Farnheim
14.01.2020, 14:49

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Farnheim
14.01.2020, 18:47

+17Besuch im Oberhausener Discovery Center

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Werte Gemeinde,

ich war zu Beginn des Jahres mit meinem 4jährigen Patenkind und seiner Mutter im Oberhausener Discovery Center. Jenes, das 2012 im Duisburger Innenhafen gelegen seine Pforten schloss, um im Jahr darauf auf dem neubebauten Centro-Gelände neu zu eröffnen.

Das Wichtigste gleich vorweg: Nach wie vor muss man keine Eintrittskarte kaufen, um den angeschlossenen Store besuchen zu können. Dazu später mehr.

Das Discovery Center selbst ist, und das ist sicher keine Überraschung, ein ausschließlich auf Kinder ausgerichtetes Indoor-Spielparadies. Wenige Ausnahmen sind auch für AFOLs geeignet. Jedenfalls. Die Pforten öffnen für Gruppen mit gefühlt etwa 50 Personen und man befindet sich stante pede in der sog. „Fabrik“, also dort, wo die Legosteine entstehen. Nach einer kurzen, spielerischen Vorführung eines solchen Produktionsvorgangs darf jedes Kind einen bedruckten 1x2er duplo-Stein mit tagesaktuellem Aufdruck als Geschenk mitnehmen. Apropos Geschenk, etwas unvorbereitet traf uns der Eintrittspreis aus heiterem Himmel. 18 Euro ruft Merlin hemmungslos pro Person auf – auch für ein 4jähriges Kind! Onlinetickets sind hingegen ein paar Euro günstiger. Für einen geringen Aufpreis lässt sich zudem ein Kombiticket buchen, mit dem man innerhalb von 90 Tagen dem benachbarten Sealife einen Besuch abstatten kann. Das nur am Rande. Immerhin: Anschließend stehen dem Besucher sämtliche Attraktionen unbegrenzt offen.

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Sonnenuntergang überm Westfalenstadion

Im Anschluss an die Fabrik eröffnet sich ein Areal, das seine verschiedenen Themenwelten um einen zentralen Platz mit einigen Sitzgelegenheiten samt Imbissbar drapiert. So gibt es eine kleine Gondelfahrt durch einen Tunnel, bei der man mittels Laserpistolen aus allen Rohren auf Zielscheiben und sensitive Leinwände, bzw. Monitore ballert und somit Punkte sammelt. Deweiteren lädt ein kleines Karussell im Harry-Potter-Style, mitsamt entsprechender aus Steinen gebauten, lebensgroßen Helden, wie Harry himself, Hermine und Ron sowie Hagrid zu Rundfahrten ein. In einem Ninjago-Lasertunnel kann die kommende Generation quirliger Ninjas hingegen ihre Beweglichkeit unter Beweis stellen. Eine große duplo-Bauecke lässt auch schon die Jüngsten zu wahren Baumeister werden. Für ältere Kinder sorgt eine (gecragelte) City-Landschaft für animierenden Bauspaß, oder man erstellt nebenan kleine Trickfilme. Bei den Speedchampions kann man die Schnelligkeit seines selbstgebauten Renners in einem Dragrace gegen Mitstreiter unter Beweis stellen. Und ein 4D-Kino (ja, man wird angefeuchtet, bepustet oder beschneit) lädt ein, am besten gleich alle 6 verschiedenen Kurzfilme von je rund 12 Minuten Spieldauer zu schauen.

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Duisburger Innenhafen mit der Küppersmühle

Das für AFOLs interessanteste aber dürfte sicher die kleine Ausstellung bestehend aus Sehenswürdigkeiten oder Landmarken aus der Rhein-Ruhr-Region sein. Beleuchtet und illuminiert nach Hamburger-MiWuLa-Vorbild wechselt sie alle paar Minuten von Tag auf Nacht und umgekehrt. Zu den Bauten zählen hier u. a. das Dortmunder Westfalen-Stadion, in dem man Maze-mäßig Fußball spielen kann, der Düsseldorfer Airport samt Rheinturm, das Areal der Zeche Zollverein inkl. Kohleabbau unter Tage, der Duisburger (Innen)Hafen, der Gasometer in Oberhausen, aber auch an den Kölner Dom mit Adventsmarkt wurde gedacht sowie an einen Nachbau des Discovery Centers selbst. Oder man besucht einen kleines Baulabor und versucht sich unter Anleitung in der Umsetzung einiger neuerlernter Bautechniken (sofern noch nicht bekannt).

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Gasometer in Oberhausen

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Villa Hügel in Essen

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Zeche Zoverein in Essen

Der Store: Natürlich lässt man den großen Spielplatz nicht hinter sich, ohne durch den angrenzenden Store zu stolpern. Logisch, dass es auch Anfang Januar bereits die aktuellen Neuheiten zu kaufen gab. Als Besonderheit gelten allerdings die LEGOLAND-Sets, die es exklusiv nur in den Centern sowie den Parks zu kaufen gibt. Auch ist das PAB-Regal mit anderen Teilen als in den Stores bestückt. Man füllt allerdings keine Becher, sondern Tütchen. Erwähnenswert findet ich abschließend noch, dass sämtliche Komma-99-Preise um einen Cent aufgerundet sind.

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"Ich bin Batman!"

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Der graue Albert

Die Preise für die Snacks waren – im Vergleich zu den saftigen Eintrittspreisen – hingegen überraschend moderat (Becher Kaffee für 2 Euro, ein konfigurierbarer Hotdog schlug mit 2,60 Euro zu Buche). Unser Besuch, inkl. kurzer Pause endete, als uns die Menschenmengen zuviel wurden. Da waren aber schon vier Stunden vergangen, und wir hatten alles erlebt. Aber: Der Vergnügungspark für die Kleinsten wirkte stellenweise schon beinahe zu klein für den Besucheransturm und arg überlaufen – ein hoher Lärmpegel inkl. Zugegebenermaßen waren zu dem Zeitpunkt noch Schulferien. Aber meinem Patenkind war all das egal. Er fand das 4D-Kino einfach mega.

Viele Grüße,
Maik


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