Wow!!".

Grüße. Chris.



Zypper
30.11.2019, 09:45

Als Antwort auf den Beitrag von jpsonics

So einer

Hi, Chris,

so einer bin ich von Natur aus auch nicht - ich wurde es :-)

Frohen Gruß
Andreas


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