Wie einige vielleicht mitbekommen haben, hat die RogueBricks LUG zur letzten Bricking Bavaria ein Panorama von San Francisco in den 60ern und 70ern gebaut. Da mein persönlicher Beitrag dazu für meine Verhältnisse diesmal etwas umfangreicher ausgefallen ist, möchte ich mich Marion anschließen und den hier mal im Detail als MOC vorstellen. Erleichtert darüber, nicht schon wieder Landschaft bauen zu müssen, hatte ich mich schnell dazu entschlossen, ein Häuslein zu bauen und mich für eine Parzelle im Financial District registriert. Da ich selbst kein besonders kreativer Architekt bin, wollte ich mich dabei auch größtenteils an einem realen Objekt orientieren und obwohl ich ursprünglich mit etwas kleinerem eher so in Modular-Größe gerechnet hatte, fiel meine Wahl dann schließlich auf das Shell Building, einen Wolkenkratzer von 1929, der bis in die 60er als US-Zentrale des Ölmultis Shell diente. Generell fand ich es reizvoll, mal einen klassischen Art Déco Wolkenkratzer zu bauen und zum anderen wäre ja auch eine amerikanische Großstadt nichts ohne diese. Und wie es der Zufall so will, passt es damit zeitlich auch perfekt zu meinem anderen großen Bauprojekt letztes Jahr, wenn auch am anderen Ende der Welt. 
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Für das Minifiguren-Spielformat und den 32er-Grundriss mussten natürlich einige Änderungen beim Gebäudedesign gemacht werden, von der grundlegenden Reduktion der Etagenanzahl mal abgesehen. Es sollte ja alles auch nicht zu riesig werden, sowohl um meine Ressourcen zu schonen, als auch, um immer noch signifikant niedriger als die Transamerica-Pyramide zu sein, die sich unweit befand. Dazu habe ich zum einen das horizontale Layout auf 2/3 reduziert, was leider etwas die Anordnung beim Haupteingang gebrochen hat, aber sonst eigentlich recht einfach ging. Zudem habe ich den ganzen oberen Teil etwas eingestampft, indem ich einige Etagen zusammengefasst habe. Generell strecken sich die einzelnen Etagen etwas mehr in die Höhe, da die Etagenhöhe ja für die Minifig-Welt noch halbwegs Sinn machen, das horizontale Design aber in die 32er-Platte gepresst werden muss. Aber am Ende kann ein Minifig-Modell immer nur eine Abstraktion sein und bis auf diese Anpassungen habe ich schon versucht, mich bei den Designelementen am Original zu orientieren.
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Bei der Farbgebung befinden wir uns beim das ganze Gebäude bedeckenden Terrakotta mal wieder in dieser eierschaligen und lichtabhängigen Mischung aus weiß, tan und grau. Weiß wird dabei dem Art Déco Feel meiner Ansicht nach aber am gerechtesten und hat auch alle nötigen Teile, allen voran die wichtigen Muscheldekorationen. Für die Stahlelemente habe ich sandblau gewählt, einfach weil es eine coole Farbe und spannender als schwarz oder dunkelgrau ist, wenn auch nicht unbedingt die günstigste Wahl. Ein bauliches "Detail", dass mir eigentlich beim gesamten Gebäude wichtig war, auch wenn man es wohl praktisch kaum direkt merkt, ist der weitestgehende Verzicht auf unnötige Fliesenrillen, sodass Textur nur da entsteht, wo sie auch gewollt ist. Demzufolge habe ich wenn möglich die 2x2 Tile Modified mit zwei Noppen verwendet und natürlich die alten Jumper ohne Groove, auch wenn es nicht immer selbstverständlich war, den BrickLink-Händlern die korrekten Varianten aus dem Kreuz zu leiern. So habe ich auch versucht, die Modulübergänge so gut es geht zu kaschieren, obwohl man sie durch die in der Praxis auftretenden Spannungen und Toleranzen durchaus noch erkennen kann. Das ganze Gebäude besteht aus 4 Modulen.
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Da ich nicht das gesamte Gebäude ausbauen wollte, sind fast alle Fenster schwarz hinterbaut. Allerdings ist das Penthaus im Obergeschoss beleuchtet und entsprechend als Konferenzraum ausgebaut. Dafür kamen mir diese drahtlosen Konnektoren zugute, die LightMyBricks (und auch andere Anbieter) für ebensolche Modular-Etagen anbieten (und die ich vorletztes Jahr extra für New Hashima gekauft hatte, nur um dann abzusagen). Und da ich direkt am Rand positioniert war, bot es sich an, eine Aussparung in der Wand im Erdgeschoss zu lassen, durch die man direkt in die Lobby schauen kann. Deren Einrichtung basiert im Gegensatz zu den restlichen Räumlichkeiten tatsächlich auf alten und aktuellen Fotos vom Originalgebäude, allerdings natürlich wieder etwas eingeschrumpft. Für die straßenseitigen Geschäfte im Erdgeschoss war recht wenig Platz, aber es handelt sich um einen Waffelladen und einen Juwelier.
Und da Rätsel so im Trend liegen, kann mir bei diesem Setting bestimmt auch jemand sagen, wer der Mann auf dem Eckbalkon ist und zu welcher weiteren Figur er in Beziehung steht.
Mit etwa 11.000 Teilen und über 10 kg ist es wohl definitiv mein bisher größtes Einzelbauprojekt und ich musste mir auch endlich mal externe Beleuchtung kaufen, um es halbwegs adäquat fotografieren zu können. Ich werde es dementsprechend auch noch eine Weile aufgebaut lassen (und beim SteineWAHN! dieses Jahr mal Minifig- statt Microscale-Architektur mitbringen), sonst wüsste ich eh nicht wohin mit den ganzen Teilen.
Aber ehrlicherweise war es trotzdem entspannter und angenehmer zu bauen als die landschaftslastigeren Collab-Beiträge früherer Jahre. Ich hatte allerdings lange etwas Sorge, ob zum einen das recht hohle Untergeschoss die darüber liegenden trägt und zum anderen die LUG-Stützkonstruktion das gesamte Gebäude. Aber ich glaube, bei sowas bin ich manchmal auch etwas überängstlich, LEGO hält ja schon durchaus was aus. Aber im Zweifelsfall lieber zu stabil gebaut.
Brixe, IngoAlthoefer, Monsieur Greenhorn, cimddwc, friccius, legopapi, mcjw-s, Tilli, rgbs, Matze2903, zenzis, moctown, Legobecker, Andi, Micha2, Legoviller, Andor, jopiek, westzipfler, Jay, Brickmil, Karl-Heinz, cubo, boettch2, Kai, unschuldslamm, Merlini, Voynich-Brick, jjinspace, Larsvader, Tagl (31 Mitglieder)
Hallo Rauy, sehr schön.
Mir gefällt auch der Wortwitz mit der Muschelsuche.
Es hat einen Moment gedauert, bis es bei mir Klick
gemacht hat.
Gruss, Ingo.
Ich baue die kleinsten MoCs wo gibt. Isso!
IngoAlthoefer hat geschrieben:
Rauy hat geschrieben:

„Die Kreativität ist unbezahlbar und unendlich – leider ist LEGO nicht unentgeltlich und somit endlich.“
Am wichtigsten ist es Kreativ zu bleiben und Spaß zu haben, das vereint uns in unserem Hobby.
Monsieur Greenhorn hat geschrieben: