Steinemann
14.08.2019, 20:30

Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Was ist eigentlich CO2 neutraler, die Legoeisenbahn mit einem Trafo, mit Batterien oder mit Akkus zu betreiben?
Steinemann


Gut gehauene Steine schließen sich ohne Mörtel aneinander. (Marcus Tulius Cicero)


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HoMa
14.08.2019, 22:35

Als Antwort auf den Beitrag von Steinemann

+5Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Ich kann Dir die Frage nicht beantworten.

Aber es spart sicher deutlich mehr CO2, wenn die Städter ihr privates (Zweit-)Auto abschaffen und stattdessen mit Fahrrad, Lastenrad oder Carsharing mobil sind.

Dagegen dürfte die Bilanz aller elektrisch betriebenen Modelleisenbahnen kaum ins Gewicht fallen.

Ich wäre dafür, dort mit dem Sparen anzufangen, wo es wirklich was bringt.

1000grüße
HoMa
(seit zwei Jahren ohne eigenes Auto als Städter mit Fahrrad, Lastenrad und Carsharing unterwegs)


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Merlini
14.08.2019, 23:41

Als Antwort auf den Beitrag von Steinemann

Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Gar nicht erst mit Plastiksteinchen spielen und wenn dann die kleine Bahn selbst schieben....:-))



H0mer
15.08.2019, 00:33

Als Antwort auf den Beitrag von Steinemann

+1Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Das ist eine äußerst komplexe Frage und hängt von vielen Faktoren ab.
Erstmal: Nach was wird genau gefragt - nur CO2? Oder auch Feinstaub? Und was ist mit Schwefeloxiden? Oder sämtliche umweltschädlichen Faktoren?
Dann: Gesamte Produktionskette oder nur Endprodukt? Also ist bspw. der CO2 Ausstoß des Bohrers der nach seltenen Erden gräbt um damit Akkus zu bauen miteinberechnet oder nicht?
Und dann: Welcher Strom wird genutzt? Selbst Ökostrom ist ja nicht gleich Ökostrom.

Das effizienteste bzw. umweltschonenste wäre wohl sich einen Obstbaum in den Garten zu stellen.
Äpfel, Zitrusfrüchte und Kartoffeln liefern Spannungen zwischen 0,5 und 0,9 V pro Zelle mit einem Strom von ca. 0,1 mA.
Mehrere davon gemeinsam könnten möglicherweise einen Lego Zug antreiben! :'D

Wie schon gesagt wurde ist der Modellbau aber wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein wenn man das ganze mit Automobilen vergleicht.
Genauso wie die Abgase von Autos nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind wenn man sie mit (Kreuzfahrt-)Schiffen vergleicht.



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Lok24
15.08.2019, 08:36

Als Antwort auf den Beitrag von Steinemann

Editiert von
Lok24
15.08.2019, 08:52

+5Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Deine Frage stürzt mich in tiefe Verwirrung

CO2-neutral?
Alles drei braucht Strom, und die Frage ist: wieviel?

Ich vermute mal der Akku braucht am meisten, weil auch während der Ladezeit das Ladegerät warm wird, hier wird also Energie verschwendet, denn das kommt ja nie bei dem Verbraucher an.

Dasselbe gilt für den Trafo. Hier wird sogar Energie absichtlich vernichtet (= in Wärme umgewandelt)
Und wie "neutral" das alles ist hängt von der Art der Erzeugung ab.

Aber ich vermute mal, dass Deine Frage eher die nach dem CO2-Fußabdruck ist, und das ist etwas völlig anderes (und das Ergebnis auch)

Und wer immer noch meint das Pappbecher und Plastiktüten "die" Wegwerfartikel schlechthin sind sollte sich mal folgendes fragen: Wieviele Pakete mit Karton-Umverpackungen schlagen bei mir auf? Verwende ich die wieder? Nein? Welche Energie/Wasser ist nötig um aus denen wieder was zu machen?

Ist ein Modeartikel aus Polyester o.ä. (Shirts, Sneakers), den ich nur eine Saison trage, nicht auch ein Wegwerfartikel, weil ich ihn lange vor seinem Lebensende entsorge?

Es gibt nur einenn sinnvollen Weg, den jeder einzelne leicht beschreiten kann: weniger Konsum, alles so lange als möglich nutzen.

Grüße

Werner



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Steinemann
15.08.2019, 14:57
@Steinemann

Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Entschuldigung, meinte natürlich den
CO2-Foodprint.
Danke für Eure Antworten.
Steinemann


Gut gehauene Steine schließen sich ohne Mörtel aneinander. (Marcus Tulius Cicero)


Mylenium
15.08.2019, 16:44

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Lok24 hat geschrieben:

Wieviele Pakete mit Karton-Umverpackungen schlagen bei mir auf? Verwende ich die wieder? Nein? Welche Energie/Wasser ist nötig um aus denen wieder was zu machen?


Nun ja, das halte ich nun gerade für kein gutes Beispiel. Die Kartons selber sind letzten Endes fast komplett neutral, egal ob man sie nun in die Tonne wirft oder recycelt. Dafür gibt's ja FSC & Co. Das erinnert mich immer an die müßigen Diskussionen zum Thema Einwegwindeln... *g*

Mylenium


https://myleniumsbrickcorner.wordpress.com


Lok24
15.08.2019, 16:59

Als Antwort auf den Beitrag von Mylenium

Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Sie verbrauchen bei Herstellung, Transport und Recyling Unmengen an Energie, denke ich.



Mylenium
15.08.2019, 17:04

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Lok24 hat geschrieben:

Sie verbrauchen bei Herstellung, Transport und Recyling Unmengen an Energie, denke ich.


Klar, aber trotzdem sind die Kartons selbst nahezu 100% neutral - Strom aus Wasserkraft, für jeden gefällten Baum werden mindestens drei neue gepflanzt usw.. Der wirkliche Schaden ist eher die Bestellwut der Leute und die damit verbundene kleinteilige Logistik...

Mylenium


https://myleniumsbrickcorner.wordpress.com


Lok24
15.08.2019, 17:12

Als Antwort auf den Beitrag von Mylenium

Editiert von
Lok24
15.08.2019, 17:12

Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Mylenium hat geschrieben:

Der wirkliche Schaden ist eher die Bestellwut der Leute und die damit verbundene kleinteilige Logistik...
Eben. Es sind Wegwerfartikel. Und wenn dann jeder Umkarton das doppelte Volumen hat wie die Ware (oder mehr, auch nicht selten) braucht man eben 2 Laster statt einem...

Ansonsten gebe ich Dir recht.
Zumal Papier und Pappe großteils aus minderwertigen Holz hergestellt werden.
Aber das größte Gebäude in so einem Werk ist meist das Kraftwerk, von den Chemikalien, um die Cellulose aufzuschließen mal ganz abgesehen.

Also, mein Motto : weniger Kaufen! Ist auch billiger!



voxel
15.08.2019, 21:50

Als Antwort auf den Beitrag von Mylenium

+1Re: Frage an die Profis zur CO2 neutralität

Moin!

Mylenium hat geschrieben:

Der wirkliche Schaden ist eher die Bestellwut der Leute und die damit verbundene kleinteilige Logistik...


Jein.
Wenn ich bei Amazon bestelle, kreuze ich stets an, dass meine Sendungen zusammengefasst werden sollen, zumal ich meine Krempel nicht eilig brauche.
Ich muss also nicht funf Pakete fuer fuenf Artikel bekommen. Leider passiert das trotzdem sehr haeufig.



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