Farnheim
21.06.2022, 17:20

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Farnheim
21.06.2022, 20:06

+28Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Hallo zusammen,

ich möchte Euch nun ein weiteres Speed-Champions-Set etwas näher vorstellen. Bevor ich auf das Set zu sprechen komme, mittelkurz etwas zur Historie.

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Die Krux mit der Farbe

Wenn man aber bei Ferrari im Motorsport über Konsistenz sprechen kann, dann sicher bei den sportlichen Erfolgen, umso mehr aber noch bei der Farbwahl. Seit Bestehen der Marke sind Ferrari-Rennwagen rot. Diese Farbe prägte das Markenbild über die Jahrzehnte derart, dass die breite Öffentlichkeit nach wie vor der Meinung ist, die Hausfarbe sei rot. Mitnichten. Ferraris Hausfarbe war und ist aber gelb.

Warum also sind dann die Rennwagen rot und nicht gelb? Um das zu verstehen hilft ein Blick zurück zu den automobilen Anfängen. Als der Motorsport anno 1900 noch in klitzekleinen Kinderschuhen stecke, war die eine Rennserie, die es gab, eine typische Weltmeisterschaft, d. h. es fuhren Nationen im Wettstreit gegeneinander und keine Marken oder Hersteller. Und nach Festlegung eines Farbcodes zur besseren Unterscheidung der Länderteams waren die Fahrzeuge der Franzosen blau, der Belgier gelb und der USA eben rot. D. h. für Italien musste eine andere Farbe gefunden werden.

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Endlich rot

Zeitsprung. Als Ferrari 1948 in den Motorsport und 1950 schließlich in die Formel 1 einstieg, waren Rennwagen aus Italien bereits viele Jahre rot lackiert, denn irgendwann wurden die US-Renner als Landesfarbe weiß mit blauen Streifen lackiert. Ferraris gelbe Hausfarbe allerdings rührt aus den Gründungsjahren des Unternehmens her, als Anlehnung an das Stadtwappen Modenas (der Geburtsort Enzo Ferraris und Ort des späteren Firmensitzes). Da aber die private Kundschaft rote Ferraris fahren wollte, um es ihren Vorbildern auf den Rennstrecken der Welt gleichzutun, mussten auch diese vornehmlich rot lackiert sein. Und so setzte sich das hellere heute als bekanntes „Rosso Corsa“ (Rennrot) bei Serien-Ferraris durch.

Wie der Silberpfeil zu seinem Namen kam

Funfact: Da Mercedes bis 1934 im festgelegten Weiß an den Start ging, war der vorbereitete Renner für den Großen Preis von Deutschland am Nürburgring aber einen Kilo zu schwer. Um keine Disqualifikation zu riskieren, schliff die Mannschaft noch in der Nacht den weißen Lack wieder herunter. Das Ergebnis bekam die Startfreigabe und Manfred von Brauchitsch raste mit seinem unlackierten, edel glänzenden Aluminium-Mercedes-Benz W 25 zum Sieg. Die Legende um die Silberpfeile war geboren.

1970 war endgültig Schluss mit den Nationenfarben. Grund waren lukrative Sponsoring-Verträge, die man fortan mit den großen Industriekonzernen abschloss. Und wer bezahlte, bestimmte die Musik, bzw. das Farbschema. Nur wenige Teams, wie bspw. Ferrari, konnten es sich leisten, Sponsoren auszusuchen, die auch zu ihrer Rennwagenfarbe passten.

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512 vs. 917

Im selben Jahr ging Ferrari mit dem 512 M in der Prototypenklasse an den Start. Sein Vorgänger, der 512 S, sollte dem dominierenden Porsche 917 Paroli bieten. Trotz kopierter Optik mit eher mäßigem Erfolg. Mit dem M (steht für „Modificato“) sollte alles besser werden. Die Ingenieure modernisierten das Bremssystem, die Aufhängung, und ein leichteres aber stärkeres Triebwerk punktete mit effizienteren Zylinderköpfen. Auch wurde die Aerodynamik in wesentlichen Teilen weiter optimiert. Sein Debüt feierte der 512 M schließlich Ende 1970 auf der Rennstrecke von Zeltweg in Österreich. Sein leistungsgesteigertes V12-Aggregat übertrug nun satte 600 PS auf die Hinterräder.

Mit dem Ferrari 512 M hätte den Italienern ein echter Coup gegen die Zuffenhausener gelingen können, zumal er vom Start weg den Porsches überlegen war und bei den 9 Stunden von Kyalami (Südafrika) mit zwei Runden Vorsprung vor einem 917 über die Ziellinie raste. Allerdings verstand es Porsche gegenüber Ferrari teaminterne Belastungen bezügl. Finanzen, Zeit und Personal besser auf mehrere Schultern (Gulf, Martini und Porsche Salzburg) zu verteilen. Auch sorgte ein fester Fahrerstamm für Ruhe in den Teams, während bei den Italienern insgesamt 12 Piloten die Saison über im Wechsel zum Einsatz kamen. Der Ferrari 512 wurde noch vereinzelt bis 1975 in Rennen der nordamerikanischen CanAm und dem europäischen Ableger, der Interserie, von Privatiers eingesetzt, jedoch ohne nennenswerte Erfolge zu erzielen. Ferrari übernahm später die Nomenklatur in die Serie für den Ferrari 512 BB.

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Bekannte Kost: Kiste und Kleber

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Auch die Tütenanzahl ist bekanntermaßen überschaubar

Das Modell ist ein echter Sieger

Das Modell ist von den diesjährigen eines der gelungeneren, wie ich finde. Vielleicht liegt es auch daran, dass es sich, wie beim Countach, um einen kantigen Vertreter seiner Zunft handelt, der der Steinegeometrie sehr entgegen kommt. Warum es dabei gerade ein Ferrari 512 geworden ist, müsste uns beizeiten der Designer mal erklären. Wenn er dann sagen würde: „Weil er so schön ist!“, dann würde mir das als Begründung reichen.

Bei dem Bausatz handelt es sich dabei natürlich um kein geringeres als das Kyalami-Siegerauto. Die Startnummer 4 wurde dereinst von Jackie Ickx und Ignazio Giunti (der 1971 in einem Ferrari 312 PB in Argentinien tödlich verunglückte) pilotiert. Auch stimmt die Farbgebung mit dem Original weitestgehend überein: der silbrig-graue Unterboden entlang des Schwellers, die kleinen weißen Heckflügelchen oder die goldenen Felgen (die Renn-Ferraris in der Formel 1 tw. bis heute zieren).

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Die neuen und interessanten Teile

Aufdruck + dunkler Untergrund = Problem

Das Set kommt mit verhältnismäßig wenigen Aufklebern aus. Bei genauerer Betrachtung ist es auch kein Wunder, denn es fehlen für die Vorbildtreue sämtliche Sponsoren. Dafür hat man aber Details, wie die Tankeinfüllstutzen simuliert und das Ferrari-Logo auf den Seitenflächen ist bedruckt. Man kennt es bereits vom 6w-Ferrari F40 Competizione. Apopos bedruckt. Wir kennen ja die Missgeschicke, einiger nicht allzu deckend wirkenden Drucke. Hier tritt dieses Problem erneut zutage. Um die gesnottet angebrachten Scheinwerfer optisch zu erweitern hat man eine dunkeltransparente 1×2 Fliese auf ihrer Oberseite rot bedruckt. Leider weist die Druckfarbe nicht denselben Farbton auf, wie die durchgefärbten Steine drumherum – trotz unterdrucktem Weiß. Da aber das Problem bekannt ist, hätte man stattdessen besser eine simple, rote 1×2 Fliese verbaut. Die optische Verbreiterung der Scheinwerfer wäre m. E. nicht notwenig gewesen.

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Der Farbunterschied, der keiner sein dürfte: bedrucktes (oben) und durchgefärbtes Rot

Kein Ickx für ein U

Die mitgelieferte Minifig entspricht in ihrer Aufmachung nur bedingt dem Vorbild aus den 1970er Jahren. Würden die roten Streifen, anstatt vorn und hinten, seitlich auf den Ärmeln und Beinen zu sehen sein, würde es besser passen. Auch fuhren Ickx und Giunti nicht mit einem weißen Helm; zumindest ließen sich keine Fotos darüber finden. Wobei die Minifig-Frise der von Ignazio Giunti am nächsten kommt. Vielleicht doch so etwas wie eine späte posthume Ehrung?

Insgesamt kommt das Modell sehr stimmig daher. Proportionen, Sicken und Kanten, die aerodynamischen Hilfsmittel am GFK-Kleid passen wunderbar. Hier gibt es nichts zu meckern. Und die Benutzung der halbrunden Cockpitscheibe hätte besser nicht ausfallen können. Schon das zweite Mal, dass sie bei den Speed Champs Verwendung findet.

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Niemals ohne

Fürs Finish stellt sich ja immer wieder die Gretchenfrage: Aufkleber oder nicht? Generell vermeide ich es, Sets mit Aufklebern zu versehen. Lieber hebe ich sie mit für spätere Eigenbauten auf. Entgegen dieses Prinzips habe ich all meine Speed-Champions-Renner mit Stickern versehen. Allein schon deshalb, weil ich beschlossen habe, sie im zusammengebauten Zustand zu belassen und nicht dem eigenen Teilearchiv zukommen zu lassen. Außerdem geben sie den Modellen mehr Akuratesse und so manch seltsam anmutenden Teile-Farbfleck einen Sinn.

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Ohne sieht’s schon recht fade aus

Jeder Ferrari ist ein hervorragendes Feuerwehr-Ergänzungsset

Für mich persönlich ist dieses Set ein hervorragender Teilespender. Vor allem aber die erstmalig verwendete 1x5er Platte in rot feiere ich hart. Nicht weniger als fünf solcher Platten liegen dem Set bei. Außerdem erwartet den Zusammenbauenden eine nette Überraschung. Anstelle unbedruckter roter 1×1 Platten war TLC so spendabel gleich alle mit einem Ferrari-Emblem zu versehen, obwohl davon lediglich zwei sichtbar sind. D. h., es erwarten Euch nicht weniger als 7 (!) bedruckte Plättchen. Nice! Falls Ihr Euch jetzt fragt, wieso 7? Na, weil eines ein Counterpart ist!

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Überraschung: verschwenderisch viele springende Pferde

Juchu, farbige Langeweile


Auch erwarten Euch hierbei wieder exzellente Bautechniken. Sowieso habe ich schon länger den Eindruck, als wäre die Serie ein Spielplatz für Tüftler. Die Dichte an Bautechnikskurilitäten erscheint mir hier am höchsten. Allein das Scheinwerferkonstrukt samt Befestigung macht Laune zusammenzuklötzeln. Noch ein positiver Nebeneffekt: Die vielkritisierte Farbseuche findet hierbei nicht statt. Alles Ton in Ton und so wie es sein soll. Sehr löblich.

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Früh lässt sich erkennen, wohin die Reise geht

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Die gelben 1x1 Platten mit der Oese sind die einzige Verbindung des Oberbaus mit dem Chassis

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So endet die Arbeit mit Bautüte Nr. 1

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Es wird auch mal umgekehrt gesnottet

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Der Lampenkörper wartet auf seine Befestigung mit den Plattenrückseiten am Fahrgestell

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Das Gestühl ist vorschriftsmäßig in schwarz gehalten

Was ich noch zu sagen hätte…

Insgesamt ein äußerst gelungenes Modell, das nicht die ganz großen Titelzeilen in die Geschichtsbücher schrieb. Deshalb war es geradezu erfrischend, mal einen echten Underdog zusammenzubauen. Die Italiener mögen da sicher anderer Ansicht sein. Scusi, die Porsches waren einfach besser. Aber einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es am Ende dennoch. Ich hätte mir dazu so gerne die 5-Loch-Felgen in Pearl Gold gewünscht. Das hätte noch ein wenig mehr Authentizität vermittelt und man müsste so nicht immer auf die blanko Bremsscheiben starren.

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An die Entscheider bei TLC: Bitte diese Felgeneinsätze in dieser Farbe herausbringen!

Randnotiz: Übrigens gab es von TLC schon einmal einen Ferrari 512 – und sogar in gelb. Und zwar im Rahmen der Shell-Promotion aus dem Jahr 2014. Gut, man muss schon sehr daran glauben, aus dem dem rollenden Teilehaufen einen 512 zu erkennen. Aber der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge, oder Bausteine.

Und ganz zum Schluss noch eine Lösung, wenn Euch die gewohnten Minifigs vieeel zu klein für die Autos vorkommen: PLAYGO®! Die sympathische Neukreation, die sogar auf Noppen passt! Wesentlich größer und somit realitätsnaher im Verhältnis solcher Automobile. Allerdings müsste man den Innenraum gewaltig ummöblieren. Bei einer Sitzprobe unter den derzeitig vorherrschenden Voraussetzungen zeigte sie sich ein wenig unkooperativ. Was nicht ist, kann ja noch werden – wer weiß…

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Guxdu: LEGO® Minifig fremdelt mit PLAYGO

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Für einen passgenauen Sitzplatz müsste um- und angebaut werden

Leider habe ich’s verrafft, die beiden Käsereiben oberhalb der Vorderreifen in der korrekten Ausrichtung zu platzieren. Als mir der Fauxpas auffiel hatte ich bereits nahezu alle Fotos im Kasten. Ach, irgendwas ist ja immer…

So denn schwenke ich nun die schwarzweiß karierte Flagge und beende die Übertragung dieses Großen Preis und gebe zurück an die angeschlossenen Funkhäuser.

Viele Grüße,
Maik


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Farnheim
27.06.2022, 14:02

Als Antwort auf den Beitrag von tastenmann

Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Danke Dir! ich habe ja die komplette Produkt-Range des letzten Jahres und mittlerweile drei Modelle aus 2022 zusammengebaut. Und am besten gefällt mir die Wiedergabetreue der klassischen Fahrzeuge – egal, ob C3-Corvette, Ferrari 512 oder der Countach. Solche Formengebungen passen einfach besser zum LEGO-Teilesortiment. Obwohl auch aktulle der Bronco und der Heritage-GT sehr gut dastehen. Schade, dass ich damals beim Audi Quattro gezögert habe. Den hätte nun wirklich noch gern nachträglich.

Na, schaunmermal.

Viele Grüße,
Maik


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Matze2903
27.06.2022, 15:46

Als Antwort auf den Beitrag von Farnheim

+1Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Das Blabla über das Original gab dem ganzen das gewisse Etwas. Es hat Spaß gemacht es zu lesen und die Bilder zu betrachten. Das einzige was ich nach dem Lesen nicht wusste war Preis des Sets und so, was halt jeder schreibt, die harten Fakten. Aber da ich sehr gut unterhalten wurde, fiel mir das erst gar nicht auf und erst beim Kontrollieren meiner Zweifel sah ich , das war so. Eine Sammlung von Wissen, die man im Hinterkopf behalten sollte, um bei Jauch zu Millionen zu bekommen.

LG MAtthias


Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen - Die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen
Geblendet vom Szenario erkennt man nicht - Die wahren Dramen spielen nicht im Rampenlicht


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Farnheim
27.06.2022, 16:01

Als Antwort auf den Beitrag von Matze2903

Editiert von
Farnheim
27.06.2022, 16:07

+2Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Hi Matze,
danke Dir. Und Du hast recht. Die Fakten, Fakten, Fakten fehlen. In meinem vorgeschriebenen Textdokument sind sie allerdings enthalten. Leider habe ich es anschließend versäumt, sie noch hinzuzufügen. Ich persönlich bezweifle ja, dass in absehbarer Zeit die 1-Millionen-Euro-Frage zu diesem Auto bei WWM gestellt wird. Aber, wer weiß, wenn der Redaktion die Fragen ausgehen, warum also nicht mal sowas Fragen? Und ausgerechnet dann sitzt Du im Studio auf de Feuerstuhl und haust die Antwort einfach so raus, dank meines Reviews. Wie sieht's denn mit ner Gewinnbeteiligung aus?

Daher nun in aller faktischen Nüchternheit:

Set: Nr. 76906 – Ferrari 512 M
Thema: Speed Champions (1. Hj. 2022)
Teile: 291
Minifig: 1
Preis: 19,99 Euro UVP
Gewicht: 334 g

Derzeit (27.06.2022) sind Rabatte von bis zu 31 Prozent drin.

Grüße,
Maik


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HoMa
27.06.2022, 18:33

Als Antwort auf den Beitrag von Farnheim

Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Ich kann mich nur anschließen: Wirklich ein sehr schöner Review, der sich deutlich von den englischsprachigen Massen-Reviews abhebt. Danke! Dass es die 1x5 Platte nun auch in rot gibt, wusste ich noch nicht. Jetzt steht das Set deutlich höher auf der inneren Wunschliste.

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Eine phototechnische Frage hätte ich noch: So aufgenommen oder so photogeshoppt?

Dann warten wir mal auf eine gelungene Mischung aus Feuerwehr (Einsatzleitwagen?) und Ferrari in Feuerwehr-Ferrari-Rot

1000grüße
HoMa


HoMa's World of Bricks


Matze2903
27.06.2022, 18:49

Als Antwort auf den Beitrag von HoMa

Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Ein Ferrausauto - Scheff ist immer 1/2 h früher da....


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Farnheim
28.06.2022, 09:41

Als Antwort auf den Beitrag von HoMa

Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Hallo Holger,

vielen Dank Dir! Das fragliche Foto ist gephotoshoppt. Ich wollte den Effekt zwar zunächst auf herkömmlichem Wege erreichen, allerdings hatte ich dafür während der Aufnahme mindestens zwei Hände zu wenig und ein viel zu enges Zeitfenster (Trittleiter runter, Auto anschubsen, Trittleiter wieder hoch, Kamera in die Hand, anvisieren, mitziehen und... oh, er ist schon ausgerollt). Daher entschied ich mich für die (wesentlich einfachere) digitale Nachbearbeitung.

Apropos Renn-Feuerwehr. Ich habe im Regal noch immer einen halbmodizierten Creator-F40 stehen, aus dem mal der schnellste Lego-ELW werden soll(te). Da mir (vermutlich) noch immer einige Teile für den Umbau fehlen, zieht es sich wohl noch etwas hin. Ich sollte mal eine Bestandsaufnahme der Teile machen, die mir dafür noch fehlen. Während ich diese Zeilen schreibe, frage ich mich allerdings, ob ich ihm nicht gleich ein aufmerksamkeitsstärkeres Blechkleid spendieren soll, als nur ein paar läppische gelbe Streifen.

Gehirnratternde Grüße,
Maik


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Farnheim
28.06.2022, 09:43

Als Antwort auf den Beitrag von Matze2903

Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

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Matze2903 hat geschrieben:

Ein Ferrausauto - Scheff ist immer 1/2 h früher da....


Muahaha!


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Matze2903
28.06.2022, 10:21

Als Antwort auf den Beitrag von Farnheim

Re: Set-Review: 76906 - Ferrari 512 M (ACHTUNG! ARTIKEL FÄLLT ÜPPIG AUS!)

Danke, das du das Wortspiel verstanden hast.


Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen - Die Bösen sind oft gut und die Guten sind gerissen
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Seeteddy
28.06.2022, 10:26

Als Antwort auf den Beitrag von Farnheim

Re: Ferrari F-40 Feuerwehr

Hallo Maik,

für den Umbau des Creator Sets hätte ich zwei halbwegs plausible Varianten im Hinterkopf.

Aber zuerst die unsinnigen und daher verworfenen Ideen:
Wie bei vielen Ferrari-Typen ist für den F-40 keine Anhängerkupplung lieferbar.
Die Montage einer kurzen Leiter auf dem Dach taugt bestenfalls für einen Karnevalsumzug.
Für eine Löschpumpe, samt Schlauchrolle bräuchte man einen, nicht lieferbaren, Dachgepäckträger.

So, aber jetzt Scherz bei die Seite und Butter bei die Fische:
Notarztwagen - das wäre eine reelle Option - mit weißen Seitenstreifen mit Aufschrift Notarzt, dazu Blaulicht auf'm Dach.
Medical Car für Formel 1 - mit Gelblicht - weiße Felder mit Aufschrift Doctor - Notfallmedizinkoffer und Feuerlöscher an Bord.

kreative Grüße
Klaus


In Internetforen wimmelt es nur so von fehlerhaften Zitaten.

Johann Wolfgang von Goethe


Farnheim
29.06.2022, 19:31

Als Antwort auf den Beitrag von Seeteddy

+2Re: Ferrari F-40 Feuerwehr

Hallo Klaus,

schöne Ideen. In der Tat klingt Dein letztgenannter Vorschlag am wahrscheinlichsten. Aber am tatsächlichsten ist die Version eines Löschfahrzeugs.

2015 präsentierte Gimaex (heute Iturri) auf der Interschutz in Hannover ein kleines und sehr fixes Vorauslöschfahrzeug auf Basis einer C7-Corvette:

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Dazu muss man erklären, dass die Feuerwehr wie auch Polizeidirektion Dubai bei ihren Einsatzmitteln in dem kleinen Emirat sportive Extravaganz schätzen. In der Corvette befinden sich, neben einer speziellen Druckschaumanlage, auch 79 L Wasser und 1 Liter Schaummittel für Entstehungsbrände. Ingesamt verfügte die Civil Defence, wie die Feuerwehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten genannt wird, 2016 über insgesamt 6 solcher auf 765 PS leistungsgesteigerte Fahrzeuge: vier C7-Corvette Stingray und zwei C6-Corvettes.

In Deutschland besitzt/besaß die ONS-Sicherheitsstaffel schnelle Rettungsfahrzeuge vom Schlage eines Porsche 911 oder 914-6. Der Pulverlöschanlagenhersteller Total-Walther baute irgendwann in den 70ern auf Basis eines Maserati Ghibli ein Einzelstück. Siku brachte dieses ungewöhnliche Modell in der V-Serie aus Basis eines Espada 400 GT heraus - wohl, weil der Hersteller keinen Ghibli im Programm hatte.

Und dann gab es noch den. Ein umgebauter Maserati Quattroporte aus dem Jahr 1967.

Viele Grüße,
Maik


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