Lok24
08.09.2021, 15:40

+12Eine kleine Umfrage…..

Hallo zusammen,

heute habe ich eine Bitte: ich möchte einem Umstand auf die Spur kommen, den ich so nicht verstehe.

Es geht um die Frage, warum das Interesse an alternativen Steuerungs-Methoden für Powered Up-Modelle so gering ist, genauer gesagt ungefähr bei Null. Das betrifft sowohl Sets wie auch Mocs.

Inzwischen ist ja durch Fremdanbieter Software so einiges möglich, und man könnte es noch weiterentwickeln. Aber der „Markt“ dafür scheint nicht vorhanden. Ist das wirklich so?

Heftige Diskussion gab es doch z.B. bei dem Krokodil, dass ohne Smartphone aber mit FB nur Vollgas kann, oder dass man für die motorisierten Technik-Modelle zwingend ein Smartphone und die Control+ App braucht.

Das hat sich aber geändert und wurde auch hier und an anderen Stellen beschrieben.
Aber: Keine Reaktion.

Deswegen die Frage: warum ist das so?
- Interessiert das wirklich niemanden(mehr)?
- Wo sind die Krokodil-Besitzer, die gerne ohne Smartphone fahren würden?
- Wo die technic-Set-Besitzer, die ihr Modell ohne Smartphone steuern würden?
- Wo die Moccer, die ihr Modell gerne bewegen würden?
- Wo die Eisenbahner, die eine Lok mit zwei Motoren gegenläufig bewegen wollen, ohne immer zwei Tasten an der FB zu drücken?
- Oder täuscht mein Eindruck?

Das würde mich wirklich interessieren. Das alles waren ja immer wieder geäußerte Wünsche, jetzt nicht mehr? Wieso?
Und hat denn tatsächlich niemand Lust, das wenigstens mal zu probieren?

Und noch eine Bitte:
Die Diskussion warum das Lego so entwickelt und anbietet, dass PF besser war, dass es keine FB mit Knüppeln und keine Dokumentation gibt hatten wir ausgiebig, darum soll’s hier ausnahmsweise mal nicht gehen. Das ist ja so wie es ist, und eine erneute Diskussion würde m.E. keine neuen Erkenntnisse bringen.

Und auch keine Antworten wie: „das weiß der normalen LEGO User nicht“. Das ist mir auch klar. Mir geht es um ganz persönliche Meinungen und Einstellungen der User hier.

Warum das hier unter „Allgemein“ steht? Weil im entsprechenden Unterforum wieder nur die immer selben User in ihrer Filterblase diskutieren…

Danke für alle Beiträge, gerade von all jenen, die dem Ganzen skeptisch gegenüberstehen oder das alles für zu kompliziert halten.

Grüße
Werner



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Lok24
08.09.2021, 19:38

Als Antwort auf den Beitrag von Carrera124

Editiert von
Lok24
08.09.2021, 20:00

Re: Eine kleine Umfrage…..

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Hallo,

Carrera124 hat geschrieben:

Ohne programmieren, ohne Gefrickel, ohne Diskussion mit dem Hersteller.
Kaufen, einbauen, fertig.

Nix kaufen und nix einbauen und keine Diskussion.
Nur ein fertiges Programm herunterladen
und dann in das Hub schaffen. Mit guter Anleitung: keine 5min Aufwand.

Und die Frage ist: zählt das schon als "Gefrickel", hat da schon keiner mehr Lust drauf?
Aus Prinzip? Oder weil es sich "falsch" anfühlt?
Selbst wenn es dann zufriedenstellend arbeiten würde, was man aber so nie erfahren wird?

Das genau ist die Frage, die mich umtreibt.



friccius
08.09.2021, 20:34

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

+1Re: Eine kleine Umfrage…..

Hallo Werner,

bei mir ist es, wie bei einigen Vorredner auch, schlichtweg ein Zeitproblem. Ich habe in der Vergangenheit auch schon "Bewegung" in meine MOCs gebracht. Aber das ist schon ein paar Jahre her und war dann auch nur "konventionelle" Technik. Ein aktuell im Bau befindliches Modell wollte ich auch teilmotorisieren, habe davon aber wieder Abstand genommen, da die Konstruktion insgesamt schon bzgl. Standfestigkeit sehr anspruchsvoll ist.
Deine Beiträge verfolge ich übrigens mit großem Interesse. Auch, wenn ich da seltenst meinen Senf dazu gebe.

Vie leG rüße
Andreas


Wer LEGO® verfälscht oder nachmacht, oder verfälschtes oder nachgemachtes LEGO® in Umlauf bringt, wird mit MegaBloks nicht unter fünf Jahren bestraft.

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ThomaS
08.09.2021, 21:24

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

+4Re: Eine kleine Umfrage…..

Hallo Werner,

Lok24 hat geschrieben:

- Wo die Moccer, die ihr Modell gerne bewegen würden?


bin einer von denen, wir haben uns darüber auch schon mal länger in Fürth unterhalten.
Mühle, Brücken, Pumpen, Enten, Fahrzeuge, u.a. wollen gerne bewegt werden.
Komme aber aktuell kaum zum Bauen, die Zeit mich intensiv alleine mit der Steuerung von Motoren auseinander zu setzen fehlt mir.
Gefühlt sind die vielen Möglichkeiten seitens LEGO und Drittherstellern ein auf die Schnelle undurchschaubares Durcheinander für mich und eher abschreckend.

Was ich bräuchte, wäre eine Art Workshop: Ich bringe zu motorisierende Modelle mit, ein Experte sagt mir vorher was ich an Teilen besorgen muss und gemeinsam bringen wir die ersten beiden Modelle mittels Steuerung zum Fliegen. Zum Beispiel eine Brücke die mit einem Taster hoch, mit einem anderen runterklappt, gerne auch zufallsgesteuert mit anderen Modellen in einer Anlage. Nach ein/zwei Modellen weiss ich wie's geht und kann alleine weitermachen

Gruß
ThomaS


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Mylenium
08.09.2021, 22:01

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

+2Re: Eine kleine Umfrage…..

Lok24 hat geschrieben:

, das wäre ja, was Du suchst.


Ich glaub nicht. Ich will ja nicht klingen wie ein gewisser YouTuber, aber Technic ist die Technik abhanden gekommen. Anders lassen sich Gurken wie der Zetros auch nicht erklären und ich glaube, das ist auch der Punkt. Die Modelle erreichen nicht mehr die Rafinesse, die noch vor ein paar Jahren da mitspielte und sich darauf zu verlassen, dass ein digital gesteuerter Motor schon alles richten wird, ist mir zu billig. Ist nicht mehr inspirirend und macht mir deswegen keinen Spaß mehr.

Mylenium


https://myleniumsbrickcorner.wordpress.com


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BricksCorner
08.09.2021, 23:50

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

Re: Eine kleine Umfrage…..

Hallo Werner,

zunächst mal finde ich klasse, was du an Steuerungsmöglichkeiten herausgefunden hast.

Allerdings bin ich der Ausstellungseisenbahner und habe zu Hause keinerlei Möglichkeiten die Steuerungsmöglichkeiten sinnvoll auszuprobieren. Trotzdem verfolge ich das Thema interessiert.

Ich werde aber wohl erst mich intensiv damit beschäftigen, wenn mir entweder PF den Dienst versagt oder das Umrüsten der Züge im Ausstellungsbetrieb zu zeitaufwendig wird.

Viele Grüße
Christian


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Betreiber einer fiktiven Privatbahn in 1:43 sowie Entwickler und Erbauer von Eisenbahnmodellen in 9W = Maßstab 1:43/passend zur Minifig.

Wir sehen uns am


Thomas52xxx
09.09.2021, 06:42

Als Antwort auf den Beitrag von Mylenium

Re: Eine kleine Umfrage…..

Mylenium hat geschrieben:

aber Technic ist die Technik abhanden gekommen. Anders lassen sich Gurken wie der Zetros auch nicht erklären und ich glaube, das ist auch der Punkt. Die Modelle erreichen nicht mehr die Rafinesse, die noch vor ein paar Jahren da mitspielte und sich darauf zu verlassen, dass ein digital gesteuerter Motor schon alles richten wird, ist mir zu billig.

Die allermeisten Leute, die hier schreiben und ihre MOCs vorstellen brauchen keine Modelle, sondern Teile. Egal, wie gut oder schlecht die Sets von Lego sind, können sie daraus fantastische Werke schaffen.

Und um Lego zu verteidigen. Die Schlagzahl neuer Sets ist verdammt hoch. Auch wenn viele Gurken dabei sind. Es gibt deutlich mehr tolle Sets die ich eigentlich gerne hätte, als es mein Geldbeutel und mein Platz hergibt.

Vielleicht liegt da auch der Kern des Problems. Ich bin inzwischen auch in einem Forum, in dem es überwiegend um Steine aus asiatischer Herkunft geht unterwegs. Für die Leute dort ist das Angebot an tollen Sets noch viel größer. Im Zweifelsfall schickst Du die Stückliste einer MOC-Anleitung an einen Händler und hast sechs Wochen später deine Teile. Dort wird, so vermute ich, ob dieses riesigem Angebots kaum eigenes geschaffen. Die Auswahl an "vorgekautem" deckt so viele Wünsche ab, das die eigene Kreativität nicht herausgefordert wird.


Gruß
Thomas

mein Blog
meine Eisenbahnräder - mit funktionierendem Download


AdmiralStein
09.09.2021, 08:17

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

+3Re: Eine kleine Umfrage…..

Hallo Werner,

ich wollte auf deinen Beitrag vom 29.08. in dem anderen Thread antworten, war aber noch gar nicht fertig mit Schreiben als du diese Umfrage gestartet hast. Im anderen Thread ginge das wohl mehr oder weniger unter, daher poste ich die (überarbeitete und ergänzte) Antwort hier.

Lok24 hat geschrieben:


- Lego hat das ganze in den Sand gesetzt, aber gründlich und evtuell irreversibel


Generell kann ich sagen, dass es mich nach wie vor abgrundtief annervt, wie PoweredUp eingeführt wurde und wie das Thema nach wie vor von der Firma behandelt wird.

Es nervt, dass die Firma ein neues System scheibchenweise auf den Markt bringt und anscheinend selbst noch nicht weiß, was da noch kommt. Oder es nicht sagen will. Oder zwar einen Plan hat, aber noch nicht weiß, ob der realisierbar ist. Viele Fragen werden statt ja oder nein mit nur vagen Aussagen wie "mal schauen was wir da noch ergänzen" und "wir nehmen die Idee mal mit" beantwortet. Auf so ein Blablubb "kann ich nicht bauen" also keine zukünftigen Projekte planen.

Einzelkomponenten sind zu teuer. Ja ich weiß dass ich die Komponenten bei BL günstiger bekomme. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass die Firma denkt, ich würde nicht merken, dass sie mich für so blöd hält, dass ich die hohen Einzelkomponenten-Preise zu zahlen bereit bin. Alternativ darum, dass die Firma denkt, ich würde nicht merken, dass sie mich durch die hohen Einzelkomponenten-Preise zum Kauf der langweiligen Sets mit PU-Anteil animieren wollen, die ich gar nicht brauche.

Des Weiteren bietet die Firma nach wie vor keine Verlängerungskabel an. Ja ich weiß, die kann ich in China bestellen. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass die Firma denkt, dass die niemand braucht. Ja, stimmt, wer nur die überteuerten PU-Sets kauft und nach Anleitung aufbaut, braucht die auch nicht.

Das alles lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die Firma nach wie vor unschlüssig darüber ist, wie lange das "neue" System Bestand haben wird und ich daher - da sich die Firma bislang meines Wissens nach nicht eindeutig geäußert hat - davon ausgehen muss, dass das System nicht von Dauer* sein wird. Gibt es in dem Laden überhaupt einen Plan? Falls ja, dann könnte man doch mal eine Aussage raushauen: "Das Spielzeug funktioniert mit folgenden Handys und wir garantieren, dass es das mindestens 3 Jahre macht." Die Kompatibilitätsliste ist zu kurz und hoffnungslos veraltet und wie du in dem anderen Thread ja festgestellt hast, ist der Software-Support bei der Firma unterirdisch. Ich habe denen geschrieben, dass mein Smartphone die technischen Voraussetzungen erfüllt, sich die aktuelle Software aber nicht installieren lässt. Die Antwort kam ich ein paar Tage später: Ich solle doch bitte einen Screenshot schicken. Häh? Wovon denn? Davon dass die Software bei mir im PlayStore nicht angezeigt wird? Hat da beim Support eigentlich irgendjemand einen Plan von der Materie?
*) "Dauer" in AFoL-Dimensionen, nicht in Lego-Produktzyklen Und so kann ich die vielen Kritiker sehr gut verstehen, die ständig Bedenken wegen Zukunftsfähigkeit der Apps unken und befürchten, dass ihr Luxus-Spielzeug durch die nächste Smartphone-Generation oder auch nur durch das nächste Software-Update "gebrickt" wird.

So, genug dazu.

Lok24 hat geschrieben:
Deswegen die Frage: warum ist das so?
- Interessiert das wirklich niemanden(mehr)?
- Wo sind die Krokodil-Besitzer, die gerne ohne Smartphone fahren würden?
- Wo die technic-Set-Besitzer, die ihr Modell ohne Smartphone steuern würden?


Das ganze Thema interessiert mich nach wie vor. Ich habe einfach keine Zeit zu Basteln. Ich komme zurzeit nicht mal dazu, Modelle zu bauen, für die ich die Elektrik bräuchte.

Ich bewundere deine Fortschritte und deine Berichte darüber hier im Forum. Ich verfolge den Thread hier mit Interesse. Genau wie jeden PU-Thread und jedes Projekt hier von dir, wenn auch nicht tagesaktuell.

Ich kann festhalten, dass ich eine Smartphone-Steuerung nicht brauche. Gar nicht. Der Fokus liegt auf Automatisierung. Das muss man einfach einschalten können und dann soll das stundenlang laufen. Wenn ich etwas elektrifiziere, dann sind das entweder GBC-Module oder kleine Gimmicks in Nicht-Technik-Modellen, beispielsweise ein Windrad oder eine Klappbrücke oder Beleuchtung. Dafür finde ich PU sehr spannend, da ich die Hoffnung habe, auf Ausstellungen damit Dinge Zeit-, Zufalls- und/oder Sensor-gesteuert elektrifizieren zu können, ohne dafür ein Smartphone, Tablet und/oder Pi unter dem Tisch liegen haben zu müssen, das/der als Fernsteuerung agiert.

Lok24 hat geschrieben:
Es gibt Standardanwendungen.
- GBC


So sehr ich mir für die eine oder andere GBC-Modul-Idee eine programmierbare Steuerung wünsche, so wenig sehe ich den Einsatz von PU bislang als praktikabel an. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen!

Zumindest beim "Profi-Einsatz" (Ausstellungen) muss der elektrische Antrieb von GBC-Modulen drei (besser vier) Anforderungen erfüllen:

1. Schnelles und unkompliziertes Aus- und Einschalten
Nicht jeder Bastler eines GBC-Moduls steht auf Ausstellungen die ganze Zeit neben seinem Modul. Da würde man ja auch rammdösig von dem Lärm. Die anderen Aussteller müssen das Modul bei Problemen jederzeit und ohne Lesen einer Anleitung Aus- und am besten auch wieder Einschalten können.
Das schnelle und unkomplizierte Aus- und Einschalten klappt bei PU nur mit der "dummen" Technic-Batteriebox für 35€, oder? Wie zuverlässig klappt das mittlerweile, dass man ein Programm auf einen Hub lädt und das Programm dann durch einen Knopfdruck startet und im späteren Betrieb das Programm durch einen Knopfdruck unterbricht und durch einen weiteren Knopfdruck fortführt - ist das möglich? Und läuft das Programm auf dem Hub dann acht Stunden durch, eine stationäre Stromversorgung (siehe unten) vorausgesetzt, oder gibt es einen Timeout? (siehe unten)

2. Stationäre Stromversorgung
Das Modul muss stationär mit Strom versorgt werden können, darf also keinen Batterie-/Akku-Wechsel erfordern. Allenfalls die Versorgung durch eine Powerbank wäre denkbar, wenn die durch Umstecken ohne das komplizierte Hochfahren eines Systems (zwei Bluetooth-Geräte koppeln ist kompliziertes Hochfahren eines Systems, weil das die Mitaussteller nicht unbedingt auf Anhieb können) gewechselt werden kann.
Die stationäre Stromversorgung bekommt man mit Basteln oder mit Adaptern von Fremdherstellern hin. Ist aber immer noch komplizierter und teurer, als einfach einen alten 9V-Eisenbahn-Trafo anzuschließen.

3. Dauerbetrieb
Ein zuverlässiger Dauerbetrieb ohne ständiges manuelles Eingreifen muss gewährleistet sein, also kein automatischer Timeout. Ich hatte die PU-Duplo-Eisenbahn für ein GBC-Modul vorgesehen, versorgt durch eine schnell wechselbare Powerbank, die in einem Waggon liegt. Die Lok schaltet sich aber nach einigen Minuten einfach aus. Einen stationär mit Strom versorgten M5Stack Atom danebenlegen, der alle paar Minuten irgendeine Art von "Weiterfahren"-Signal sendet, wäre vielleicht eine Lösung. Der müsste sich nach dem Powerbank-Wechsel und Einschalten der Lok aber zuverlässig und automatisch selbst wieder mit der Lok koppeln. So weit bin ich noch nicht mit Testen.

(4. Regelbarkeit der Geschwindigkeit)
Im Idealfall kann das Modul noch durch Drehen an einem Trafo-Regler (also von Hand) in seiner Geschwindigkeit geregelt werden, nicht nur stufenlos zwischen 100%=Vollspeed und 0%=Stop, sondern 100%=Vollspeed und -100%=Vollspeedrückwärts. Zum Beispiel, wenn sich etwas verhakt hat und das durch kurzes Rückwärts-Laufen-Lassen behoben werden kann. Zum Beispiel, wenn das vor-vorherige Modul das vorherige Modul schubweise mit Bällen füttert und das vorherige Modul die dann in viel zu schneller Folge weitergibt, so dass der GBC-Standard "Bälle pro Minute" übererfüllt wird und das eigene Modul schneller als vorgesehen laufen muss. Oder wenn es durch Abnutzungserscheinungen (da reibt halt stundenlang - manchmal tagelang - Plastik auf Plastik...) bei Modulen zu Ausfallerscheinungen oder Schluckauf kommt, kann die Herabsetzung der Geschwindigkeit sie durchhalten lassen.
Die einfache manuelle Regelbarkeit sehe ich bei PU bislang nicht gegeben. Gut, man könnte zwei Tastsensoren anschließen (der Spike-"Force Sensor" ist ein Tastsensor nehme ich mal an?), da bräuchte man dann aber auch wieder einen großen Hub. Da wären wir allein für den Hub und zwei Tastsensoren schon bei 100€...

Matthias



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Ben®
09.09.2021, 09:07

Als Antwort auf den Beitrag von Lok24

Editiert von
Ben®
09.09.2021, 09:08

+3Re: Eine kleine Umfrage…..

Lok24 hat geschrieben:

[...]
Es geht um die Frage, warum das Interesse an alternativen Steuerungs-Methoden für Powered Up-Modelle so gering ist, genauer gesagt ungefähr bei Null. Das betrifft sowohl Sets wie auch Mocs.
[...]
Heftige Diskussion gab es doch z.B. bei dem Krokodil, dass ohne Smartphone aber mit FB nur Vollgas kann, oder dass man für die motorisierten Technik-Modelle zwingend ein Smartphone und die Control+ App braucht.
[...]
Deswegen die Frage: warum ist das so?


Kurzantwort vorweg: das ist so, weil ich gerne mit LEGO baue. Programmieren wäre ein Job oder Zweithobby.


Hi Werner,

ich bewundere Deinen Einsatz für die PU. Die vielen Informationen, die Du dazu zusammenträgst und hier veröffentlichst, verfolge ich mit zumeist großem Interesse.

Mitten in meinem Urlaub hast Du auch die Methode vorgestellt, wie man neue eigene Firmware in den Hub lädt und dann per Fernbedienung alle Motoren steuern kann. Gebookmarked und (fast) vergessen... Leider bis heute ungetested geblieben.

*****

Zur Frage direkt: ich habe kein Interesse an "erweiteter PU", weil es ein "anderes" Hobby wäre. Ich habe vor etlichen Jahren mal 2 Wochen mit Mindstorms NXT rumgespielt/programmiert, aber etwas zu bauen war mir immer wichtiger als etwas per Programm zu lösen. Wie man mechanisch einen Motor für mehr als eine Aufgabe verwendete: das hat mich begeistert. Das per Programm umzusetzen war recht öde. JEDE Minute Programmiererei ist quasi vertane Zeit für mich. Ich wünsche mir im Hobby etwas zum Anfassen. Im Job bin ich eh schon permanent am PC. Selbst bei nur 5 Minuten, um eine Firmware aufzuspielen verliere ich 5 Minuten Bauspaß. (Aber dabei bleibt es ja nicht: am Ende habe ich fast 10 Hubs und jedes hat eine eigene Firmware, von der ich alsbald nicht mehr wüsste, was drinsteht und warum es so funktionierte. Wenn ich nach 2 Jahren nochmals irgendwas machen wollte, ist Dein Hilfsprogramm vermutlich nicht mehr lauffähig oder nach Hardwarewechsel in irgendeinem Backup begraben oder was weiß ich... Mag unberechtigte Sorge sein, aber als alter Sack blicke ich da auch manche Erfahrung zurück: Cybermaster? Bar-Code Truck? Mindstorms NXT: Liegt hier alles rum, aber die Hürde das je wieder zum Laufen zu bringen, ist höher, als es irgendwann einfach wegzuwerfen).
PF dagegen ist robust und läuft. (Sorry Du wolltest kein Lamentieren zu PF, ich weiß, aber das ist nun mal der funktionstüchtige "Goldstandard" für mich.

Und dort gilt ganz genauso für Erweiterungen: es gab mal eine Anleitung, mittels der man PF "aufbohren" und auf zusätzliche 8 Kanäle heben konnte, um dann 4 + 4 Empfänger mit je 2 Kanälen zu kontrollieren. Wegen des damit verbundenen Aufwands habe ich das nie umgesetzt. Seit PF+PU (+Infrarot gab es ja auch noch davor) kann man eh über 8 Züge laufen lassen. Bei 12+ Zügen gehen mir auch langsam die Nachbarskids aus, die noch mitmachen wollen. :-)
Außerdem habe ich nur 64 Eneloops (+5 PF Akkus). 1/3 davon lädt dann dauernd.

Beim "BANG-BANG" PU-Krokodil hast Du mir ja damals bereits weitergeholfen: ein kleiner Kurzschluss (weniger als 5 Min Aufwand und mit 1 Blick zu erfassen und zu reproduzieren!) und schon ist dem PU-Gedöns sein Verlangen nach "smarter" Peripherie ausgetrieben. Perfekte verständliche Lösung für ein Problem.

In Sachen Technik hat Lego mich als Kunden verloren: ich habe mir eigentlich jedes Jahr (seit gut 25 Jahren!) das Top-Technik-Set zu Weihnachten gekauft. Mehrere Kranwagen, Actros, Bagger 8843, Claas...
Seitdem Lego will, dass ich per Smartphone spiele, sind die Sachen für mich gestorben. Nicht nur zu langweilig, sondern ich habe eine regelrechte Abneigung dagegen.

Hidden Side habe ich bei zwei Sets versucht die Augmented Reality zu bespielen. Total dummes rumballern - nichts für mich und nichts, was ich meine Kids daddeln ließe. Vidiyo ist der nächst Anlauf: Lego kann einfach nicht in Software und ich bin nicht böse drum.

Ein Nachbarsjunge hat gerade das Boost-Set mit der Katze zur Einschulung bekommen. Trotz neuester Elternhändies will das Ding bei JEDEM Start erst 2 Minuten die Firmware erneuern, scheitert dann damit, läuft glücklicherweise dennoch. Aber nach 120 Sekunden geht der Bildschirmschoner des Handys an und die Bluetooth-Verbindung bricht ab. Man muss also immer im Wechsel die Katze bespielen und das Phone streicheln. Eigentlich ein schönes faszinierendes Spielzeug, aber mit dem blöden Smartphone bei einem Erstklässler auch wiederum etwas, was mir gegen den Strich ginge.

Ist jetzt etwas länger geworden, aber Da Du hier unermüdlich fleißig bist, wollte ich etwas weiter ausholen. Ich nehme mir mal für nächste Woche vor, den Kurzschluss am Kroko zu ziehen und das ganze per Software zu probieren. Ich berichte, wenn ich die Zeit gefunden habe (bzw. unerwarteterweise Hilfe brauche).

Beste Grüße

Ben


[image]



mehr Bilder gibt's hier:

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"blay s....!" - Aber China Klone (puke!) sind noch viel schlimmer...


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Lok24
09.09.2021, 10:17

Als Antwort auf den Beitrag von ThomaS

Re: Eine kleine Umfrage…..

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Antwort.

ThomaS hat geschrieben:

bin einer von denen, wir haben uns darüber auch schon mal länger in Fürth unterhalten.
Mühle, Brücken, Pumpen, Enten, Fahrzeuge, u.a. wollen gerne bewegt werden.
Ja, ich erinnere mich gut.

ThomaS hat geschrieben:
Gefühlt sind die vielen Möglichkeiten seitens LEGO und Drittherstellern ein auf die Schnelle undurchschaubares Durcheinander für mich und eher abschreckend.

Das ist bei allen anderen "Gebrauchsgegenständen" auch so. Waschmaschinen, Kameras, Router. Bei LEGO war das früher nicht so, durch die Offenlegung und die Nutzung von Standards ist das jetzt hinzugekommen. Die positive Seite der Medaille ist aber eine Fülle von Möglichkeiten, die es vorher so nicht gab.

ThomaS hat geschrieben:
Was ich bräuchte, wäre eine Art Workshop: Ich bringe zu motorisierende Modelle mit, ein Experte sagt mir vorher was ich an Teilen besorgen muss und gemeinsam bringen wir die ersten beiden Modelle mittels Steuerung zum Fliegen.

Da gibt es leider auch eine unüberschaubare Menge an Angeboten.
Von mir z.B. hier "Programmieren in 5 Minuten" oder "Bewegung tut not – ein Gemeinschaftsprojekt".
Im ersten hatte ich auch eine Schranke vorgestellt, das kommt Deiner Idee der Brücke ja sehr nahe.
Und bei "Bewegung tut not" hatte ich gezeigt, wie sich Idee, Mechanik und Programmierung auf ein "Team" aufteilen lassen. Oder die ganz wunderbaren Videos von technicmaster0 bei YouTube. Oder Dokus bei racingbricks.
Wie Du schriebst: eine Fülle

Aber ich denke, ich habe verstanden:
Erstmal muss eine klare und verständliche Übersicht der Möglichkeiten her, ich kümmere mich.
Pogrammtechnisch sind wir (die "Programmiertruppe") jetzt aber erheblich weiter, aber es testet eben niemand.
Und solange kommt halt keins der Programme beim Benutzer an.

Das ist der Status Quo, glaube ich.

Grüße

Werner



Lok24
09.09.2021, 10:21

Als Antwort auf den Beitrag von BricksCorner

Re: Eine kleine Umfrage…..

Hi Christain,

lange nicht gehört und gesehen.

BricksCorner hat geschrieben:

Allerdings bin ich der Ausstellungseisenbahner und habe zu Hause keinerlei Möglichkeiten die Steuerungsmöglichkeiten sinnvoll auszuprobieren.

Ein wenig schon, es geht ja nicht um die Steuerung einer Anlage, sondern einer Lok.
Und da gibt es jetzt eben Möglichkeiten für die man eine Lok, ein City Hub und eine FB braucht, dazu die berühmten fünf Minuten, um festzustellen, dass das etwas völlig anderes macht als PF.
Ob man (Du) das dann brauchen kann ist etwas anderes.

Steffen hat's übrigens schon probiert

Grüße an alle

Werner



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