Set 10183 bei eBay

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LEGO Set Rezension

Eisenbahn-Set 10183 Hobby Trains
Set 10183

Die Packung: neben dem Hingucker Kroko fallen die vielen weiteren Modelle ins Auge. Eine große Anzahl, die man von LEGO® nicht gewohnt ist, allenfalls war sonst noch ein Alternativmodell noch zu erwarten. Und dann erst fällt einem das Besondere auf: 16+ Profimodelle bauen. Ich glaube das auf einer LEGO®-Packung noch nie gesehen zu haben, selbst die Model-Club Bausätze um die frühen 90er herum hatten ein frühes „Verfalldatum“. Viel Text ist auf der Packung, sehr ungewöhnlich für LEGO®.

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Ein DIN A2 Poster liegt bei mit 30 Modellen mit den Namen der Konstrukteure (nicht spezifisch zugeordnet) auf einer Seite und auf der anderen Seite Informationen über ILTCO, sowie wie die 80 Modelle, aus denen die letztendlich 30 angebotenen ausge-wählt wurden. Ein Foto ganz in der Mitte zeigt den Bauprozess – natürlich auf dem Fußboden – Onkel und Neffe intensiv vom 4. – 20. April am Bauen.

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Damit komme ich zum Inhalt der Packung: sie enthält eine Vielzahl von ganz normalen und besonderen Steinen, die man beim Bau von Rollmaterial auf der Schiene verwendet. Neben genügend Grundmaterial für drei Vierachser (12 Achsen, 6 Dreh-platten, 6 Kupplungen, 2 dunkelgraue 28er und eine schwarze 24-er Zuggrundplatte) findet man 8 große weiße Eisenbahnfenster, 8 kleine rote und schwarze Fenster, alles mit Glas, 16 transparente Glaspaneele, Glasbausteine, und 4 rote Türen, je zwei rechts und zwei links, gerade letzere waren ziemlich rar geworden. Dazu 4 graue Schiebetüren, auch nicht gerade einfach zu bekommen und zwei der seltenen 2x4 Blöcke mit je 2x4 Noppen oben und auf beiden Seiten. Und viele, viele nützliche Kleinteile, alles zusammen fast 1100 Stück (offiziell 1080, dazu kommen noch Mehrteile bei Kleinteilen) für knapp 100 €, ein sicher günstiger Steinedurchschnittspreis.

Set 10183

Die Anleitungen kommen alle auf LDD 2.0, nur die für das Kroko kommt (erst am 19.3.07, daher nicht rezensiert) auch als Druck. Mit LDD habe ich so meine Schwierigkeiten; gut dass ich zwei völlig verschiedene PC an völlig verschiedenen Netzen habe, so dass es wenigstens auf einem noch läuft. Offline. Online erkennt das Programm bei mir nicht.

Die Baupläne auf LDD sind eigentlich eine gute Idee, man spart Papier und nimmt sich nur die, die man braucht. Ich habe direkt vom Bildschirm gebaut, musste ihn aber ziemlich hell stellen, um die Konturen der schwarzen Bauelemente erkennen zu kön-nen. Schön ist dabei, dass man hin- und her drehen und schwenken sowie vergrößern kann Leider verschwindet manchmal das Bauteil in der optimalen Großansicht hinter eingeblendeten Kästen oder ganz aus dem Bildschirmbereich. Kleiner machen geht zwar, dann ist es wieder da, aber zu klein um die Konturen dann noch zu erken-nen. Auch die Darstellung der Bauteile in der Bausteineübersicht ist gewöhnungsbedürftig, insbesondere wird eine 1x4 Platte genauso groß wie eine 2x8 Platte oder eine 1x1 wie eine 2x2 wie eine 6x6 Platte, und bei Schwarz erkennt man die Kontoren nicht so genau, da kommst du schon ins Grübeln.

Beim Aufbau der Modelle nach LDD ist mir besonders aufgefallen, dass die Reihen-folge der einzubauenden Teile nicht optimal gewählt wurde. Mein Vorschlag an alle Nachbauer: schaut euch die Anleitungen erst mal in Ruhe an und fangt dann erst mit dem Modell an. Leider gibt es offline keine Übersicht, was für Teile insgesamt für ein Modell gebraucht werden, oder habe ich nur den richtigen Knopf nicht gefunden?

Hauptmodell (Schweizer Krokodil)
Set 10183

Nach dem Österreichischen und dem Deutschen Krokodil jetzt das Schweizer, dazu in unge-ahnter Länge von fast 50 cm und in einer ausgesprochen harmonischen Ausführung. Es passt einfach alles, wenn das fertige Modell auf dem Gleisstück vor einem steht.

Ganz klar mussten viele Kompromisse eingegangen werden, um mit einer genau vorgegeben Zahl, einer geringen Auswahl an Formen und nur drei Grundfarben von Bausteinen ein solches Modell hinzubekommen, und gerade das ist gelungen. Dass es Abweichungen vom Vorbild gibt, warum nicht? Wer möchte kann aus den übrig bleibenden Teilen der Packung und seinem eigenen Fundus weiterbauen – ist ja LEGO®. Selbst beim Kroko bleiben noch genügend Teile übrig, um mindestens einen Wagen eigener Bauart noch aufs Gleis zu setzen.

Ein paar Hinweise zum Zusammenbau: Man sollte den Unterbau für die Mitte des Fahrzeugs nach dem Zusammenbau erst mal weglegen und ganz zum Schluss wieder einsetzen. Er stört erheblich beim Aufbau des Mittelteils, fällt als Ganzes oder in Einzelteilen immer wieder ab. Weiterhin die Sitze in den Führerständen früher einbauen, denn wenn das Mittelteil fertig ist so wie gezeigt, wird das eine elende Fummelei. Und wenn man die Türen ganz aufmacht, fallen die Dachsteinelemente vorne ab.

Der Fahrtest lässt die Schweizer Lok elegant über die Gleise und Weichen ziehen, ohne unnatürlichen Überhang. Um die „Gelenkigkeit“ zu testen hatte ich eine längere Weichenstraße mit Gegenweichen und Kreuzungen eingebaut, auf der es hin und her ging. Perfektes Fahrverhalten. Steigungsverhalten habe ich nicht getestet.

Und noch kleiner Hinweis: baut zuerst alle anderen Modelle und dieses zum Schluss, sonst müsst ihr dieses wieder zerlegen! (Es sei denn, euer Fundus lässt es zu oder ihr kauft gleich mehrere Packungen.)

Modell Nr. 3 – Flachbettwaggon mit LKW
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Nun kommen wir zum ersten Waggon. Dieser ist gleich (fast) 8-wide. Ein schöner Waggon und so gut gestaltet, wie man ein „einfaches“ Modell nur gestalten kann. Klasse ist der LKW geworden, der ein abnehmbares Dach und einen schönen Planenaufbau hat. Da in dem Set nur Zugräder sind, wurde hier etwas improvisiert. Wer den LKW verwenden will, steckt einfach richtige Reifen an. Waggon und LKW passen gut zusammen und kommen trotz der Breite noch durch meinen Bahnhof. Der Aufbau ist reibungslos und so kann man dieses Modell schon einem Einsteiger empfehlen.

Modell Nr. 4 – US-Diesellok
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Mein Faible für US-Loks ist ja wohl bekannt und so wollte ich unbedingt mit dieser schönen Lok beginnen. Die Optik bei diesem Modell ist sehr gelungen, viele kleine Details, der ganze Unterbau und die langen Boogies gut durchdacht. Da diese Lok nicht auf einer Standard-Zugplatte sitzt, zieht sich der Aufbau etwas hin und verlangt Fingerfertigkeit und Konzentration. Ein Modell durchaus für Fortgeschrittene - wäre auch ein Favorit als Einzelset nach den schönen Modellen der Santa Fe und der BNSF!

Modell Nr. 7 – Tieflader

Ein weiteres schönes Modell, das gut meine Containerflotte erweitert. Es stellt keine großen Anforderungen an den Nachbauer. Fahrtest: Etwas leicht, man sollte eventuell in den Container ein Gewicht einbauen, sonst könnte der Wagen aus der Kurve springen, wenn er z.B. als Erster hinter der Lok läuft und noch mehrere schwere Wagen folgen.

Modell Nr. 9 – Dampflok
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Schöne, kleine Dampflok mit vielen kleinen Ideen, detailreich gestaltet und vom Zusammenbau her problemlos. Verlangt vom Anfänger etwas Übung, besonders wegen der vielen schwarzen Teilen. Ein klasse Modell vom „Meister der Dampfloks".

Modell Nr. 11 – E-Lok
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Zufälligerweise gleich noch eine Lok von Ben Beneke aber ich habe mich bei der Auswahl nur auf die Modelle konzentriert und nicht nach den Erbauern ausgesucht. Diese schöne E-Lok gab mir eine ganze Reihe Inspirationen mit auf den Weg wie z.B. die geneigten 2x2 Paneele mit Fenster vorne, die seitlich gedrehten 1x2 transparen-ten Steine und die Bauweise der Pantographen auf dem Dach. Da frage ich mich, warum ich selbst noch nicht auf solche Ideen gekommen bin. Diese Lok hat mir von (bisher) allen gebauten Modellen am meisten Ideen gegeben. Der Aufbau selbst ist als mittelschwer einzustufen, wurde hier ja auch etwas gesnottet und gebogen. Und: obwohl das Dach nur aus Formteilen besteht, wirk es in sich schlüssig, interessant und das neue Dunkelgrau passt einfach gut zu dem Rot der Lok.

Modell Nr. 13 – Glaskasten

Der Glaskasten, ein wirklich hübsches Modell, ist relativ einfach zu bauen. Aber auch hier ist die Reihenfolge der Steine beim Zusammenbau auch nicht ganz optimal angegeben, daher vorher anschauen. Schiebetest auf der Teststrecke: keine Probleme. Motor einbauen: was für Tüftler, denn beim normalen Motor wäre der Radabstand zu kurz. Aber mit den neuen Power-Motoren, die im Herbst kommen, mit Getriebe???

Modell Nr. 14 – Trolleycar
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Aus den Teilen, die von dem Flachbettwaggon „übrig“ blieben, baute ich das Trolley-car in leicht modifizierter Version. Ich wollte wirklich nur die Steine aus dem Set ver-wenden. Das Modell macht einen schlichten Eindruck, jedoch das schöne Dach und nette Details runden es ab. Gut proportioniert und nicht zuletzt eine schöne Ergänzung für eine Eisenbahnanlage. Das Bauen ist relativ einfach, so dass auch hier ein Anfänger seine Freude daran haben wird.

Modell Nr. 16 – E-Lok

Auch ein etwas anspruchsvolleres Modell. Besonders die interes-sante Konstruktion mit dem Geländer vorne und hinten, die Dachstromabnehmer und die Idee mit den Motornachbildungen zwischen den Achsen gefielen mir besonders. Letzteres ginge bei einer Motorisierung mit dem 9V Motor an dem betroffenen Drehgestell verloren. Fahrverhalten im Schiebetest: gut, keine Probleme.

Modell Nr. 19 – Schienenbus

Der Wismarer Schienenbus stellt beim Bauen schon etwas höhere Ansprüche. Ein sehr schönes Modell, das sich gut in einer Vitrine oder in einem Diorama ausstellen lässt. Einige Bauvorschläge: statt der 2 Stück 6x8 Platten eine 6x16 Platte nehmen, falls noch nicht verbaut. Die beiden 6x8 werden erst relativ spät „richtig“ mit-einander verbunden, so dass ihr öfter mal 2 Teile in der Hand haben könntet. Und im Dachbereich statt der 1x2 Platte eine 2x4 Platte einbauen, so dass die Dachsteine einen festeren Halt haben. Die dicken Querbalken innen über den Sitzen waren wohl nur erforderlich, weil keine weißen 1x2 Steine dabei sind. Motorisierung: siehe Glaskasten.

Modell Nr. 22 – Nahverkehrstriebwagen

Ein Modell, das über weite Strecken einfach zu bauen ist, dazu sind beide Triebwagenhälften auch noch nahezu baugleich, dann aber kommt eine komplizierte Fensterfront, die nur vorne je rechts und links mit einem Pin gehalten ist und bis 2 Noppen vor Waggonende eingeklemmt wird. Bei geringer Passtoleranzabweichung wölbt sich die Fensterfront heraus. Auch beim Fahren kann sich die hintere Fensterfront verschieben.

Fazit

Gesamteindruck: Ganz große Klasse. Danke den Konstrukteuren, aber auch LEGO®, die das alles möglich gemacht haben. Und alles ohne besondere Formteile, alles mit Standardteilen.

Credit

Diese Rezension stammt gemeinsam von den 1000steine-Mitgliedern "Heiner" und "Legomatic". Vielen Dank!

Hinweis

Der Artikel beruht auf den subjektiven Einschätzungen des Verfassers und stellt keine offizielle Empfehlung oder Kritik seitens 1000steine.de dar.