LemTry
05.11.2023, 23:08

Editiert von
LemTry
08.02.2024, 14:17

+34Elektrotriebwagen der Baureihe 426

Hallo liebe Forengemeinde,

es ist schon gut 13 Jahre her, wo ich euch hier noch in digitaler Form den 425 der Bahn AG präsentiert habe. Zwar wollte ich seiner Zeit das Modell auch mal in echt umsetzen, aber es fehlte die Zeit und auch das nötige Kleingeld. Dazu war es damals gefühlt auch nicht so einfach an die passenden Teile zu kommen.

2021 habe ich dann die Datei die ich 2010 mit den Lego Designer erstellt hatte mal wieder in die Finger bekommen und habe den Zug mit Studio nochmal überarbeitet. Das geschah in mehren Schritten, vor allem habe ich die Front des Zuges nochmal angepasst und auch andere Dinge, wie die Drehgestelle.

Dazu konnte ich einige Teile durch neue ersetzen, welche es vor über 10 Jahren noch nicht gab. Dennoch habe ich zur optischen Abrundung drei Elemente Typen von Drittanbietern verbaut, da es diese aktuell von Lego diese in der Farbe nicht gibt. Dazu habe ich auch für die optische Abrundung an gewissen Stellen, Einzelnoppen in Form von Bügelperlen verwendet. Es würde aber auch ohne diese gehen.

Einige weitere Anpassungen am Modell gab es wären der Umsetzung, so habe ich noch die Türen zum Fahrgastraum beweglich gemacht und auch die Fahrerkanine von innen noch etwas optimiert. Dazu habe ich einige Baufehler im Digitalmodell beseitigt, die man erst beim erstellen der jeweiligen Anleitungen gefunden hat.

Da die Dimensionen des 425er doch etwas groß waren, habe ich mich 2022 auch dazu entschieden die kleinere Version als 426er zu bauen. Wobei diese auch immer noch auf eine Länge von 1,45 kommt und aus über 7300 Teilen besteht. Dabei bringt der Zug ein Gewicht von 6 kg auf die Wage. Der Maßstab ist übrigens 1:25, den ich seiner Zeit bewusst gewählt hatte, um möglichst nah ans Original zu kommen.

Zum Zug habe ich noch ein passendes Gleisbett erstellt, was das ganze auf 10614 Teile wachsen ließ und das Gesamtgewicht nun gut 7 kg ist.

Die Teile habe ich mir dabei über Lego und Bricklink gekauft. Der Teile preis lag am Ende bei um die 10 Cent. Das ist sicherlich nicht unbedingt preiswert, dennoch für ein Einzelstück am Ende dennoch okay. Wenn man bedenkt wie viel Modellbauer für Modelle aus anderen Materialien fertig aufrufen.

Es ist in der Form mein erstes Modell was ich Digital entworfen habe und dann auch umgesetzt habe. Einige Dinge werde ich sicherlich noch anpassen, wie das Trennen der beiden Zughälften, so gefällt mir die jetzige Lösung nicht wirklich. Auch der Unterbau bedarf noch einer kleinen Anpassung, da doch die Gefahr besteht das mit der Zeit das Modell zwischen den Drehgestellen leicht durch hängt.

Beim Thema Steine Qualität bin ich überrascht das Farbabweichungen nicht wirklich zu sehen sind, lediglich die Angusspunkte sind ein Thema für sich, das ging früher besser.

Was mir eher negativ aufgefallen ist, das vor allem die Platten, selbst wenn man sie vernünftig verbaut, dazu neigen sich hin und wieder zu wölben, das ist eine Sache die ich früher von Lego nicht kannte und eher ein Thema bei den Drittanbietern ne Zeitlang war.

Mein Fazit zum ganzen, es hat jede Menge Spaß gemacht den Zug zu planen und am Ende das Ergebnis daheim fertig zu sehen.


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Hier kann man mal gut die Größe des Modell erfassen und man versteht am Ende auch warum ich erstmal vom 425er Abstand genommen habe, wobei dieser aber immer noch umsetzbar wäre.

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Den Stromabnehmer habe ich erst am Ende angepasst, da die digitale Form so ihre Schwächen hatte, die ich erst beim Bau bemerkte. Von der Dimension ist der Bügel aber recht Maßstäblich in der Umsetzung, kleinere Abweichungen lassen sich nie ganz vermeiden.

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Besonderen Wert hatte ich bereits 2010 drauf gelegt das der Zug auch theoretisch beweglich ist, wobei ich jetzt einen Antrieb nicht eingeplant hatte.

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Blick auf das Jacobsdrehgestell in der Mitte des Zuges.

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Erst kurz vor der Umsetzung habe ich noch die Türen so umgebaut, das man sie öffnen kann.

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Blick ins Innere

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Einer der Zwei Führerstände des Triebzug

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Blick auf das Gelenk des Triebzuges

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Den Kopf habe ich mehrmals angepasst, die jetzige Lösung gefiel mir dann am besten.

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Lego 426er trifft Spur N 425er

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Blick auf das Diorama für den Triebzug, was ich wie beschrieben erst kurz vor der Umsetzung erstellt habe und sogar mal in gut zwei Wochen alle Teile zusammen hatte.

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Zur optischen Abrundung habe ich auch zwei Fahrleitungsmasten erstellt, wobei ich jetzt auf die Oberleitung verzichtet habe.

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Der Ausleger mit Isolatoren.

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Das sind die Fremdbauteile die ich verwendet habe. Der Zug würde auch ohne diese funktionieren. Die Kreuzachse aus Stahl habe ich bewusst in den Drehgestellen verbaut, damit das hohe Gewicht nicht zu sehr auf die Achsen drückt. Aber auch diese können jederzeit durch herkömmliche von Lego ersetzt werden.

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So sah übrigens meine erste Version aus, die ich vor 13 Jahren euch hier gezeigt hatte.

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Ein Bild aus der Bauphase. Viele Teile habe ich parallel gebaut, die dann später im Zug nur noch eingesetzt werden mussten.

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Die Front setzt sich aus diesen Teilen zusammen, wobei ich erst zum Schluss die Klammern der Seitenteile zur Befestigung an das Mittelstück eingeplant habe, um so den Kopf noch stabiler zu bekommen.

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So sieht übrigens der Kopf ohne die Frontverkleidung aus.

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Hier kann man gut die Funktion der Türen erkennen, die ich zum öffnen der Türen verwende.

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Noch ein Blick auf das mittlere Drehgestell.

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So habe ich übrigens die Schwellen gebaut.

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Blick auf den Unterbau des Dioramas, was aus einer Technikkonstruktion besteht und dann mit Platten überbaut wurde.

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Hier kann man nochmal gut erkenne, dass der Zug auch beweglich ist.

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So sah der Triebzug fertig am Rechner aus.

Ich hoffe euch hat die Vorstellung dieses MOC gefallen.


Beste Grüße,
Marcus



Thomas52xxx
09.11.2023, 07:28

Als Antwort auf den Beitrag von LemTry

Re: Elektrotriebwagen der Baureihe 426

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Ich finden Deinen "Baby-Quietschie" grandios. Es zeigt, was in großem Maßstab möglich ist. Das hast Du echt ausgereizt.

Von den "Technikern" wurde mir von Alu-Achsen abgeraten. Mit denen sei der Abrieb im Lagerstein recht hoch. Besser seien welche aus Carbon.


Gruß
Thomas

mein Blog
meine Eisenbahnräder - mit funktionierendem Download


LemTry
09.11.2023, 19:55

Als Antwort auf den Beitrag von Thomas52xxx

Re: Elektrotriebwagen der Baureihe 426

Thomas52xxx hat geschrieben:

Ich finden Deinen "Baby-Quietschie" grandios. Es zeigt, was in großem Maßstab möglich ist. Das hast Du echt ausgereizt.

Von den "Technikern" wurde mir von Alu-Achsen abgeraten. Mit denen sei der Abrieb im Lagerstein recht hoch. Besser seien welche aus Carbon.


Erstmal vielen Dank für das Lob und ich bin da immer noch etwas am Einschlief dran.

Bei den Drehgestellen habe ich mittlerweile wieder die 9er Lego Achsen drin. Dennoch danke für den Tipp.

Es gibt schon gewisse Grenzen wo man auf Alternative Materialien setzen muss.

Lego behilft sich bei größeren Bauten am Ende auch mit Hilfskonstruktionen.

Wo ich als nächstes noch mal ran gehe ist der Unterbau, um ihm etwas mehr zu versteifen und das Trennen für mögliche Transporte oder der Verlängerung des Zuges.

Grüße Marcus



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